Heidenheim Siege und Sorgen bei den Heideköpfen

Sichtlich Freude bei seiner Rückkehr hatte Mitch Nilsson, der 2nd-Baseman der Heideköpfe, der auch gleich wieder vier Hits zu den beiden Siegen der Heidenheimer gegen Ulm beitrug.
Sichtlich Freude bei seiner Rückkehr hatte Mitch Nilsson, der 2nd-Baseman der Heideköpfe, der auch gleich wieder vier Hits zu den beiden Siegen der Heidenheimer gegen Ulm beitrug. © Foto: Kalle Linkert
Heidenheim / Thomas Jentscher 06.05.2018
5:4 und 9:4 gegen Ulm - Letztlich bauten die Heidenheimer Baseballer mit den beiden Erfolgen ihre Tabellenführung weiter aus.

Einem ziemlich gequälten 5:4 im Heimspiel am Freitagabend folgte ein souveränes 9:4 am Samstag in Ulm. Trotzdem fiel die Bilanz des Wochenendes gemischt aus, denn gerade schienen die Heideköpfe nach der Rückkehr von Mitch Nilsson und Johannes Krumm personell wieder aus dem Vollen schöpfen zu können, da ereilte sie neues Verletzungspech.

Vor der Partie am Freitagabend musste sich Jay Pecci abmelden, die Trainer Mike Hartley und Klaus Eckle daraufhin erneut das Feld umstellen. Am Samstag fiel dann auch noch der etatmäßige Centerfielder Gary Owens aus, dessen Part Sascha Lutz – wenn auch angeschlagen – übernahm.

Offensive nimmt sich Auszeit

Das erste Duell verlief überraschend ausgeglichen, wobei Aufsteiger Ulm eine couragierte Leistung zeigte. Die Falcons setzten auf ihr kroatisches Werferduo und speziell mit Antonio Horvatic hatten die Platzherren große Mühe. Am Ende kam die sonst so starke Offensivreihe nur auf sieben Hits, im unteren Teil der Line-up lief mit null Treffern bei 15 Schlagversuchen gar nichts zusammen.

Immerhin zeigte sich Werfer Logan Grigsby verbessert, ließ in sechs Innings bei fünf Strike-outs nur drei Hits zu, allerdings auch wieder vier Walks. Grigsby kassierte im dritten Inning das 0:1. Den Rückstand drehte Ludwig Glaser mit seinem Double im vierten Abschnitt in eine 2:1-Führung, die Lutz im folgenden Durchgang mit einem Homerun auf 3:1 ausbaute.

Erneut Glaser brachte im siebten Inning den vierten Punkt über die Platte und so hätte es wenigstens ein sicherer Arbeitssieg werden können, wenn nicht erneut die Feldverteidigung Schwächen gezeigt und am Ende vier Errors auf dem Konto gehabt hätte.

Zwei Fehler im achten Spielabschnitt bescherten den Gästen den Anschluss, ein „wild pitch“ sogar den Ausgleich. An den Werfern lag's nicht, nach Julius Spann und Marcel Giraud stand inzwischen Clayton Freimuth auf dem Mound. Er brachte sein Team sicher in den Rückschlag des neunten Innings, in dem nun ein Punkt zum Happy End her musste. Und der kam ziemlich schnell und kurioserweise ohne Hit nach Hause: Philip Schulz erkämpfte sich einen Freilauf, holte die zweite Base per Steal, die dritte nach einem missglückten Pick-off der Ulmer und die Homeplate nach einem „wild pitch“.

Konzentriert ins zweite Spiel

Am Samstag in Ulm zeigten die HSB-Baseballer um Werfer RJ Hively dann aber eine dominante Partie gegen den Aufsteiger und überzeugten vor allem mit blitzsauberen Spielzügen in der Defensive und einer nahezu fehlerfreien Partie.

Die Heidenheimer gingen schon im ersten Inning mit 1:0 in Führung und bauten diese im vierten Durchgang auf 4:0 aus. Ulm punktete im fünften Spielabschnitt, ansonsten hatte Hively die Falcons aber komplett im Griff, ließ in sieben Innings bei sieben Strike-outs nur drei Hits und einen Walk zu. Bis ins neunte Inning bauten die Heideköpfe ihre Führung auf 9:1 aus, ehe den Platzherren im Rückschlag gegen den inzwischen eingewechselten Julius Spann als Werfer noch eine kleine Ergebniskorrektur gelang.

Mit 16 Hits zeigte sich die Heideköpfe-Offensive diesmal wieder schwungvoll. Nilsson war mit drei Hits und zwei Sacrifice-Fly-Outs der erfolgreichste Schlagmann, Youngster Elian Gentner ragte mit zwei Singles und einem Triple ebenfalls heraus.