Herbrechtingen / pm Die SHB such einen neuen Trainer und einen Torwart. Am Samstag geht es aber erst einmal gegen den SKV Unterensingen

„Ich bin in der nächsten Saison raus“, sagt Dr. Mickel Washington. Der aktuelle Trainer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim würde gerne in eine chirurgische Mannschaftspraxis in seiner Heimatstadt Böblingen einsteigen. Falls das klappt, hätte er einfach keine Zeit mehr, als Trainer bei der SHB zu bleiben.

„Das ist noch nicht ganz sicher, aber ich muss dem Verein ja rechtzeitig Bescheid geben. Sonst würde ich sehr kurzfristig aussteigen“, erklärt Washington seine Entscheidung, das Traineramt niederzulegen: „Wenn es dann doch nicht klappt, habe ich eben Pech gehabt.“

Mit dem Verein und der Mannschaft sei die Situation aber geklärt. Schon im Dezember, als er die SHBler als Trainer übernommen hatte, habe der Coach kommuniziert, dass es so kommen könne, wie es jetzt kommt. Einen neuen Trainer für das Schlusslicht gebe es noch nicht.

Wenn die SHB aus der Württembergliga absteigt, muss sie in der kommenden Landesliga-Saison aber vermutlich auch auf einige Spieler verzichten. „Das ist ganz normal, wenn eine Mannschaft absteigt. Vor allem die jungen Spieler bekommen Angebote von anderen Teams“, sagt Washington.

Torhüter wechselt zum TV Steinheim

In einem Fall ist der Wechsel schon sicher. Torhüter Steffen Stängle wird kommende Saison beim Landesligisten TV Steinheim spielen. „Der Wechsel ist mir schwergefallen, aber ich wollte einfach mal was anderes sehen“, erklärt der 25-Jährige, der 18 Jahre bei der SHB spielte. Das Verhältnis zu seinen Mannschaftskollegen sei nach wie vor gut: „Da wirft mir niemand etwas vor.“ Einen Ersatz gibt es derzeit noch nicht. „Die Torwartsuche wird die nächste große Aufgabe für den Verein“, sagt Washington.

Nochmals schwere Brocken

Für ihn seien jetzt aber erst mal die nächsten sportlichen Aufgaben wichtig. „Jetzt kommen nochmals schwere Brocken“, so der Trainer zum Heimspiel am Samstag gegen den SKV Unterensingen in der Bibrishalle und das Spiel in der Woche darauf gegen die erstplatzierten Schwäbisch Gmünder.

Weiterhin müsse man am Angriffsspiel feilen, da habe man auch zuletzt gegen den TV Gerhausen wieder Probleme gehabt. „Wir haben nach 30 Minuten mal wieder aufgehört Handball zu spielen“, resümiert der Trainer. Er war auf die Unterstützung A-Jugendlicher angewiesen, die von ihrem eigenen vorangegangenen Spiel aber schon erschöpft waren.

Gegen Unterensingen müsse man sich auf ein hartes Spiel gefasst machen. „Wir müssen da hingehen, wo es wehtut“, fordert der scheidende Coach von seinen Schützlingen. Patrick Vetter