Herbrechtingen / Jochen Gerstlauer Der SHB gelingt gegen Meister und Aufsteiger Urach beim 20:21 fast noch ein Punktgewinn.

Gegen den Landesliga-Meister und Aufsteiger Urach lagen die SHB-Handballerinnen zur Pause schon fast vorentscheidend mit 8:15 zurück, kämpften sich aber im Verlauf der zweiten Halbzeit nochmal ran und fast hätte es noch zu einem Punktgewinn gereicht.

Es war eine grandiose Saison für die Blau-Weißen im ersten Jahr Landesliga. Ein vierter Platz zum Abschluss und gemeinsam mit dem TSV Urach den besten Angriff der Liga zu stellen, verdient höchsten Respekt. Zu Hause in der Bolheimer Buchfeldhalle wollte die Mannschaft den Fans und auch dem scheidenden Trainer Peter Prinz noch einen Sieg schenken.

Die Gäste standen schon seit zwei Spieltagen als Meister und Aufsteiger fest und nahmen denn auch vor fast 200 Zuschauern von Beginn an das Heft in die Hand. Beim Stand von 4:12 nach knapp 23 Minuten galt es für die Herbrechtingerinnen ein drohendes Debakel zu verhindern. Spielmacherin Lisa Friedrich auf Seiten der Blau-Weißen hatte da was dagegen. Vier Tore in Folge warf sie zum 8:12 und war am Ende mit elf Treffern auch beste Schützin bei der SHB.

Die Aufholjagd wurde aber wieder jäh von der Tochter des SHB-Trainers auf Seiten des Meisters, Marie Prinz, gestoppt. Am Ende sorgte ein 3:0-Lauf bis zur Pause für den Halbzeitstand von 8:15. Also mussten die konditionellen Vorteile wieder her, um eine erneute Aufholjagd zu starten.

Gerstmayr, V. Oberling und Friedrich legten mit ihren Treffern einen perfekten Start in die zweite Halbzeit hin. In Überzahl gelang sogar per Strafwurf von Gerstmayr der 13:16-Anschluss.

Urach fing sich wieder und konnte ein paar Tore vorlegen. Doch die wackeren SHBlerinnen fighteten weiter und angeführt von Friedrich und Schweda fiel sechs Minuten vor dem Ende der 19:20-Anschlusstreffer. Nach einer Uracher Auszeit traf Friedrich unter großem Jubel der heimischen Fans zum Ausgleich. Doch der Führungstreffer der Gäste durch Prinz knapp drei Minuten vor dem Ende sollte gleichzeitig auch der Siegtreffer sein. Eine Unterzahl überstand die SHB zunächst und hatte 30 Sekunden vor dem Ende bei eigenem Ballbesitz noch die Chance auf einen Punkt. Doch der letzte Versuch verfehlte sein Ziel.

Nach dem Spiel wurde Peter Prinz, der als Frauentrainer nach Burlafingen wechselt, zusammen mit seiner Frau Carmen verabschiedet, die als Torwarttrainerin bei der SHB aktiv war. Auch Verena Oberling wird der SG Herbrechtingen/Bolheim nach zwei Jahren den Rücken kehren. Jochen Gerstlauer

SHB: Sadowski, Thierer; Sturm, Sahin, Schweda (1), Wiedmann, V. Oberling (2), Braun, Rühle, Friesrich (11/3), Gerstmayr (6/4), Feth, A. Oberling, Renner