Herbrechtingen / Thomas Jentscher Herbrechtingen/Bolheim tritt morgen als krasser Außenseiter in Gmünd an.

Auch wenn der Klassenerhalt rein rechnerisch noch möglich ist, planen die Handballer der SG Herbrechtingen/Bolheim bereits für die kommende Saison in der Landesliga. Ein paar Spiele sind aber noch zu bestreiten, darunter die wohl unlösbare Aufgabe am morgigen Sonntag (18 Uhr, Große Sporthalle) beim Tabellenführer Schwäbisch Gmünd.

Und in diesen Spielen, so macht auch Pressesprecher Jochen Gerstlauer klar, sollten sich die SHBler möglichst gut präsentieren. Denn es geht auch darum, den guten Ruf zu wahren und eine interessante Adresse für Spieler zu bleiben.

Ein paar Erfolge können die Herbrechtinger bei dem Ziel, eine schlagkräftige Truppe für die kommende Runde aufzubauen, schon verbuchen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass alle A-Jugendlichen zugesagt haben“, sagt Gerstlauer. Darunter auch Hannes Baur, der von einigen anderen Klubs umworben worden war. Zudem wollen die Routiniers Dennis Wurelly, Michael Kling und Robert Rugaci zumindest noch ein Jahr dranhängen und das Team führen.

Dagegen hat sich Torwart Steffen Stängle dem Kreisrivalen TV Steinheim angeschlossen und Janis Bauer wird gesundheitsbedingt aufhören, lässt aber zumindest den Spielerpass bei der SHB.

Weiter auf Trainersuche

Außerdem ist die Spielgemeinschaft weiter auf Trainersuche. Dr. Mickel Washington hätte auch bei einem Abstieg weitergemacht, kann dies nun aber aus beruflichen Gründen nicht. Es ist alles andere als leicht, einen passenden Coach zu bekommen, die Herbrechtinger stehen aber mit einigen Kandidaten in Verhandlungen.

„Es ist schon klar, dass wir nach drei tollen Jahren in der Württembergliga nun kleinere Brötchen backen müssen“, räumt Gerstlauer ein. Man freue sich aber auch auf die Landesliga und dann voraussichtlich wieder das Derby gegen Steinheim. Wichtig sei es, den „freien Fall“ zu verhindern, erklärt Gerstlauer mit Blick auf die HSG Oberkochen/Königsbronn, die nach einem frustrierenden Jahr in der Württembergliga zügig in die Bezirksliga durchgereicht wurde.

Erst einmal muss die SHB die laufende Saison gut hinter sich bringen – beginnend mit dem Spiel morgen beim TSB Gmünd, der zuletzt mit zwei Unentschieden etwas ins Straucheln geraten war. Keine gute Nachricht für die SHB, denn bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf Wolfschlugen dürfen sich die Gmünder keinen Ausrutscher erlauben und werden ebenso motiviert wie in der Hinrunde zu Werke gehen, als sie in Herbrechtingen klar mit 35:21 gewannen.