Gerstetten / Andreas Haas Katharina Haas vom SC Gerstetten belegte beim Wettbewerb um den Deutschen Jugendcup am Ende den fünften Gesamtrang. Mit dem Heidenheimer Konstantin Holl war sich auch im Team erfolgreich.

Oberjoch war der Austragungsort der letzten Rennen um den Deutschen Jugendcup. Ausgewählte FIS-Rennen werden dabei in die Wertung mit eingebracht. Mit einem Starterfeld von fast 60 Damen aus Österreich, Schweiz, Tschechien, Türkei und sogar China war das letzte Rennen stark besetzt.

Aufgrund ihrer guten Ergebnisse der letzten Rennen hatte sich Katharina Haas vom SC Gerstetten in der FIS-Punkteliste weit nach vorne geschoben und war erstmals in der Saison in der ersten Startgruppe. Losglück bescherte ihr auch noch die Startnummer 1. Diese nutzte sie perfekt, hielt die nervliche Anspannung im Zaum und fuhr einen starken ersten Durchgang. Rang 9 war eine gute Ausgangsposition für den zweiten Lauf.

Mit der fünftbesten Laufzeit im zweiten Lauf schob sie sich noch auf Rang 7 vor. Durch ihren geringen Zeitabstand zur Spitze verbesserte sie nochmals deutlich ihre FIS-Punkte. Ihre gute Platzierung sicherte ihr den fünften Gesamtrang in der Wertung des Deutschen Jugendcups der Jahrgänge 2001 und 2002.

Fehlern verhindern gute Zeit

Am zweiten Tag versuchte sie, ihren Erfolg zu wiederholen. Gleich im ersten Lauf hatte sie zwei schwerwiegende Fehler, schaffte es artistisch noch im Lauf zu bleiben, wenn auch eine gute Zeit dadurch nicht mehr drin war.

Der zweite Durchgang lief wieder etwas besser. Der Zeitrückstand aus Lauf eins war aber schon zu groß, um nochmals die FIS-Punkte zu verbessern. Rang 13 war somit das Endergebnis und sorgte insgesamt für einen guten Abschluss einer langen und anstrengenden Rennsaison auf internationaler Ebene.

Zusammen mit Konstantin Holl vom SC Heidenheim startete Katharina Haas zudem in der Mannschaft „Reutlingen and friends“ beim Deutschlandpokalfinale ebenfalls am Oberjoch. Am Samstag kämpfte sich Konstantin Holl (Jahrgang 2001) beim Riesenslalom auf die Ränge 4 und 7 der Wertung U 18.

Der schwierige Hang im Oberjoch verlangte den Läuferinnen und Läufern alles ab. Am Sonntag war der Parallelslalom zunächst mit einer Einzelwertung an der Reihe. Konstantin Holl schaffte es in einem starken Starterfeld auf einen guten zweiten Rang in der U-18-Wertung (Gesamt: Rang 18).

Katharina Haas war am Sonntag extra angereist und konnte eine gute Leistung abrufen. Sie belegte in der Gesamtwertung Rang drei und in U 18 Rang zwei. Sowohl die Ergebnisse des Riesenslaloms, als auch die des Parallelslaloms kamen in eine Mannschaftswertung.

Starker Team-Gegner

Am Nachmittag fand dann der Mannschaftsparallelslalom statt. Die sehr junge Mannschaft, welche aus einem langjährigen Freundeskreis zusammengestellt wurde, hatte mit dem „Allgäuer Skiverband I“ gleich einen hochkarätigen Gegner. Dies, viel Aufregung, ein wenig Pech und die Qualität des Gegners sorgten für ein frühes Ausscheiden. Das war aber verkraftbar, war doch die Teilnahme der jungen Truppe überhaupt am Finale zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft schon ein tolles Ergebnis.

Für Katharina Haas ist die Saison 2018/2019 nun beendet. Nach einem äußerst schweren Start kann sie mit dem Gesamtstand am Ende der Saison durchaus zufrieden sein.

So geht’s weiter für Katharina Haas

Auf ein paar Tage des Ausruhens folgen für Katharina Haas im Mai die ersten zwölf Ski-Trainingstage auf dem Kaunertaler Gletscher für die kommende Saison. Dann rückt die Schule für ein paar Wochen bis zu den Sommerferien stark in den Vordergrund, die Skier bleiben im Keller und die Turnschuhe werden oft für Konditions- und Krafttraining genutzt.

Anfang der Sommerferien beginnt dann der große Sommerblock auf Skiern. Norwegen soll für zwei Wochen das Ziel sein. Die Spannung geht dann weiter, da es sicherlich neben dem Skifahren ein besonderes Erlebnis wird.

Der Gletscherskilauf in Saas Fee wechselt sich dann mit Trainingstagen in der Skihalle ab, ehe im November die ersten Skirennen wieder beginnen.