Herbrechtingen/Bolheim Reicht der Vier-Tore-Vorsprung?

Mächtig ins Zeug legen mussten sich die SHB-Handballerinnen gegen die HSG Baar. Hier wird Anne Schweda attackiert.
Mächtig ins Zeug legen mussten sich die SHB-Handballerinnen gegen die HSG Baar. Hier wird Anne Schweda attackiert. © Foto: Rudi Weber
Herbrechtingen/Bolheim / Jochen Gerstlauer 07.05.2018
Die SG Herbrechtingen/Bolheim darf nach dem 19:15-Sieg gegen die HSG Baar weiter vom Aufstieg in die Landesliga träumen und fährt zuversichtlich nach Talheim.

Ein Spiel der vergebenen Chancen – so könnte man den 19:15-Sieg der SG Herbrechtingen/Bolheim im ersten Landesliga-Aufstiegsrundenspiel gegen die HSG Baar beschreiben. Oder aber waren einfach beiden Abwehrreihen sehr stark? Beides trifft wohl zu. Das Ergebnis geht letztlich in Ordnung, wenngleich es die Mannschaft des Trainertrios Prinz/Elsenhans/Prinz versäumte, ein beruhigenderes Polster herauszuwerfen.

Es ging in der Bolheimer Buchfeldhalle vor 150 Zuschauern recht gut los für die Blau-Weißen. Jeweils zwei Treffer von Cara Sturm und Verena Oberling bedeuteten schon nach dreieinhalb Minuten eine 4:1-Führung, und nichts war von einer Nervosität zu spüren. Auch in der Folge hatte man den Gegner gut im Griff. Die Abwehr stand gut und vorne hielt der Vorsprung bis zum 6:3 nach knapp zehn Minuten.

Gästetrainer Ulrich nahm schon früh eine Auszeit, weil seine Mannschaft noch keine Durchschlagskraft entwickelt hatte. Die SHB-Damen ließen sich zunächst davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Geduldig in Angriffsspiel und Abwehr ließ man dem Gegner keinen Zentimeter Raum. Beim 10:6 durch Ann-Cathrin Oberling kam noch keine Nervosität auf der SHB-Bank auf.

Jeweils vier Strafwürfe vergeben

Sehr zäh dann die folgenden Minuten: Torchancen auf beiden Seiten wurden nicht im Gehäuse untergebracht, beide Teams brachten insgesamt jeweils vier Strafwürfe nicht im Tor unter. So plätscherte das Spiel fast zehn Minuten torlos dahin. Erst in der 26. Minute durchbrach Steffi Renner die torlose Phase zum 11:7. Weiter ging es mit Zeitstrafen und vergebenen Strafwürfen. Verena Oberling konnte zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff dann den Vier-Tore-Vorsprung zum 12:8 sichern.

Die HSG kam zunächst besser in den zweiten Durchgang, doch Verena Oberling konterte zum 13:9. Sahin und Rühle beantworteten jeweils Treffer des Gegners und hielten somit weiter den Vier-Tore-Vorsprung für ihre Farben. Als Franzi Braun zum 17:12 einwarf und noch ein Strafwurf für die SHB folgte, war die Möglichkeit da, sogar auf sechs Treffer davonzuziehen. Der Wurf verfehlte aber das Tor, HSG-Trainer Ulrich unterbrach danach mit einer Auszeit. Prompt gelang den Gästen der 17:13-Anschluss, und jetzt war es SHB-Trainer Prinz, der seine Mädels zur Auszeit bat.

Es war ein kampfbetontes Spiel in den letzten Minuten. Die Heimmannschaft wollte nachlegen, Baars Torhüterin verhinderte dies. Auf der Gegenseite konnte sich aber Pataki im SHB-Gehäuse ebenfalls das ein oder andere Mal auszeichnen und so plätscherte das Spiel ohne größere Höhepunkte dahin.

Wieder waren fast sechs Minuten Torflaute in der Buchfeldhalle verstrichen, ehe Kristina Schurr mit ihrem Treffer zum 19:15 knapp 20 Sekunden vor dem Ende einen doch versöhnlichen Abschluss in Spiel eins schaffte.

SHB: Sadowski, Pataki; Sturm (3), Schweda, Sahin (2), Mailänder, Wiedmann (1), V. Oberling (6/1), Braun (1), Rühle (1), Feth, Schurr (1), A. Oberling (2), Renner (2/1)

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