Herbrechtingen / Jochen Gerstlauer SHB holt dank Aufholjagd ein 23:23 bei der HSG Ebersbach/Bünzwangen

Die Landesliga-Handballerinnen der SG Herbrechtingen/Bolheim kamen bei der HSG Ebersbach/Bünzwangen dank einer starken Aufholjagd zu einem 23:23-Unentschieden. Trainer Peter Prinz lobte am Ende die überragende kämpferische Leistung seiner Mannschaft nach einem wahren Kraftakt beim Tabellenzweiten. Im Hinspiel vor heimischem Publikum noch chancenlos, kämpften die Blau-Weißen buchstäblich um jeden Zentimeter Hallenboden und belohnten sich am Ende nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand mit einem Punkt in letzter Sekunde.

Schlagabtausch zu Beginn

Eine Viertelstunde, bis zum Stand von 5:5, war es ein offener Schlagabtausch mit den Gastgebern, die sich im Hinblick auf die Tabelle keinen Ausrutscher leisten durften. Marielle Serwe im SHB-Gehäuse machte ihre Sache sehr gut und auch sonst hinterließen die Herbrechtingerinnen einen guten Eindruck. Jetzt schalteten die Hausherrinnen aber einen Gang höher. Ein 5:0-Lauf bedeutete eine 10:5-Führung für den Favoriten. Diese Führung gab die HSG bis zum Halbzeitpfiff dann auch nicht mehr aus der Hand.

Trainer Prinz musste sich für die zweite Halbzeit etwas überlegen. Er stellte Friedrich und V. Oberling in den Mittelblock, um den Spielfluss der Gastgeberinnen zu unterbinden - eine Maßnahme, die sofort die gewünschte Wirkung brachte.

Die Gastgeberinnen blieben die ersten sieben Minuten der zweiten Hälfte auch dank einer toll haltenden Aishe Sadowski ohne Torerfolg. Vorne brachten die Treffer von Lisa Friedrich, Nilda Sahin und Mona Gerstmayr den 11:12-Anschluss.

Handballkrimi zum Schluss

Jetzt entwickelte sich ein wahrer Handballkrimi. Nach 43 Spielminuten konnte die SHB mit der starken Spielführerin Cara Sturm sogar mit 15:14 in Führung gehen. Das Spiel war komplett gekippt.

Doch so einfach ließen sich die starken HSGler nicht abschütteln. Wieder holte sich der Tabellenzweite die Führung zurück, die nun immer wieder wechselte. So ging es bis kurz vor dem Ende.

Beim Stand von 22:23 aus Sicht der SHB waren noch zwei Minuten zu spielen. Zehn Sekunden vor dem Ende wurde Anki Oberling von HSG-Spielerin Costanzo umgerissen. So gab es einen Platzverweis und einen Strafwurf mit Ablauf der Spielzeit.

Nerven wie Drahtseile zeigte dann Lisa Friedrich. Mit einem Beinschuss verwandelte sie den Siebenmeter zum 23:23. Aufgrund der kämpferischen Leistung war es ein verdienter Punkt für die Mannschaft von Trainer Prinz, die jetzt auf das Derby am 31. März in Bolheim gegen die TSG Schnaitheim hinfiebert.

Sadowski, Serwe; Sturm (3), Sahin (3), Schweda, Wiedmann, V. Oberling (1), Braun (1), Friedrich (8/4), Gerstmayr (5/3), Feth (1), A. Oberling (1)