Dettingen Volleyball: Kein Sieg in der neuen Halle

Gute Ansätze waren – so wie bei diesem Angriff über die Mitte von Fabian Dietz – wieder da, doch letztlich musste sich die SG Volley Alb in der schmucken neuen Linkenhalle den Gästen aus Eningen mit 1:3 Sätzen geschlagen geben.
Gute Ansätze waren – so wie bei diesem Angriff über die Mitte von Fabian Dietz – wieder da, doch letztlich musste sich die SG Volley Alb in der schmucken neuen Linkenhalle den Gästen aus Eningen mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. © Foto: Christian Thumm
Dettingen / Rolf Grimm 04.12.2018
Die SG Volley Alb zieht im Spiel gegen den TSV Eningen vor schöner Kulisse mit 1:3 Sätzen den Kürzeren und steht damit weiterhin am Tabellenende.

Alles war für ein Fest gerüstet. Die neue Lindenhalle bot eine wunderbare Kulisse für das Spiel gegen einen direkten Konkurrenten, den man als schlagbar eingestuft hatte. Die Volleyballgemeinde (rund 150 Fans) hatte sich versammelt, viele Zuschauer aus anderen Sportarten waren in die Halle gekommen, die Dettinger wollten ihr neues Prunkstück live sehen. Nur der Gegner spielte nicht mit, der TSV Eningen schlug die SG Volley Alb mit 3:1 und nahm die drei Punkte mit.

Trainer Hans-Jörg Bär konnte außer Libero Peter Fröscher und Adam Peller alle derzeitig einsatzfähigen Spieler aufbieten. Die Hausherren starteten auch mutig und druckvoll, Ralph Klein brachte sein Team 4:1 in Front. Dann schlichen sich die ersten Fehler ein, der Eninger Aufschlag brachte die SG durcheinander. Trainer Bär nahm beim 5:7 die erste Auszeit, welche die Gastgeber nutzen konnten. David Wörner schaffte mit einem seiner wuchtigen Schläge den 8:8-Ausgleich.

Danach waren die Punkte umkämpft, allerdings stets mit dem besseren Ende für die routinierten Gäste, die unaufhaltsam davonzogen. Die Älbler vermochten es nicht, die Angriffe erfolgreich abzuschließen, blieben ein ums andere Mal am gegnerischen Block hängen und boten kaum Gegenwehr bei Eninger Angriffen. So war der erste Durchgang eine sichere Beute für den Gast (25:19).

Zweiter Satz lange Zeit offen

David Suchanka eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem schönen Angriff, die Älbler blieben dran und zogen mit raffinierten Lobs auf 7:4 davon. Die Gäste mussten eine Auszeit nehmen, die große Wirkung zeigte. Mit dem nötigen Glück drehten die Eninger das Ergebnis, zwangen die SG-Annahme zu Fehlern und kamen mühelos gegen den Block der Gastgeber durch. SG-Trainer Bär versuchte mit Rombout Hanschke auf der Zuspielposition neue Impulse zu setzen, was auch gelang. Die Älbler kamen bis auf einen Punkt heran und beim 17:18 sah es gut aus, man war wieder im Spiel. Unerklärlich, wie dann der zweite Satz doch noch verloren ging, und das mit 19:25 deutlich.

Nun musste der nächste Satz gewonnen werden, wollte man noch Punkte ergattern. Bär setzte wieder Kamper als Zuspieler ein und Volley Alb legte mächtig los. Wörner und Ralph Klein machten richtig Stimmung, die SG zog auf 6:3 davon. Aber schnell war durch Annahmefehler und einen schlechten Aufbau der Gleichstand da. Bis zum 13:13 konnte kein Team davonziehen, immerhin waren die Gastgeber jetzt auch über die Mitte erfolgreich – ein gutes Mittel, wie Christoph Klein und Dietz zeigten. Die Gäste schwächelten und trotz eines kleinen Einbruchs konnten sich die Gastgeber den Satz verdient mit 25:22 holen.

Es ging also doch etwas. In alter Aufstellung gingen die Einheimischen elanvoll in den vierten Spielabschnitt. Wörner und Ralph Klein brachten mit kraftvollen Angriffen ihr Team 6:3 in Front. In dieser Phase gelang es aber den Gästen, mit druckvollen Aufschlägen die SG-Annahme zu verunsichern. Eningen nutzte die Schwäche der Älbler gnadenlos. Beim Stand von 10:15 musste Libero Sebastian Hitzler aufgeben und Felix Hehn nahm regelkonform seinen Platz ein. Er machte seine Sache sehr sicher.

Noch einmal kamen die Gastgeber mit Dietz und Suchanka heran, allein der selten geblockte Eninger Diagonalangreifer vermasselte den Gastgebern die Party, indem er mehrmals hintereinander punktete. Eningen holte sich den Satz mit 25:18 und nahm drei wichtige Punkte mit.

SG Volley Alb hatte von diesem Spiel mehr erwartet, denn Eningen hatte im bisherigen Saisonverlauf auch Schwächen gezeigt.

Die Situation bleibt schwierig

Aber die Lücken, welche die abgewanderten Leistungsträger hinterlassen haben, konnten noch nicht geschlossen werden. Geduld und ein langer Atem sind angesagt. Die Tabelle spricht eine klare Sprache, Hoffnung machen aber der Heimsieg gegen Remshalden und der Auswärtspunkt in Ludwigsburg. SG Volley Alb: Kamper, Hanschke, Hitzler, R. Klein, Chr. Klein, Rudolph, Suchanka, Wörner, Hehn, Dietz

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