Osnabrück Nachwuchs-Fechterin Alexandra Zittel zieht den „Großen“ davon

Überraschte mit dem DM-Titel in Osnabrück: Alexandra Zittel, hier mit ihrem Trainer Philipp Stein.
Überraschte mit dem DM-Titel in Osnabrück: Alexandra Zittel, hier mit ihrem Trainer Philipp Stein. © Foto: privat
Osnabrück / Jannik Blank 08.05.2018
Die 13-jährige Alexandra Zittel vom HSB siegt bei den deutschen A-Jugend-Meisterschaften der Degenfechter in Osnabrück.

Ein sensationeller Sieg gelang Alexandra Zittel vom HSB bei den deutschen Meisterschaften des Fecht-Nachwuchses in Osnabrück. Obwohl sie noch der B-Jugend angehört, behauptete sich die 13-Jährige gegen die erfahrenere Konkurrenz der A-Jugendjahrgänge (14 bis 16 Jahre). Das starke Abschneiden der Heidenheimer wurde abgerundet durch die Goldmedaille im Teamwettbewerb der Damen und Silber für die Herren-Mannschaft.

Insgesamt acht Damen des HSB waren unter 74 Teilnehmerinnen am Start. Alexandra Zittel überzeugte schon in der Vorrunde und ließ sich in den sechs Gefechten keinen Sieg nehmen. Somit war sie von dem ersten Direktausscheidungsgefecht im 128er K.o befreit.

Von Beginn an auf Siegkurs

Über Siege gegen Linda Schmid (TV Augsburg) mit 15:8, Seraphina Ackermann (FC Leipzig) mit 15:5 und Anabell Helbig (FC Bischofswerda) mit 15:10 erreichte sie zielsicher das Viertelfinale. Hier traf sie auf Elena Kirschner vom FZ Solingen, die zuvor im Achtelfinale Pauline Loh (Heidenheimer SB) mit 15:12 schlagen konnte. Mit dem überraschenden 15:13-Sieg über Kirschner (Solingen) war Alexandra Zittel ein Podestplatz sicher.

Doch damit nicht genug: Auch im Halbfinale agierte die Heidenheimerin voll konzentriert. In einem spannenden Duell setzte sie zum Schluss den entscheidenden Treffer und holte sich den Sieg mit 15:14 gegen Felicitas Grollmisch (FC Leipzig).

Mit Gold im Visier begann Zittel auch im Finale, zielsicher Treffer für Treffer zu setzen und ging früh mit 10:1 in Führung. Gegen Kerstin Greul, die dieses Jahr zur EM und WM der A-Jugend nominiert wurde, ließ sich Zittel die Führung nicht mehr nehmen. Mit einem deutlichen 15:6-Erfolg wurde sie deutsche Meisterin.

Begeisterter Trainer

„Ein sensationeller Sieg von Alexandra“, kommentierte Trainer Philipp Stein. „Als 13-Jährige gegen die A-Jugendlichen zu bestehen und besonders das Finale so konsequent zu gewinnen, ist eine überragende Leistung“ so Stein weiter.

Als weitere B-Jugendliche erreichten Carolina Alves de Lima und Anna Karsten das Achtelfinale. Aleves de Lima unterlag Felicitas Grollmisch mit 8:13 und wurde Zehnte. Karsten unterlag Janina Amuser (FZ Solingen) mit 13:15 und belegte Platz 15. Die weiteren Platzierungen der HSB-Fechterinnen: 19. Carolin Teuber, 22. Giulia Albrecht, 56. Mariella Tomic.

Im Einzelwettbewerb der Herren gingen ebenfalls acht Heidenheimer an den Start. Hier setzte sich Cedric Reiser als bester Heidenheimer bis ins Achtelfinale durch, musste sich jedoch dann Keanu Nagel aus Warendorf mit 10:15 geschlagen geben.

Mit Janik Ritz erreichte ein weiterer HSBler die Runde der besten 16 Fechter, verpasste aber ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale, indem er mit 9:15 dem späterem deutschen Meister Emil Pfander aus Reutlingen unterlag. Die weiteren Platzierungen: 17. Jakob Blum, 19. Henri Zimmermann, 36. Leonhard Müller, 53. Benedict Schenkengel, 56. Till Giese, 81. Matthew Bülau.

Gold und Silber für HSB-Teams

Im Mannschaftswettbewerb vertraten Henri Zimmermann, Cedric Reiser, Jakob Blum und Leonard Müller das HSB-Team. Nach drei deutlichen Siegen in der Vorrunde wurde das Fechtzentrum Solingen (45:33) und der FC Krefeld (40:31) geschlagen. Über Solingen (45:34) erreichte der HSB das Finale, wo er dann aber Reutlingen mit sechs Treffern unterlag.

Einen goldenen Abschluss erzielte im Mannschaftswettbewerb das Damendegen-Team. Giulia Albrecht, Alexandra Zittel, Carolin Teuber und Pauline Loh zogen mit Erfolgen über STG Warendorf/Gladbeck (44:29), TSF Ditzingen (45:34) und den OFC Bonn (45:35) ins Finale ein und bezwangen dort Solingen mit 45:24.