Nattheim Maurer als Wegbereiter für den Triumph im Ringer-Derby

Im Schwergewicht hatte Nattheims Julian Fauth (roter Dress) gegen den Herbrechtinger Kristof Wittmann klar das Nachsehen, doch insgesamt triumphierte die TSG in einem hochklassigen und gut besuchten Derby.
Im Schwergewicht hatte Nattheims Julian Fauth (roter Dress) gegen den Herbrechtinger Kristof Wittmann klar das Nachsehen, doch insgesamt triumphierte die TSG in einem hochklassigen und gut besuchten Derby. © Foto: Stefan Rühle
Nattheim / Martin Rößler 03.12.2018
Die TSG Nattheim siegt zu Hause mit 19:13 Punkten gegen die TSV Herbrechtingen. Mit seinem Schultersieg nach Punktrückstand wurde Martin Maurer zum Matchwinner des Abends.

Zahlreiche Zuschauer verwandelten die Nattheimer Ramensteinhalle am Wochenende in einen Hexenkessel: Nach einem glücklichen Vorrundensieg für die TSG (18:13 Punkte) fand der Rückkampf im Kreisderby zwischen der TSG und dem TSV Herbrechtingen statt. Mit 19:13 Punkten konnten die Nattheimer auch diesen Kampf für sich entscheiden. Damit konnte die TSG den dritten Tabellenplatz der Verbandsliga erhalten.

Einen Auftakt nach Maß feierte für die TSG Richard Racz, der dem Ex-Nattheimer Muhammed Tasdelen die erste Saisonniederlage beibrachte. Zu Beginn war der Herbrechtinger aktiver, konnte in Führung gehen, aber die angeordnete Bodenlage nicht zu weiteren Punkten nutzen. Im weiteren Kampfverlauf zeigte sich Racz aktiver und bekam die angeordnete Bodenlage zugesprochen, die er mit zwei Durchdrehern nutzte. Damit entschied der TSGler den Kampf mit einem Punktsieg für sich.

Führung zur Pause

Im folgenden Kampf hatte Julian Fauth für die TSG den Ungarn Kristof Wittmann zum Gegner. Zu Beginn konnte der Nattheimer den Kampf offen gestalten bis der Herbrechtinger zunehmend die Offensive suchte und mit einigen Takedowns schließlich den Überlegenheitssieg erringen konnte. Die nächsten Punkte strich Akif Sen kampflos ein. Der TSV stellte ihm keinen Gegner. Anschließend baute Robert Ersek die Punkte für die TSG aus, indem er gegen Christoph Krämer mit einer Durchdreherserie zum Überlegenheitssieg kam.

Im letzten Kampf vor der Pause kam es zum richtungsweisenden Duell zwischen Martin Maurer für die TSG und Eduard Kruse, der die ersten Punkte sammelte. Doch dann kam die Stunde des Nattheimers. Bei einem Angriff von Kruse konnte Maurer den Herbrechtinger an der Hüfte abfassen und in die gefährliche Lage bringen, aus der es für Kruse kein Entrinnen gab. Mit seinem Schultersieg wurde Maurer der Matchwinner des Abends und stellte den deutlichen Pausenstand von 14:4 für die TSG her.

Doch da der TSV in der zweiten Hälfte starke Ringer aufgestellt hatte, war die Führung keineswegs siegbringend. Entsprechend motiviert ging Tobias Kuhn gegen Markus Waldenmayer in den Kampf. Kuhn startete dominant, konnte aber zunächst keine Wertung erkämpfen. Beide Ringer wurden einmal ermahnt, ehe Kuhn nach einem Beinangriff in Führung ging und verdient nach Punkten gewann.

Riek siegt gegen starken Gegner

Eine schwere Aufgabe für die TSG hatte Jan Riek gegen den Herbrechtinger Punktegaranten Mihai Vranceanu. Zu Beginn tasteten sich beide Ringer ab, es kam zu keiner Wertung. Nach Aufforderung des Schiedsrichters mussten beide Ringer mehr riskieren, wobei sich die Erfahrung des Herbrechtingers, der in Führung ging, zeigte. Dennoch konnte Riek dem TSVler kurz vor Schluss eine Wertung abtrotzen, sodass er ihm nur einen 2:0-Punktsieg überließ.

Mit Riccardo Caricato hatte Julian Michler einen starken Nachwuchsringer zum Gegner. Der Herbrechtinger DM-Teilnehmer konnte auch gleich in Führung gehen, ehe er die angeordnete Bodenlage zu einem Ausheber nutzen konnte. Mit einer weiteren angeordneten Bodenlage konnte er sich mit Durchdrehern den Überlegenheitssieg sichern.

Bei einem Gesamtstand von 17:10 und zwei ausstehenden Kämpfen konnte Jürgen Hartung mit einem Sieg oder einer niedrigen Niederlage den Sieg für die TSG sicherstellen. Entsprechend abwartend ging der Nattheimer gegen Jonas Biener in den Kampf. Der Herbrechtinger war zunächst aktiver, konnte sich aber in der Bodenlage keine weiteren Punkte erkämpfen. Hartung suchte die Zwiegriffsituationen, in denen er sich zweimal mit einem Hüftschwung durchsetzte und deutlich in Führung ging.

Eine Schrecksekunde gab es für die TSG, als sich Biener in der letzten Kampfminute mit einem Hüftschwung durchsetzen konnte und den Nattheimer in die gefährliche Lage brachte, aus der sich dieser aber befreien konnte. Damit strich Hartung den Punktsieg ein und sicherte den Derbysieg für die TSG.

Abschließend hatte Marius Oechsle in einem nicht mehr kampfentscheidenden Match den Herbrechtinger Spitzenringer David Dobre zum Gegner. Er zeigte sich von dessen Klasse unbeeindruckt und kämpfte jede Situation aus. Schlussendlich setzte sich der Herbrechtinger mit einem 0:3-Punktsieg durch. Damit endete der Kampf mit 19:13 Punkten für die TSG Nattheim.

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