Fechten Lufthansa-Streik: Wie kommen die Fechter zum Weltcup in China?

Die Vereinigung Cockpit rief Ihre Piloten der Lufthansa zum Streik auf.Bild: leeres Lufthansa Abfertigungsterminal
Die Vereinigung Cockpit rief Ihre Piloten der Lufthansa zum Streik auf.Bild: leeres Lufthansa Abfertigungsterminal © Foto: Eibner-Pressefoto (Eibner-Pressefoto)
Heidenheim / Stefanie Kirsamer 09.11.2015
Die deutschen Degenfechterinnen um die Heidenheimerin Ricarda Multerer wollen zu Olympia 2016 in Brasilien. Dafür benötigen sie noch dringend Punkte, die sie zum Beispiel beim Weltcup in China holen könnten. Doch wie hinkommen, wenn bei der Lufthansa gestreikt wird?

Streik, mal wieder. Und schon wieder bei der Lufthansa. Aber diesmal streiken zur Abwechslung mal nicht die Piloten, sondern die Flugbegleiter. Die sind aber genauso wichtig, denn auch ohne die Stewards geht kein Flieger in die Luft. Nicht nur blöd für Urlauber, sondern auch für die Deutsche Fechter-Nationalmannschaft der Damen um die HSBlerin Ricarda Multerer. Die steht sowieso schon unter Druck. Denn die bisherigen Saisonergebnisse waren „nicht so berauschend“ wie Jochen Kassel, Leiter der Heidenheimer Fechtabteilung, gesteht.

Ziel der Damen ist es, sich für Olympia nächstes Jahr in Rio de Janeiro (Brasilien) zu qualifizieren. „Mittlerweile muss fast ein Wunder her“, sagt Kassel. Denn die Qualifikation für Olympia sei schwieriger als der Wettkampf an sich – nur vier Teams aus Europa dürfen zu den Spielen. Und die Konkurrenz aus Italien, Ungarn und Frankreich ist gut. Die bisherige Ausbeute der Damenmannschaft um Ricarda Multerer und Ex-HSB-Fechterin Monika Sozanska seien hinter den Erwartungen geblieben. Um sich noch für Olympia zu qualifizieren müssen die Degenfechterinnen beim nächsten Weltcup mindestens unter die ersten vier kommen.

Doch dazu müssen sie erstmal zum Turnier, das am Freitag in der chinesischen Stadt Xuzhou stattfindet. Ohne Flugzeug nahezu unmöglich. Eigentlich würde der Flieger am Dienstag um 17 Uhr ab Frankfurt gehen. Doch die Flugbegleiter setzen ihren Streik fort. Bis Montag gab es bei den Fechterinnen keinen Plan B, die Mannschaft ging davon aus, dass ihr Flug nach China planmäßig geht. „Doch ganz sicher können wir erst eine Stunde vor Abflug sein“, sagte Ricarda Multerer am Montag während ihres Trainings. Es bleibt abzuwarten, ob die deutsche Equipe im Flieger gen China sitzen wird oder nicht.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel