Handball SHB-Handballer müssen jetzt punkten

Volle Konzentration fordert SHB-Interimstrainer Michael Kling (Dritter von links) von seinen Schützlingen. Morgen wartet in Esslingen mit der SG Hegensberg/Liebersbronn ein Kontrahent auf Augenhöhe.
Volle Konzentration fordert SHB-Interimstrainer Michael Kling (Dritter von links) von seinen Schützlingen. Morgen wartet in Esslingen mit der SG Hegensberg/Liebersbronn ein Kontrahent auf Augenhöhe. © Foto: Sabrina Balzer
Handball / Thomas Grüninger 09.11.2018
In der Handball-Württembergliga stehen der abstiegsbedrohten SG Herbrechtingen/Bolheim zwei richtungsweisende Spiele bei der SG Hegensberg/Liebersbronn und gegen die HSG Ostfildern bevor.

Von zehn Spielen hat die SHB nur eines gewonnen, eines unentschieden gespielt und – stattliche acht verloren. Die Quittung dieser mageren Ausbeute ist an der Tabelle ersichtlich. Nur Aufsteiger HC Hohenems ist schlechter platziert als die Herbrechtinger.

Das kann sich aber in den kommenden Tagen ändern. Am morgigen Samstag (20.15 Uhr) spielt die SHB bei der SG Hegensberg/Liebersbronn, eine Woche später (am 17. November) empfängt sie die HSG Ostfildern. Diese beiden Kontrahenten stecken ähnlich tief im Schlamassel. Mit anderen Worten: Die Herbrechtinger stehen vor zwei absolut richtungsweisenden Partien. Sie können sich selbst aus dem Sumpf ziehen – oder noch tiefer in den Sog geraten.

Die Bedeutung beider Spiele will auch SHB-Interimscoach Michael Kling nicht herunterspielen, zugleich warnt er aber auch vor einer Überschätzung der bevorstehenden Aufgaben: „Es sind zwei extrem wichtige Spiele, keine Frage. Aber die Saison ist noch lang, deshalb sollte man auch nicht zu hochgreifen und die Situation so dramatisieren, alles hänge alles von diesen beiden Spielen ab.“

Die Köpfe sind wieder frei

Kling ist zuversichtlich, dass es nach zuletzt fünf Niederlagen morgen in Esslingen (gespielt wird in der Halle an der Römerstraße) gegen die SG Hegensberg/Liebersbronn wieder zu einem doppelten Punktgewinn reicht. Das spielfreie Wochenende, an dem sich die SHB-Akteure nur zur Altpapiersammlung trafen, habe sicher gut getan, „um die Köpfe freizubekommen“, meinte der Coach.

Sehr zufrieden war er mit der Trainingsleistung am Dienstag. „Da waren die richtigen Ansätze erkennbar.“ Nach wie vor seien seine Schützlinge auch selbstbewusst genug, um dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.

Genau das wird nach Einschätzung des Trainers auch erforderlich sein. „Wir bereiten uns auf den Gegner vor, aber wir werden vor allem auch unsere eigenen Stärken im Fokus haben. Wir müssen das Tempo bestimmen. Das ist ein ganz wichtiger Faktor“, sagte Kling.

Nach wie vor auch sei das Selbstbewusstsein vorhanden, um den Schalter umzulegen. „Die Mannschaft lebt“, bekräftigte Kling, „sonst hätten wir gegen Heiningen nach der Pause einen Rieseneinbruch gehabt. Wir haben aber in der zweiten Halbzeit 13:13 gespielt.“

Wichtig sei es jetzt, auch über längere Phasen des Spiels konstant zu bleiben. „Wenn wir es schaffen, über 50 Minuten eine Topleistung zu bringen, können wir jeden Gegner schlagen“, zeigte sich Kling überzeugt.

In Esslingen müsse man morgen allerdings auch kühlen Kopf bewahren: „Ich kenne die Halle. Das ist ein unangenehmer Kessel, in dem viel Druck von oben gemacht wird.“

Nur Kling selbst fällt aus

Das spielfreie Wochenende kam den Herbrechtingern auch deshalb ganz gelegen, weil einige Spieler leicht angeschlagen waren und sich nun auskurieren konnten. Dadurch kann Kling am morgigen Samstag wohl aus dem vollen Personal-Fundus schöpfen – mit einer Ausnahme: Er selbst muss sich voll auf seine Trainertätigkeit konzentrieren, ein Einsatz auf dem Spielfeld käme für Kling noch zu früh.

„Nach aktuellem Stand habe ich Handballverbot bis zum Jahresende 2018“, sagte der Interimscoach, der sich vor Wochen eine Knochenverletzung am Daumen zuzog und nun von ärztlicher Seite eine längere Schonung verordnet bekam.

HeLi beendete Durtstrecke von fünf Niederlagen

Mit dem jüngsten 30:28-Heimsieg gegen Rot-Weiß Laupheim beendete der morgige SHB-Kontrahent SG Hegensberg/Liebersbronn (kurz: HeLi) eine Durststrecke von insgesamt fünf Niederlagen hintereinander.

Trainer Jochen Masching lobte nach dem Spiel „den sehr guten Kampf und die sehr gute Einstellung“ seiner Schützlinge, die ebenso wie die SG Herbrechtingen/Bolheim am vergangenen Wochenende pausieren durften.

Im zweiten Spieljahr gehört die Handball-Spielgemeinschaft aus den beiden Esslinger Vororten Hegensberg und Liebersbronn der Württembergliga an. Zuvor gelang ein Durchmarsch aus der Bezirksliga.

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