Heidenheim Draufgeblickt (29): Hürdenlauf im Sportpark des HSB

Heidenheim / Sandra Gallbronner 01.09.2018
Vor neun Jahren entstand der Sparkassen-Sportpark in der Heidenheimer Weststadt. Doch rund lief es dort lange nicht.

Viel gebaggert wurden in den vergangenen zehn Jahren an der Sportanlage an der Wilhelmstraße – der Heimstätte des Heidenheimer Sportbunds (HSB). So entstand 2009 mit dem „Sparkassen-Sportpark“ zunächst eine komplett neue Außenanlage, drei Jahre später eine neue Sporthalle. Sechs Millionen Euro kosteten die Arbeiten.

Die Entwicklung war Teil des Sportentwicklungsplans der Stadt Heidenheim. Da das damalige Albstadion auf dem Schlossberg zu einem reinen Fußballstadion umfunktioniert wurde, musste für die Leichtathleten des HSB eine Alternative gefunden werden. Die Lösung: das Gelände des Vereins.

Komplett neue Außenanlage

Zunächst musste der alte Kunstrasenplatz der Fußballer weichen. An seine Stelle traten eine Tribüne, drei Beachvolleyballfelder, eine Weitsprung- sowie Hochsprunganlage. Dahinter – in Richtung des Waldfreibads – trainieren seither die Werfer. Im unteren Bereich der Sportanlage – auf Höhe der Sportalle und des Vereinsheims – befand sich bis 2009 ein Fußballfeld. Im Zuge der Bauarbeiten wurde dort eine Leichtathletik-Kampfbahn errichtet. Die Baukosten für die gesamte Außenanlage in Höhe von 1,7 Millionen Euro übernahm die Stadt Heidenheim.

2012 wurde die Sporthalle des HSB abgerissen. Die neue Halle – das „Voith-Sportzentrum“ – wurde im Herbst 2013 eingeweiht. Die Kosten beliefen sich auf 4,3 Millionen Euro, die von Stadt, Verein und dem Württembergisch Landessportbund getragen wurden.

Zumindest die Freude an der neuen Außenanlage währte nicht lange. Bereits ein Jahr nach der Fertigstellung des Sportparks löste sich der Belag der Laufbahn ab.

Daraufhin begann ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Stadt und dem von ihr beauftragten Sportanlagenbauer sowie dem mit der Bauaufsicht befassten Architekten. Das Verfahren endete im Januar 2017 mit einem Vergleich: Die Bahnen werden komplett erneuert, der Generalunternehmer zahlt die Kosten von 200 000 Euro, und die Stadt beteiligt sich mit 15 000 Euro. Zudem beschloss der Gemeinderat auf einen strapazierfähigeren Bahnbelag zurückzugreifen. Die Mehrkosten von 150 000 Euro gingen jedoch zur Lasten der Stadt.

Dennoch mussten die Sportler über ein Jahr warten bis die Schäden ausgebessert waren. Denn auch der Unterbau der 400-Meter-Bahn wies Schäden auf. Erst im Mai diesen Jahres hatte die Odyssee ein Ende.

Eingeschränkungen für die Sportler

Wegen des Baupfuschs wurde die 400-Meter-Bahn des „Sparkassen-Sportparks“ ab 1. Juli 2017 gesperrt. Die HSB-Leichtathleten mussten daher für knapp anderthalb Jahre auf die Sportanlage beim Berufsschulzentrum im Heckental ausweichen.

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