Turnen, 2. Liga HSB-Turnerinnen sichern sich den Klassenerhalt

Eine starke Vorstellung bot Nicole Fritz beim letzten Wettkampf in Dresden, wo sie drittbeste deutsche Turnerin der 2. Liga war. Trotz der beruflichen Belastung will die langjährige Leistungsträgerin auch im kommenden Jahr für den HSB antreten.
Eine starke Vorstellung bot Nicole Fritz beim letzten Wettkampf in Dresden, wo sie drittbeste deutsche Turnerin der 2. Liga war. Trotz der beruflichen Belastung will die langjährige Leistungsträgerin auch im kommenden Jahr für den HSB antreten. © Foto: Hrivatakis
Heidenheim / HZ 15.11.2017
Nach dem letzten Wettkampf in Dresden stehen die Heidenheimerinnen auf Rang vier der Tabelle und feiern damit den sichern Klassenerhalt. Nicole Fritz zeigt zum Abschluss eine starke Leistung.

Nach den vorangegangenen Ergebnissen konnten die HSB-Damen als Tabellenvierter relativ entspannt in diesen letzten Wettkampf gehen. Nicole Fritz stand dem Team an diesem Tag an allen vier Geräten zur Verfügung und war auch wieder die fleißigste Punktesammlerin. Am Ende erturnte sie in Dresden 45,6 Punkte und war drittbeste deutsche Vierkämpferin der zweiten Bundesliga.

Die HSBlerinnen kamen am Stufenbarren gut durch die Übungen. Lediglich ein Zwischenschwung von Lia Nemeth kostete 0,5 Punkte. So holten die Heidenheimer Damen an ihrem eigentlich schwächsten Gerät ordentliche 38,35 Punkte.

Zittern am Balken

Der Balken wurde dann zum Zittergerät. Nicole Fritz ging als erste ans Gerät und musste einen Sturz beim Salto vorwärts in Kauf nehmen. Mit 10,35 holte sie dennoch die höchste Wertung für die Mannschaft. Auch Tamea Friedl (9,7 Punkte) und Elisa Kuen (9,9) kamen nicht fehlerfrei durch ihre Übungen und mussten das Gerät verlassen. Tabea Preisendanz (7,4), die eigentlich eine sichere Größe an diesem Gerät ist, fand überhaupt nicht in ihre Übung und hatte gleich drei Stürze. Somit verlor das Team an diesem Gerät sechs Punkte und blieb mit insgesamt 37,35 Zählern weit hinter den Möglichkeiten zurück.

Am Boden zeigten die Heidenheimerinnen wieder, was in ihnen steckt. Nicole Fritz (11,6) und Sarah Nolle (11,75) turnten beide den geforderten Doppelsalto. Auch Elisa Kuen (10,6) und Tabea Preisendanz (9,5) überzeugten. 43,45 Punkte am Boden waren das viertbeste Ergebnis aller Teams an diesem Tag und absolut zufriedenstellend.

Der abschließende Sprung brachte 48,2 Punkte, ebenfalls das viertbeste Ergebnis. Sarah Nolle (12,1) und Tabea Preisendanz (12,0) zeigten einen gebückten Tsukahara sicher zum Stand. Tamea Friedl hatte beim Überschlag mit anschließendem Salto vorwärts gehockt Standprobleme, sie erhielt 11,05 Punkte. Für ihren blitzsauberen Überschlag mit anschließendem Salto vorwärts gebückt, sicher zum Stand, erhielt Nicole Fritz die starke Wertung von 13,05.

Am Ende stand für die HSB-Damen in Dresden mit 167,35 Punkten zwar nur Rang sieben zu Buche, damit verteidigten sie aber ihren vierten Platz in der Gesamttabelle. So gibt es in diesem Jahr weder Auf- noch Abstiegsrelegation, die Saison endet mit dem sicheren Klassenerhalt.

Das Team bleibt zusammen

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt aber nicht. Schon seit Ende der Sommerferien laufen „neben her“ die Vorbereitungen auf die HSB-Turngala, bei der am 20. Januar 2018 unter anderem alle Bundesligaturnerinnen in der Karl-Rau-Halle am Start sein werden. Außerdem beginnt die nächste Runde schon früh. „Es geht quasi nahtlos weiter, die Wettkampfsaison 2018 beginnt schon Anfang März“, erklärt Trainerin Judith Schneider.

Die Aussichten fürs nächste Jahr sind nicht schlecht, denn so wie es aussieht, bleibt die Heidenheimer Mannschaft komplett zusammen. „Im Moment ist das eine sehr homogene Truppe“, freut sich Schneider. Geplant ist zudem, dass jüngere Turnerinnen wie beispielsweise Lia Frasch oder Lia Nemeth zu mehr Einsätzen kommen.