Heidenheim / Thomas Jentscher  Uhr
Vor dem zweiten Wettkampftag in der 2. Bundesliga haben die Heidenheimerinnen allerdings etwas Verletzungsprobleme.

Fast schon „vor der Haustür“ dürfen die Turnerinnen des Heidenheimer Sportbundes ihren zweiten Wettkampftag in der 2. Liga bestreiten: Am Samstag (Beginn 13 Uhr) geht’s in der Ulmer Kuhberghalle wieder um Punkte für den Klassenerhalt.

In der ersten Runde lief es für die HSB-Damen im hessischen Dillenburg nicht ganz nach Wunsch. Nach einigen Stürzen lag das Team zur Hälfte des Wettkampfs an letzter Stelle, arbeitete sich dann aber auf Rang sechs vor. Jetzt gilt es, diese Position zumindest zu bestätigen.

Dabei geht Elisa Kuen nach ihrem grandiosen Auftritt bei der baden-württembergischen Meisterschaft, bei der sie dreimal Gold holte, bestens vorbereitet in den Wettkampf und will viele Punkte für das Team holen. Auch die Verstärkung aus den Niederlanden, Marit Reijnders, ist wieder dabei und wird diesmal wie Kuen an allen vier Geräten an den Start gehen.

Lia Nemeth ist verletzt

Sorgen macht allerdings die Verletzung von Lia Nemeth, die es am Innenband des Ellbogens erwischt hat. Sie war ebenfalls für alle vier Geräte vorgesehen, kann nun aber nur am Balken starten.

„Mit Verletzungen kann man eben nicht planen“, sagt Trainerin Judith Schneider, die dennoch zuversichtlich ist. Mit Elisa Horn und Jenna Dirczka hat sie zwei weitere gute Turnerinnen am Start. „Die können das auch, Lia ist nur routinierter“, erklärt Schneider.

Nachdem beim ersten Wettkampf Jessica Schiele ein kurzes Comeback gab, unterstützt dieses Mal Nicole Fritz wieder das Team. Sie wird zwar nur am Barren eingesetzt, könnte aber möglicherweise gerade dort für ganz wichtige Zähler sorgen. Heidenheims langjährige Spitzenturnerin ist immer noch hoch motiviert, kann aber mittlerweile Training und Beruf einfach nicht mehr unter einen Hut bringen.

Ziel ist das Mittelfeld

Das Ziel der HSB-Damen ist ein sicherer Mittelfeldplatz und der sollte auch möglich sein. „Allerdings weiß man nicht, was sich bei den anderen Mannschaften so tut“, warnt Schneider. So musste das derzeitige Schlusslicht TG Lahn-Dill im ersten Wettkampf auf seine ausländische Turnerin verzichten und hatte einen deutlichen Punktrückstand. Das könnte dieses Mal anders aussehen.

„Ohne die Stürze hätten aber auch wir deutlich besser abgeschnitten“, betont Schneider. Zu Platz vier fehlten nur gut zwei Punkte. Es ist also vieles möglich für die HSB-Damen, die in Ulm vielleicht auch auf etwas Unterstützung von eigenen Fans hoffen dürfen. Die kurze Anfahrt ist jedenfalls schon einmal ein Vorteil.

Keine Relegation und nur ein Absteiger

In der 2. Liga gibt es in dieser Saison eine neue Regelung. Die Relegationskämpfe nach oben oder unten entfallen, es steigt nur noch der Meister direkt in die Bundesliga auf und der Letzte in die 3. Liga ab. Dafür wurde die Anzahl der Wettkämpfe auf vier erhöht. Nach Ulm stehen noch die Runden im niedersächsischen Buchholz (2. November) und in Potsdam (16. November) auf dem Programm.

Für den HSB würde also Rang sieben zum Klassenerhalt reichen, der Anspruch der Heidenheimerinnen ist aber schon ein Platz im Mittelfeld.