Heidenheim HSB-Hockeyherren steigen in die 2. Verbandsliga ab

Es war keine leichte Saison für die HSB-Hockeyherren. Bereits beim ersten Rückrundenheimspiel gegen Konstanz mussten sich die Heidenheimer geschlagen geben.
Es war keine leichte Saison für die HSB-Hockeyherren. Bereits beim ersten Rückrundenheimspiel gegen Konstanz mussten sich die Heidenheimer geschlagen geben. © Foto: Rudi Weber
Heidenheim / Sandra Gallbronner 03.07.2018
Nach einer schwachen Rückrunde verabschieden sich die Heidenheimer Hockeyspieler in die 2. Verbandsliga.

Enttäuscht zeigt sich Spielertrainer Patrick Laun über den Abstieg der HSB-Hockeyherren in die zweite Verbandsliga. Überraschend kam es aber nicht: „Wir haben schon damit gerechnet“, so Laun. Vor allem die Belastung für die Spieler macht dem Verein seit einiger Zeit zu schaffen.

So mussten die Hockeyherren im Spiel gegen die Stuttgarter Kickers III ohne Auswechselspieler antreten und verloren 0:4. Noch brenzliger wurde es zum Saisonabschluss, als der HSB beim TSV Ludwigsburg zu Gast war. Durch viele Verletzte stand die Mannschaft mit neun statt elf Spielern auf dem Feld und musste eine 0:14-Klatsche hinnehmen.

Großes Personalproblem

Vor allem bei Auswärtsspielen spricht Laun von einem „verschärften Personalproblem“. Spiele in Lahr, Konstanz oder Freiburg nehmen einen ganzen Tag in Anspruch. Nicht für alle Akteure ist es ohne weiteres möglich, diese Zeit aufzubringen. Laun hat dazu eine klare Einstellung: „Familie und Arbeit gehen vor.“

Zwar habe die Mannschaft momentan noch 15 bis 16 Spieler, doch ob das bis zum Saisonbeginn im Herbst so bleibt, ist fraglich: „Es ist nicht klar, wer studieren geht. Vielleicht stehen wir plötzlich doch nur mit 14 Leuten da“, erklärt Kapitän Laun.

Neue Spieler zu rekrutieren, ist im Hockey eine beinahe unmögliche Aufgabe. Es gibt wenige Vereine und somit Aktive. Das weiß auch Laun. „Die Hockeyspieler – auch ehemalige – der Region kenne ich alle persönlich. Da brauche ich niemanden zu fragen.“ Immerhin einen Neuzugang hatte der HSB im Winter: Jonathan „Johnny“ Baab wechselte vom Karlsruher TV nach Heidenheim.

Auch ein Trainer fehlt zurzeit

Aber auch auf der Trainerbank gibt es eine Lücke. Franz Maier trat nach der Hallensaison als Übungsleiter der Herrenmannschaft zurück, und kümmert sich um die Damenmannschaft und die weiblichen Jugend. Der neue Trainer im männlichen Bereich, der Ulmer Wolfgang Reck, nimmt sich vorerst nur den Jugendmannschaften an. Somit musste bei den Herren Kapitän Patrick Laun als Spielertrainer fungieren.

Ziel sei es, in der nächsten Saison wieder den Sprung in die erste Verbandsliga zu schaffen. Ob ein Aufstieg realistisch ist, kann Laun allerdings nicht sagen: „Im Moment resümieren wir noch, einen genauen Plan haben wir aber noch nicht.“ Mut macht immerhin die Erinnerung an 2016. Nachdem die Hockeyherren vor drei Jahren abgestiegen waren, schafften sie in der folgenden Saison direkt wieder den Aufstieg.

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