Heidenheim Fünf Homeruns: Heideköpfe schlagen Mannheim

Das Abklatschen der Homerun-Hitter: Mitch Nilsson (links) gratuliert Gary Owens, der am Donnerstag die Kugel sogar zweimal aus dem Stadion beförderte.
Das Abklatschen der Homerun-Hitter: Mitch Nilsson (links) gratuliert Gary Owens, der am Donnerstag die Kugel sogar zweimal aus dem Stadion beförderte. © Foto: Kalle Linkert
Heidenheim / HZ 12.05.2018
Heidenheim Heideköpfe schlagen die Mannheim Tornados mit einer grandiosen Offensivleistung 10:0 und 12:7 – am Sonntag wird die Serie fortgesetzt.

Die ersten beiden Spiele der Serie gegen Mannheim bestritten die Heidenheimer Baseballer mit Bravour, bauten durch das 10:0 und 12:7 vom Donnerstag ihre Tabellenführung weiter aus und boten dabei den Zuschauern im heimischen Ballpark unter anderem fünf Homeruns. Und dies, obwohl mit Jay Pecci und Sascha Lutz weiterhin zwei wichtige Spieler fehlen.

Clayton Freimuth als Starting Pitcher ließ Erinnerungen an das fünfte Spiel der deutschen Meisterschaft 2017 gegen die Bonn Capitals wach werden. Der Amerikaner mit deutschem Pass zeigte eine Glanzleistung – obwohl der Spielbeginn wegen Regens um 45 Minuten nach hinten verschoben werden musste - und brachte die Hausherren ohne Gegenpunkt aus dem Auftaktinning.

Im Rückschlag gelang der hochkonzentriert zu Werke gehenden Heideköpfe-Offensive ein Start nach Maß gegen Mannheims Ex-New-York-Yankees-Spieler Artur Strzalka: Auf den Basehit von Philip Schulz folgte ein Homerun von Mitch Nilsson und so stand nach wenigen Würfen bereits 2:0 für Heidenheim. Gary Owens und Simon Gühring (4 Hits aus 4 Schlagversuchen in diesem Spiel) legten mit harten Schlägen nach und holten so bereits eine 4:0-Führung heraus.

Ende nach sechseinhalb Innings

Ein Zähler im fünften Spielabschnitt und weitere fünf im sechsten schraubten die Führung auf 10:0 in die Höhe, kurz darauf war die Partie aufgrund der Überlegenheitsregel vorzeitig beendet.

Clayton Freimuth holte sich mit acht Strike-outs in sechs Innings den Sieg. Er ließ insgesamt nur zwei Hits und vier Walks zu. Patrick Seyfried sicherte im siebten Durchgang dann den Shutout (kein Punkt für den Gegner).

Mit Youngster Marcel Giraud als Starting Pitcher im Duell gegen Mannheims amerikanischen Werfer Brendan Hornung sicherten sich die Heideköpfe den Doppelsieg an Himmelfahrt. Nach drei Innings auf Augenhöhe zogen die Hausherren von 3:2 auf 11:3 nach fünf Innings davon.

Am Sieg nichts zu rütteln

Doch die Tornados gaben sich keineswegs geschlagen und kämpften sich noch einmal – begünstigt durch Heidenheimer Nachlässigkeiten in der Verteidigung und einem 3-Run-Homerun von Derek Romberg – auf 12:7 heran. Am klaren Heidenheimer Sieg war jedoch nicht mehr zu rütteln.

Mit einem Grandslam-Homerun (alle Bases waren besetzt und damit gab es vier Punkte auf einen Streich) brachte Gary Owens die Heideköpfe im fünften Inning auf die Siegerstraße. Auch Philip Schulz und Johannes Krumm schlugen den Ball aus dem Stadion. Schulz verbuchte vier Hits aus fünf Schlagversuchen und Simon Gühring schaffte das seltene Kunststück, in allen sechs Schlagversuchen an diesem Tag einen Basehit zu erzielen. Giraud, der in fünf Innings nur drei Punkte zuließ, wurde der Sieg zugeschrieben, Julius Spann und Logan Grigsby brachten die Partie sicher zu Ende.

Revanche in Mannheim

Am Sonntag (13 und circa 16.30 Uhr) wird die Serie mit zwei Spielen bei den Tornados fortgesetzt. Die Mannheimer werden im heimischen Stadion auf eine Revanche brennen, die Ausgangsposition für die Heideköpfe ist aber nicht schlecht. Werfer Grigsby hatte nur einen Kurzeinsatz, RJ Hively konnten bisher komplett geschont werden. So ist General Manager Klaus Eckle zuversichtlich, trotz weiterer Verletzungsprobleme zumindest einen Sieg mit nach Hause nehmen zu können.