Heidenheim Hochgefühle beim 4-Cross-Rennen am Hochberg

Heidenheim / Thomas Jentscher 07.05.2018
Bei der ersten deutschen Meisterschaft im 4-Cross in Heidenheim triumphierte nach spannenden Rennen Ingo Kaufmann aus Steinweiler vor dem HSBler Erik Emmrich.

Nur gut eine Minute benötigen die Mountainbiker, um die gut 700 Meter lange Strecke am Hochberg hinunter zu rasen – diese Minute ist aber voller Spannung und spektakulärer Momente.

Bei der Heidenheimer DM-Premiere sahen die Zuschauer am Samstag nach der auf Zeit gefahrenen Qualifikation die 4-Cross-Rennen, in denen immer vier Fahrer gleichzeitig starten. Sie sahen – auf einem bei den Finals in stimmungsvolles Flutlicht getauchten Hang – jede Menge rasante Kurvenfahrten und große Sprünge und sie sahen erfolgreiche Lokalmatadore. Letztlich holte sich Ingo Kaufmann knapp vor Erik Emmrich den Titel.

Erster DM-Titel für Kaufmann

Für den seit Jahren in der nationalen Spitze fahrenden Radsportler des Biketeams Steinweiler/Bikeorado Racing Teams war es der erste deutsche Meistertitel, entsprechend groß seine Freude. „So ein Einzeltitel ist schon etwas besonderes. Es war ein harter Tag für mich, aber am Ende hat's gereicht.“

Im 4-Cross kommen immer zwei Fahrer weiter und da Vorjahresmeister Benedikt Last (Gomaringen) durch einen Plattfuß in der Qualifikation schlecht gesetzt war, traf Kaufmann schon früh auf den Favoriten, musste in allen drei Läufen bis zum Finale Vollgas geben.

Aber auch Erik Emmrich von der gastgebenden HSB-Radsportabteilung, der für Propain Gravity Union startet, war absolut zufrieden, zumal er eigentlich noch bei der Jugend hätte fahren dürfen. „Platz zwei im ersten Rennen in der Elite ist richtig cool, ich hatte mir eigentlich nur vorgenommen, in die Top Ten zu fahren“, so Emmrich.

Überholmanöver im Finale

Und beinahe hätte es sogar zu Gold gereicht. Kaufmann und Emmrich absolvierten den schwierigen Start mit zwei Anlegekurven und einem Step-up-Table fast gleichauf, distanzierten hier schon ihre beiden Konkurrenten. Beim langen Table setzte sich der HSBler an die Spitze, der erfahrene Kaufmann blieb aber dran und zog in der drittletzten Kurve innen vorbei. „Wir trainieren ja zusammen und ich wusste, dass Ingo sehr schnell ist und innen fahren kann“, beschreibt Emmrich das entscheidende Überholmanöver.

Natürlich nutzten die beiden auch den Heimvorteil auf der Strecke am Hochberg, die mit ihren gut 700 Metern und 85 Höhenmetern eine besondere Stellung einnimmt. „Die Strecke ist wirklich megaschnell, zumindest für Deutschland“, betont Kaufmann. Auch die anderen Fahrer und der Verband zeugten Respekt, so wird es wohl nicht das letzte große Bike-Rennen in Heidenheim gewesen sein.

Nicht die letzte Großveranstaltung

Auch das Resümee der Veranstalter fiel gut aus. „Es gab noch kleinere Pannen, aber die können passieren“, erklärt Klaus Bunz von der HSB-Radsportabteilung. Mit Resonanz war das Team ebenfalls zufrieden. „Wir werden sicher wieder ein Rennen veranstalten, ob nochmals eine deutsche Meisterschaft, wird sich zeigen . . . “