Heidenheim Heinz Mahlau wird 75

Heidenheim / Thomas Jentscher 06.08.2018
Der Jubilar schaut auf eine lange sportliche Laufbahn in Heidenheim zurück.

Er ist mit sich im reinen – zu seinem 75. Geburtstag kann Heinz Mahlau heute nicht nur auf eine außergewöhnliche berufliche und sportliche Laufbahn zurückblicken, er ist sich in seiner ebenso engagierten wie streitbaren Art auch stets selbst treu geblieben.

Im westpreußischen Elbing (heute Polen) geboren, kam Mahlau als Zehnjähriger nach Heidenheim. Seine Leidenschaft galt dem Fußball, beim TSB spielte er 17 Jahre lang, wurde dann Abteilungsleiter. Später brachte es Mahlau auf unglaubliche 40 Jahre im Vorstand des Heidenheimer Sportbundes, wurde 1989 dessen technischer Direktor, 1999 zudem Anlagenverwalter.

Im Ruhestand quasi hauptamtlich beim HSB

Dabei hatte der heutige Jubilar alle Hände voll zu tun, trotz der großen Belastung im Beruf als Geschäftsführer der Oberkochener Firma Owema. „Nachdem ich 2008 in Ruhestand ging, war ich quasi hauptamtlich beim HSB“, sagt Mahlau; „was daraus geworden ist, das sieht man ja.“ Der altehrwürdige Jahnplatz verwandelte sich ins Voith-Sportzentrum mit Mehrzweckhalle und Leichtathletikanlagen. Aber auch mit dem Aus-, Ab- und Umbau oder dem Erhalt vieler weiterer Liegenschaften des Großvereins war Mahlau beschäftigt.

Ob es um die Zukunft der Rollsportler ging, um eine mögliche Fusion der Tennisvereine oder um den Hallenbau – stets fand er klare Worte und stets hatten diese Gewicht. Die Stadt Heidenheim verlieh ihm mit der Goldenen Münze ihre höchst sportliche Auszeichnung, vom Landessportbund erhielt er die Ehrennadel in Gold, vom HSB ein ebensolches Schmuckstück mit Brillanten. Zudem wurde er zum Ehrenvorstand ernannt.

Die Zerwürfnisse wurden größer

Doch letztere Auszeichnungen gab er zurück, denn die langjährige Beziehung Mahlau–HSB nahm ein unerwartetes Ende. Das Zerwürfnis entwickelte sich in Etappen, die Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorsitzenden nahmen zu. Letztlich gab die Satzungsänderung zur Einsetzung eines hauptamtlichen Geschäftsführers den Ausschlag. Dabei betont Mahlau weiterhin, dass er keineswegs gegen einen Geschäftsführer ist, sich aber daran stört, dass ein alleinvertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied installiert wurde, das nicht von den Mitglieder gewählt oder abgewählt werden kann.

Trotzdem blickt der Jubilar ohne Bitterkeit auf die Zeit beim Großverein zurück. Und langweilig wird ihm mit seiner Ehefrau, zwei Kindern und vier Enkeln ohnehin nicht. „Ich leide nicht unter HSB-losigkeit“, sagt Mahlau, der Gründungsmitglied des FCH war, gerne mal bei den Baseballern zuschaut und ehrenamtlich in seiner früheren Firma arbeitet. Bei aller Arbeit waren ihm auch die Feste stets wichtig, so wird heute im Kriese der großen Familie gebührend ein dreiviertel Jahrhundert feiert Heinz Mahlau gefeiert.

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