Handball Heimpremiere gleich gegen den Topfavoriten

Mächtig strecken müssen sich die Handballer der SHB (hier im Spiel in Donzdorf vergangenen Sonntag) ganz sicher auch am Sonntag im Heimspiel gegen die SG  Lauterstein. Der Oberliga-Absteiger zählt zu den Titelfavoriten.
Mächtig strecken müssen sich die Handballer der SHB (hier im Spiel in Donzdorf vergangenen Sonntag) ganz sicher auch am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Lauterstein. Der Oberliga-Absteiger zählt zu den Titelfavoriten. © Foto: privat
Herbrechtingen / Thomas Grüninger 14.09.2018
Trotz passablen Starts: Die SG Herbrechtingen/Bolheim sieht sich im Kräftemessen gegen SG Lauterstein in der Außenseiterrolle.

Gleich im ersten Heimspiel der neuen Saison muss sich die SG Herbrechtingen/Bolheim am Sonntag in der Bibrishalle (17 Uhr) auf eine ganz schwere Aufgabe einstellen. „Für uns ist die SG Lauterstein der große Topfavorit in dieser Spielzeit“, lässt SHB-Pressesprecher Jochen Gerstlauer keinen Zweifel an der Qualität des Gegners: „Das wird ein ganz heißer Tanz.“

Die Handballer aus der 2500-Einwohner-Stadt im Kreis Göppingen, die aus den einst selbstständigen Gemeinden Nenningen und Weißenstein besteht, haben sich die postwendende Rückkehr in die Oberliga zum Ziel gesetzt. Während die SHB bereits ihr erstes Saisonspiel absolvierte, geht's für die SG Lauterstein erst am Sonntag los. Die Zielsetzung ist klar: Gleich im ersten Spiel keinen Zweifel daran lassen, dass die Württembergliga-Meisterschaft nur über die SG Lauterstein führt.

Bei der SHB hat man sich zunächst einmal vorgenommen, möglichst lange mitzuhalten, um dann die Chance zu haben, zum Ende hin eine Überraschung zu schaffen. Beim 17:17 am vergangenen Sonntag bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf konnte jedenfalls der erste Zähler schon mal auf die Habenseite gebracht werden, wobei allerdings auch mehr drin gewesen wäre.

Überraschend nervöser Gegner

„Wir waren selbst überrascht, wie fahrig und nervös sich die Gastgeber präsentierten. Angesichts der vielen technischen Fehler, die sie sich leisteten, hätten wir noch mehr Kapital daraus schlagen müssen“, sagt Gerstlauer. Letztlich aber war man im Herbrechtinger Lager durchaus zufrieden, mit einem Punkt an die Brenz zurückgekommen zu sein.

Ob es ein Vorteil ist, dass die SHB im Gegensatz zu ihrem Kontrahenten schon ein Spiel absolviert hat, lässt sich nur schwer sagen. Einerseits dürfte der Punktgewinn gut gewesen sein fürs Selbstvertrauen, andererseits war es „ein knackiger Auftakt“ (so Gerstlauer), der dem einen oder anderen Spieler auch körperlich einiges abverlangte.

So verdrehte sich beispielsweise Torhüter Steffen Stängle das Knie, was angesichts der prekären Torhütersituation bei der SHB schon Schlimmes befürchten ließ. Stängle ist aber glücklicherweise gegen die SG Lauterstein morgen wieder einsatzfähig. Dagegen müssen die Gastgeber auch morgen nochmals auf Janis Bauer verzichten, den die SHB im Rückraum sicherlich gut gebrauchen könnte. Er befindet sich noch im Urlaub.

Trainerduo und ein Rückkehrer aus Göppingen

Als Viertletzter stieg die SG Lauterstein zum Saisonende 2017/18 aus der Oberliga ab, der sie zuvor sechs Jahre lang angehörte. Das Ziel des SHB-Gegners, der auch schon drittklassig war, ist klar: der sofortige Wiederaufstieg.

Dabei vertrauen die Verantwortlichen weiter auf das Trainerduo Timo und Wolfgang Funk.

Große Hoffnungen setzt der Klub auf Linkshänder Jochen Nägele, der von FA Göppingen zurückkehrte, und auf Rechtsaußen für reichlich Tore sorgen soll.

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