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Halbmarathon
Heidenheim / Edgar Deibert  Uhr
Das liebe Wetter war auch in diesem Jahr Thema. Erneut war es sehr warm, wohl zu warm für absolute Topzeiten.

Sonnenmilch! Die Veranstalter des Heidenheimer Sparkassen-Stadtlaufs dachten an alles – nicht nur an genügend Getränk . „Wir haben ein eingespieltes Team. Davon profitieren wir“, sagte Andy Baader vom Organisationssteam.

Insgesamt waren knapp 300 Helfer im Einsatz. Angesichts der Wettervorhersagen wurde die Zahl aufgestockt, so Baader. Insgesamt gingen 3132 Teilnehmer auf die verschiedenen Strecken, im Vorjahr waren es 3709.

Das liebe Wetter war auch in diesem Jahr Thema. Erneut war es sehr warm, wohl zu warm für absolute Topzeiten. Doch wie sehen das die Athleten? „Es ist schwieriger zu laufen, wenn es so heiß ist“, sagte Nicola De Zolt (Team Nubuk Sport). Der 27-Jährige war über die Halbmarathon-Strecke (21,5 km) zwar schnellster Kreisvertreter (und Gesamt-Sechster), sagte aber auch deutlich: „Meine Zeit war richtig schlecht.“ Gestern benötigte De Zolt für die 21,5 Kilometer 1:21:14 h. Zum Vergleich: Vor einem Monat in Nördlingen sei er knapp vier Minuten schneller gewesen.

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Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es an der Spitze. Hier kam Clive Brown (TG Biberach) in 1:13:21 h nur Sekunden vor Maxim Fuchs (LG Passau/1:13:38) ins Ziel. Trotz der hohen Temperaturen waren die beiden deutlich schneller als 2018-Sieger Janosch Kowalczyk, der im Vorjahr 1:15:56 h benötigte. Fuchs siegte übrigens 2017 über die 21,5 km, im Vorjahr wurde er Zweiter auf der 10-km-Strecke.

Sina Maier Zweite über 21,5 km

Die Hitze habe nicht so viel ausgemacht, dieser Meinung ist Sina Maier (Paul Hartmann AG), die als Gesamtzweite über die 21,5 km nach 1:32:41 h ins Ziel kam. Ein sehr gutes Resultat, wenn man bedenkt, dass es erst der dritte Halbmarathon der 25-Jährigen war. „Mein Ziel ist es, unter 1:30 h zu bleiben“, so die Giengenerin, die bei der TSG mit 800 m angefangen hatte, mit der Zeit aber zu längeren Laufstrecken tendierte. Eines Tages werde sie den Marathon in Angriff nehmen, so Maier, die sich gestern dafür schon einmal Tipps von Katrin Ochs abholte.

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Die deutsche Marathonmeisterin (ihrer Altersklasse) von der LG Filder siegte wie im Vorjahr, damals bei ihrem Heidenheim-Debüt. Dieses Mal benötigte die 41-Jährige 1:27:03 h – damit war sie einige Sekunden schneller als 2018. „Es war ja von den Temperaturen ähnlich und eigentlich etwas zu warm“, sagte Ochs, fügte aber an: „So viel macht die Wärme aber auch nicht aus. Es gibt ja viele schattige Stellen auf der Strecke.“ Insgesamt sei sie zufrieden mit ihrer Leistung, in der 2. Runde habe ihr ein bisschen der Druck gefehlt, da sie da alleine unterwegs war. Ihr Fernziel bleibe es, unter 1:20 h zu bleiben.

Erfreulich aus Kreissicht: Karin Elsholtz (TSG Giengen/LG Brenztal) kam als Drittplatzierte ebenfalls aufs Treppchen. Die 49-Jährige hatte im Vorjahr Probleme mit dem Wetter und sei das Rennen in diesem Jahr angesichts der hohen Temperaturen „sehr verhalten“ angegangen. Letztlich kam sie nach 1:32:55 h ins Ziel. „Es ist nicht das, was ich laufen kann“, erklärte Elsholtz. So sei sie im Frühjahr in Freiburg unter 1:28 h geblieben.

„Von den Temperaturen her war es nahezu optimal“, sagte dagegen Tobias Babel (Stadtwerke Tübingen), der in 33:53 min über die 10 km gewann. „Morgens war es angenehm kühl. Im Laufe des Tages wurde es für die Halbmarathonläufer aber zunehmend warm“, so der 38-Jährige, der bei den deutschen Marathonmeisterschaften Ende April Gesamt-23. wurde (Vierter seiner Altersklasse).

Der Qualitätsplaner kommt aus Oberkochen und nutzte die Regenerationsphase, um während seines Heimatbesuchs in Heidenheim, wo er vor zwei Jahren Fünfter wurde, erneut an den Start zu gehen.

Julia Laub Erste über 10 km

Gesamt-Erste bei den Frauen wurde Julia Laub vom SV Mergelstetten. Im Vorjahr wurde die Geislingerin noch Zweite über die 21,5 Kilometer, dieses Mal entschied sie sich für die kurze Distanz. Und dies aus einem einfachen Grund: „Vor zwei Wochen war ich bei einem 57-km-Ultralauf. Und bei der Hitze reicht eine Runde.“

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Die Stimmung sei super gewesen. Allerdings seien es schwere Bedingungen, so Laub. „Eigentlich wären zwölf Grad und bewölkt optimal. Aber wir können es uns ja nicht aussuchen.“

Ähnlich sah es auch Tanja Schröder (HSB), die in 41:46 min Gesamt-Dritte wurde (nach dem zweiten Rang im Vorjahr). „Ich bin zwar zufrieden, ich wäre aber gerne etwas schneller gelaufen. Es war aber etwas zu warm.“ Mit etwas mehr Training möchte Schröder der 40er-Marke näherkommen.

Die zweithöchste Teilnehmerzahl in der 17-jährigen Geschichte des Sportereignisses hatte nicht nur mit den Kilometern sondern auch mit den Temperaturen zu kämpfen.