Heidenheim Heidenheimer Halbmarathon: Immer mehr starke Läufer am Start

Die Konkurrenz auf der Halbmarathon-Strecke wächst.
Die Konkurrenz auf der Halbmarathon-Strecke wächst.
Heidenheim / Thomas Jentscher 10.06.2018
Immer mehr renommierte Athleten finden den Weg an die Brenz – die Siege im Halbmarathon gehen diesmal an Janosch Kowalczyk und eine amtierende deutsche Meisterin Katrin Ochs von der LG Filder.

Wie immer stand beim Heidenheimer Sparkassen-Stadtlauf der Breitensport-Charakter im Vordergrund. Der gute Ruf der Veranstaltung lockt aber auch immer mehr Teilnehmer von auswärts an – darunter durchaus renommierte.

Insgesamt gingen 3709 Teilnehmer auf die Strecke, die von bestimmt doppelt so vielen Zuschauer gesäumt wurde. Sie zusammen machten Heidenheim für einige Stunden wieder zur Läuferhochburg. „Wir sind mehr als zufrieden, die Leute sind begeistert“, sagte Andy Bader vom Organisationsteam. Die Stimmung auf und an der Strecke war prächtig, auch wenn das Wetter erneut „zu gut“ war – denn drückende Hitze drückt auch die Zeiten.

Langstrecken-Spezialist siegt

Dennoch waren die 1:15:56 Stunden von Sieger Janosch Kowalczyk beachtlich. „Das ist ein super Lauf“, sagt der Ludwigsburger, der das erste Mal in Heidenheim startete und mit seiner Zeit zufrieden war. „Ich laufe sonst eher längere Sachen“, erklärt Kowalczyk, der vor vier Wochen bei der Trail-Weltmeisterschaft in Spanien (86 km und 5000 Höhenmeter) Rang zehn belegte.

Kowalczyk verwies Jakub Exner aus Jihlava (1:17:12) klar auf Rang zwei, Mohammed Drammeh von der TSG Giengen kam als bester Kreisvertreter nur knapp 40 Sekunden später als Dritter ins Ziel. Dann klaffte eine kleine Lücke auf den Vierten, „Heidenheims schnellster Eisverkäufer“ Nicola De Zolt. Der Sieger von 2015 benötigte 1:21:24 Stunden.

Ebenfalls ihr Debüt in Heidenheim gab die in 1:27:12 Stunden überragende Siegerin bei den Damen, Katrin Ochs von der LG Filder. Sie hatte sich im April noch in Düsseldorf die deutsche Marathon-Meisterschaft in der Altersklasse W 40 geholt. „Das ist eine sehr schöne Strecke hier. Es war zwar sehr heiß, gab aber auch genug schattige Passagen“, erklärte Ochs, die die 21,1 km zwar schon schneller gelaufen ist, aber mit ihrer Zeit durchaus zufrieden war. Kein Wunder, hatte sie vom Vortag doch noch einen 3000-Meter-Lauf bei einem Meeting in den Beinen.

Julia Laub diesmal auf Rang zwei

Angesichts dieser Konkurrenz konnte Vorjahressiegerin Julia Laub vom SV Mergelstetten mit ihrem zweiten Rang in 1:31:31 gut leben. „Es war wieder sehr anstrengend und ich war etwa eine Minute langsamer als im Vorjahr, aber das macht überhaupt nichts“, so die gut gelaunte 25-Jährige. Denn der Spaßfaktor war für Laub, die als Saisonhöhepunkt den Marathon in Ulm bestreiten will, wie immer hoch.

Neben zahlreichen Startern aus den Partnerstädten Jihlava, Sisak und Clichy hatten überraschend auch einige Gäste aus Finnland für den Heidenheimer Stadtlauf gemeldet, darunter die Dritte bei den Damen, Turpeinen (1:33:51). Auf Rang fünf folgte die für die Heidenheimer Volksbank startende Giengenerin Regina .

Gute Zeiten über 10 km

Über 10 km verbuchte Yassin Osman (LAZ Ludwigsburg) in 33:08 Minuten den Sieg, Zweiter wurde in 34:06 Maxim Fuchs (LG Passau), der Bundeswehr-Arzt hatte im Vorjahr den Halbmarathon in Heidenheim gewonnen. Bester Kreisvertreter wurde Triathlet Andreas Jung vom HSB.

Bei den Frauen setzte sich Lina Kabsch aus Ludwigsburg (39:22), dahinter folgten die beiden Kreisvertreterinnen Tanja Schröder vom gleichnamigen Heidenheimer Architekturbüro in genau 41 Minuten und Karin Elsholtz (TSG Giengen) in 42:33.

Schnellster 5-km-Läufer war Raphael Arnold (LAZ Ludwigsburg), dessen genau 17 Minuten nun der Streckenrekord sind. Bei den Damen dominierte in 20:25 Minuten die Herbrechtingerin Antje Alt vor ihrer Schwester Maike (21:47).

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