Regensburg/Heidenheim Baseball: Heideköpfe-Weste bleibt weiß

Alter schützt vor Leistung nicht: Heideköpfe-Routinier Jay Pecci übernahm in Regensburg die Position des Shortstops und zeigte eine beeindruckende Leistung.
Alter schützt vor Leistung nicht: Heideköpfe-Routinier Jay Pecci übernahm in Regensburg die Position des Shortstops und zeigte eine beeindruckende Leistung. © Foto: Gregor Eisenhuth
Regensburg/Heidenheim / HZ 16.04.2018
Die Heidenheimer gewinnen zwei hart umkämpfte Spiele in Regensburg mit 3:2 und 4:3, Die Heidenheimer gewinnen zwei hart umkämpfte Spiele in Regensburg mit 3:2 und 4:3, sind damit nun Tabellenführer.

Die Spitzenspiele der 1. Liga Süd zwischen den Regensburg Legionären und den Heidenheim Heideköpfen erfüllten in Sachen Klasse und Dramatik alle Erwartungen. Die HSBler gingen nach hartem Kampf zweimal als Sieger vom Platz, führen nach dem 3:2 und 4:3 nun mit makellosen 5:0 Siegen die Tabelle an.

Dabei waren die Voraussetzungen für die Heideköpfe nicht die besten. Mitch Nilsson und Johannes Krumm fehlen noch, weitere Spieler gingen angeschlagen in den Süd-Klassiker und durch den kurzfristigen, verletzungsbedingten Ausfall von Simon Gühring musste General Manger Klaus Eckle zudem sein Infield fast komplett umstellen. Philip Schulz übernahm den Part des Catchers, für ihn spielte Jay Pecci als Shortstop, Ludwig Glaser ging ans dritte Base und Tristan Hurler ans erste.

Infield musste umgebaut werden

Einige Fehler ließen sich so nicht verhindern, insgesamt zeigte die Defense aber eine gute Leistung und wie der 41-jährige Pecci in einer Szene einen durch die Mitte geschlagenen Ball noch erreichte, sich hinter dem zweiten Base abrollte und rechtzeitig zum Aus ans erste warf, hätte der Major League zur Ehre gereicht.

Im ersten Spiel gingen die Heidenheimer im vierten Inning gegen einen stark werfenden Mike Bolsenbroek nach einem RBI-Double von Tristan Hurler mit 1:0 in Führung. Einen Durchgang später erzielte Lukas Jahn das 1:1 für Regensburg. Heideköpfe-Werfer Logan Grigsby haderte etwas mit seiner Kontrolle und lies immer wieder Regensburger per Freilauf auf die Bases, konnte aber mit einer stark aufspielenden Feldverteidigung den Kopf immer wieder aus der Schlinge ziehen.

Julius Spann übernahm den Pitcher's Mound Seite ab dem siebten Spielabschnitt und lieferte eine klasse Partie. So blieb es nach neun Innings beim 1:1 und es ging in die Verlängerung. Im zwölften Spielabschnitt nutzte Marius Buck einen zu hoch geworfenen Pitch von Regensburgs Einwechselwerfer Niklas Rimmel zum 2:1. Doch die Legionäre kamen nach einem Single von Elias von Garßen gegen den nun pitchenden Clayton Freimuth noch einmal zum 2:2 zurück.

Entscheidung durch Sascha Lutz

Schließlich brachte ein Double von Sascha Lutz im fünften Extra-Inning den Punkt zum 3:2 und damit die Entscheidung. Freimuth beendete die Partie mit drei Strike-Outs – insgesamt gelangen ihm in knapp vier Innings neun Strike-Outs – und sicherte den Heideköpfen so nach viereinhalb Stunden hartem Kampf den Sieg.

Auch am Sonntag jubelten die Heideköpfe. Beim 4:3-Erfolg gingen sie früh in Führung und hielten der Aufholjagd der Oberpfälzer am Ende stand. Im dritten Inning legten die HSBler durch drei Punkte nach einem Bunt von Lutz sowie Singles von Pecci und Shawn Larry die Grundlage für den Erfolg. Nachdem Regensburg auf 1:3 verkürzte, stellte Gary Owens mit einem Solo-Homerun den alten Abstand umgehend wieder her.

Doch damit hatte Heidenheim sein Pulver für den Nachmittag verschossen. Die Legionäre hingegen kamen, durch Heidenheimer Fehler begünstigt, noch einmal heran. Ein weiterer Bodenball von Weigl in Kombination mit einem weiteren Error sowie ein Wild Pitch brachten Regensburg bis auf 3:4 heran. Doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr.

Starker Auftritt von Werfer Hively

Pitcher RJ Hively holte sich den Sieg mit sehr guten acht Innings, in denen er nur drei Hits, drei Punkte (1 Earned Run) und Walks zuließ. Clayton Freimuth, der schon am Samstagabend als Closer fungierte, machte dann den Deckel drauf. Bill Greenfield überzeugte auf Regensburger Seite mit zwölf Strikeouts, kassierte aber nach sieben Hits, vier Runs (3 ER) und zwei Walks dennoch die Niederlage.

Heideköpfe: Sascha Lutz (LF), Jay Pecci (SS), Gary Owens (CF), Shawn Larry (DH), Ludwig Glaser (3B/1B), Tristan Hurler (1B), Philip Schulz (C), Simon Liedtke (2B), Marius Buck (RF), Sammy Tsopatalo (RF), Logan Grigsby (SP), RJ Hively (SP), Julius Spann (P), Patrick Seyfried (3B), Clayton Freimuth (P)