Heidenheim / Thomas Jentscher Bei den Heidenheimer Baseballern hat sich personell einiges getan.

Vergangene Woche machte der Regen einen Strich durch die Rechnung, heute Abend (19 Uhr) sollte es aber mit dem Baseball-Nachbarschaftsduell zwischen den Heidenheim Heideköpfen und den Ulm Falcons klappen.

Nach der Siegteilung in Stuttgart sind die Heidenheimer in der 1. Bundesliga Süd weiter vorn dabei, belegen derzeit mit 11:5 Siegen Rang drei. Das Feld liegt aber noch eng beisammen und die Heideköpfe müssen auch in den nächsten Wochen extrem viele Spiele in relativ kurzer Zeit bestreiten.

Möglichst keine Ausrutscher

Da ist es nicht einfach, Ausrutscher zu vermeiden, aber, aber gerade diese sollte nicht vorkommen. Gegen den Tabellenvorletzten aus Ulm (4:12 Punkte) sind deshalb Siege eingeplant. Beim ersten Aufeinandertreffen in der Donaustadt dominierten die HSBler mit 12:1 und 22:10, heute Abend könnte Ulm allerdings mehrere seiner südamerikanischen Werfer einsetzen, so dass die Heidenheimer nicht so leicht zu Punkten kommen.

Umso wichtiger ist es, dass das eigene Pitching und die Feldverteidigung stark spielen. Auf dem Mound wird wohl Logan Grigsby beginnen, der vergangenes Wochenende geschont werden konnte. Außerdem ist mittlerweile Peter Sykaras wieder im Lande. Der außergewöhnliche Werfer, der 2015 großen Anteil an der deutschen Meisterschaft hatte, hatte bereits in Stuttgart einen Kurzauftritt.

Sykaras wieder in Heidenheim

Der Amerikaner mit griechischem Pass ist zwar mittlerweile 40, hat Familie und ist beruflich stark eingespannt, hält sich aber immer noch fit. „Er ist in Form“, freut sich Heideköpfe-Trainer Klaus Eckle und vertraut auf die Routine des einstmals sehr hoch im US-Profi-Baseball aktiven Pitchers. Sykaras soll jetzt so viele Spiel bestreiten, dass er in der Play-offs wieder eingesetzt werden kann, dazwischen muss er allerdings zurück nach New York. Für den Europacup ist dann Luke Sommer wieder eine Alternative.

Auch im Fall des verletzten Andrew Campbell ist eine Entscheidung gefallen. Aaron Dunsmore, ebenfalls ein Spieler aus der 2015er-Meistermannschaft, wird ihn für rund sechs Wochen vertreten. Danach, so hoffen die Heideköpfe, sollte Campbells gebrochenes Handgelenk wieder ausgeheilt sein. Wie viele ehemalige Gastspieler hat auch Dunsmore bis heute freundschaftliche Kontakte zum Verein, so hat sich der Kanadier bereit erklärt, die Mannschaft zu unterstützen.

Dunsmore springt ein

Er trifft allerdings erst am Wochenende ein. Das Spiel unter der Woche macht auch bei anderen Stammspielern einen Einsatz schwierig, so werden heute wieder einige Nachwuchskräfte ihre Chance bekommen. Der extreme Terminplan (siehe Info) treibt Eckle in diesem Jahr ohnehin Sorgenfalten auf die Stirn. „Ich weiß gar nicht mehr, wann wir noch normal trainieren sollen. Natürlich ist es das Wesen unserer Sportart, sehr viel zu spielen – aber nicht mit Amateuren“, bedauert der Heideköpfe-Coach.

So erwartet er auch heute Abend eine enge Auseinandersetzung, will die Gäste aber mit guter Defensive in den Griff bekommen. Und jammern gilt sowieso nicht: Eckle: „Wir müssen es nehmen wie es kommt, vielleicht helfen uns die vielen Spiele ja auch, am Schlag in einen guten Rhythmus zu kommen.“

Weiterhin viele Spiele unter der Woche

So viele Spiele in so kurzer Zeit mussten die Heidenheimer Baseballer noch nie absolvieren. Aufgrund der Europameisterschaft im eigenen Land muss die Bundesligasaison einschließlich Play-offs in diesem Jahr schon Mitte August beendet sein, zudem spielen die Heideköpfe auch noch im Europacup.

So bestreitet der HSB nach dem heutigen Spiel am Freitag und Samstag zwei Partien gegen München-Haar. Nächste Woche am Mittwoch kommt erneut Ulm, am folgenden Wochenende ist Regensburg zu Gast und dann geht’s am 29. und 30. Mai (Christi Himmelfahrt) zu den Mannheim Tornados. Danach können die Heidenheimer gleich im Westen bleiben, denn am 1. Juni folgen zwei Spiele bei den Saarlouis Hornets und zur Krönung des Ganzen das C.E.B-Cup-Turnier im tschechischen Brünn vom 5. bis 9. Juni mit fünf Spielen in fünf Tagen.