Solingen Heideköpfe noch nicht sicher im Finale

Gibt's auch in Solingen den traditionellen Siegeshüpfer – wie hier von den Heidenheimer Outfieldern Sascha Lutz (links), Shawn Larry (rechts) und Gary Owens (im Hintergrund)?
Gibt's auch in Solingen den traditionellen Siegeshüpfer – wie hier von den Heidenheimer Outfieldern Sascha Lutz (links), Shawn Larry (rechts) und Gary Owens (im Hintergrund)? © Foto: Kalle Linkert
Solingen / Thomas Jentscher 14.09.2018
Trotz der 2:0-Führung der Heidenheimer ist das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft noch nicht entschieden – bei den Solingen Alligators erwartet die HSBler ein heißer Tanz.

Die Ausgangslage könnte nach den 9:8- und 11:0-Heimsiegen nicht besser sein, dennoch fahren die Heidenheimer Baseballer heute mit Respekt nach Solingen, wo am Wochenende die Entscheidung darüber fallen wird, wer ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft einzieht.

Weiter geht die Serie am morgigen Samstag um 14 Uhr mit Spiel drei. Sollten die Heideköpfe dieses gewinnen, stehen sie erneut im Finale und können gleich wieder die Heimreise antreten. Bei einem Erfolg der Alligators geht's am Sonntag um 12 Uhr weiter und wenn es nach vier Partien 2:2 stehen sollte, wird gleich im Anschluss das entscheidende fünfte Spiel ausgetragen.

Die HSBler würden hier zwar als Heimmannschaft antreten, hätten also das letzte Schlagrecht, das wiegt den Vorteil des heimischen Stadions und der eigenen Zuschauer aber nicht auf. Eigentlich hätte eine fünfte Partei eine Woche später wieder bei den besser platzierten Heideköpfen stattfinden müssen, aber das Wochenende ist für die Nationalmannschaft reserviert.

So weit soll es aus Sicht von Heidenheims Trainer und Manager Klaus Eckle gar nicht kommen. „Am Sonntag haben wir gezeigt, dass wir die klar bessere Mannschaft sind, wir wollen die Serie in drei Spielen beenden“, sagt Eckle mit Blick auf das klare 11:0, bei dem Werfer RJ Hively zudem ein äußerst seltener No-Hitter gelang.

Allerdings weiß Eckle auch um die Heimstärke der Solinger, die bereits harten Widerstand angekündigt haben. Im Ballpark Weyersberg mit seinen schwierigen Lichtverhältnissen (das Schlagmal liegt im Schatten) ist es immer schwer zu spielen, möglicherweise bekommen die Gastgeber auch noch einen guten Schlagmann hinzu. Schon bei der jetzigen Line-up ist es ungeheuer schwer, ohne Schaden über die Schlagleute zwei bis fünf hinweg zu kommen.

Gerade dieses Quartett stellt eine große Herausforderung für die Werfer der Heideköpfe dar. Wen Eckle hier wann einsetzen wird, ist noch offen, zur Auswahl stehen am Samstag Clayton Freimuth, Logan Grigsby, Ricky Torres, Marcel Giraud, Julius Spann und Patrick Seyfried; am Sonntag wird – wenn dann noch nötig – wieder Hively beginnen. Bis auf Marius Buck steht den Heidenheimern der komplette Kader zur Verfügung, offensiv zeigten sich zuletzt vor allem Simon Gühring, Mitch Nilsson, Gary Owens und Jay Pecci in guter Form.

Ein bisschen wird in so einer Serei natürlich auch gepokert. „Wenn es am Samstag nicht klappt, dürfen wir nicht unser ganzes Pitching-Pulver verschießen“, erklärt der Coach. Gleichzeitig wäre es wichtig, selbst bei einer Niederlage möglichst viele Solinger Werfer zu beschäftigen, um die Möglichkeiten des Gegners für weitere Spiele einzuschränken. Eckle: „Solingen muss alles ins dritte Spiel rein werfen, deshalb spielt auch die Taktik eine Rolle. Am Ende muss man das letzte Spiel der Serie gewinnen – nur das zählt.“

Wie steht's im anderen Halbfinale?

Der Gegner von Heidenheim oder Solingen im Finale wird zwischen den Bonn Capitals und den Regensburg Legionären ermittelt - in dieser Serie steht es 1:1.

Nordmeister Bonn ging als haushoher Favorit ins Halbfinale, nachdem der amtierende Vizemeister zuvor unglaubliche 40:0 Siege hingelegt hatte. Doch das erste Spiel in Regensburg gewannen die Gastgeber klar mit 6:1.

Anschließend gelang Bonn mit einem 9:3 die Revanche, so haben die Rheinländer nun vor heimischer Kulisse die etwas besseren Karten. Auch hier würde ein fünftes Spiel gleich noch am Sonntag ausgetragen, allerdings hätte Bonn dabei „echten“ Heimvorteil. tj

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