Baseball Heideköpfe-Manager Klaus Eckle: „Das wird eine enge Kiste“

Mit Schwung ins Finale: Die Heideköpfe um Werfer Richard James Hively treffen auf die Bonn Capitals.
Mit Schwung ins Finale: Die Heideköpfe um Werfer Richard James Hively treffen auf die Bonn Capitals. © Foto: Markus Brandhuber
Bonn / Edgar Deibert 02.10.2018
Wie im Vorjahr duellieren sich Heidenheim und Bonn im Finale der deutschen Meisterschaft. Am Mittwoch treten die Heideköpfe zunächst auswärts an.

Die schon wieder: Könnte man meinen. Wie bereits 2017 messen sich die Heidenheim Heideköpfe auch in diesem Jahr im Finale der deutschen Meisterschaft mit den Bonn Capitals. Damals setzten sich die Heidenheimer in fünf Spielen der Best-of-Serie durch. Natürlich ist es auch kein Zufall, dass es zu einer Neuauflage kommt. Schließlich waren die Bonner sowohl 2017 als auch 2018 Nordmeister, die Heidenheimer wiederum jeweils Südmeister.

Die deutsche Baseballszene wurde somit in letzter Zeit von diesen beiden Teams dominiert. Daher sagt auch Klaus Eckle: „Es war keine große Überraschung, dass wir im Finale auf Bonn treffen. Im Gegenteil, es war fast schon logisch.“ So manch ein Beobachter dürfte sich dabei gewundert haben, dass sich die Capitals im Halbfinale mit den Regensburg Legionären schwer taten. Nicht so den Heideköpfe-Manager, der dies prophezeit hatte.

Der 50-Jährige schaute sich dabei die Fortsetzung des fünften und damit entscheidenden Spiels zwischen Bonn und Regensburg vor Ort an. Punkte fielen keine mehr, sodass Bonn sich mit 3:2 durchsetzte. Der Umpire habe dabei den Werfern eine große Wurfzone angezeigt. Dies habe das Punkten schwer gemacht, so Eckle.

Bonn kein Wunschgegner

Ein Wunschgegner sei Bonn dabei nicht. Auch, weil sich die Capitals nun so schwer taten. Zuvor marschierten sie nämlich nur so von Spiel zu Spiel. „Jetzt mussten sie sich ganz schön ins Zeug legen und sind dadurch doppelt gewarnt“, vermutet der Heideköpfe-Manager. Wie dem auch sei, den Fokus legen die Heidenheimer dabei besonders auf das erste Spiel, dass am morgigen Mittwoch in Bonn ausgetragen wird (14 Uhr). „Es ist absolut wegweisend“, betont Eckle. Falls die Heideköpfe dieses für sich entscheiden, könnten sie durch Siege im heimischen Ballpark am Samstag und am Sonntag die Serie bereits für sich entscheiden.

Dies wäre natürlich die Wunschvorstellung aus Heidenheimer Sicht. „Realistisch betrachtet wird es aber mehr Spiele geben. Das wird wieder eine enge Kiste“, fügt Eckle an.

Dieser Meinung schließt sich Bradley Roper-Hubbert (Spitzname „BJ“, da er Bradley Justin heißt) mit dem Verweis auf die Leistung der beiden Teams an. „Man könnte schon sagen, dass da die Nummer eins und zwei aufeinandertreffen“, so der Bonner Coach. Eine Art Revanchegedanken für das verlorene Endspiel im Vorjahr hege er dabei nicht. Allerdings habe seine Mannschaft fürs Finale hart gearbeitet.

Bonner Respekt vor den Battern

Bei den Heideköpfen hebt Roper-Hubbert die Batter (Schlagleute) mit dem Verweis auf den Heidenheimer Homerun-Rekord hervor. „Sie sind durch die Bank, vom ersten bis zum letzten, stark.“ Zudem seien die Heideköpfe sehr erfahren. Zu deren Schwächen wollte er aber – natürlich – nichts sagen.

Best of Five

Best of Five ist ein Wertungsmodus im Sport, durch den der Sieger einer Begegnung ermittelt wird. Bekannt ist dies zum Beispiel aus dem Tennis, wenn ein Gegner drei Sätze gewinnen muss. In anderen Sportarten wie Eishockey oder auch Baseball kommt der Modus Best of Five in den Playoffs, also den Begegnungen ab Viertel- oder Halbfinale, zum Tragen. Hier muss eine Mannschaft für den Gesamtsieg drei Spiele gewinnen – somit sind maximal fünf Spiele möglich.

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