Rotterdam Heideköpfe besiegen San Marino: Per Nervenkitzel zum Klassenerhalt

Das Motto am Zaun hat er dann mal wörtlich genommen: Sascha Lutz von den Heideköpfen verhindert mit diesem spektakulären Catch im siebten Inning einen Homerun für San Marino, der wohl die Vorentscheidung gebracht hätte.
Das Motto am Zaun hat er dann mal wörtlich genommen: Sascha Lutz von den Heideköpfen verhindert mit diesem spektakulären Catch im siebten Inning einen Homerun für San Marino, der wohl die Vorentscheidung gebracht hätte. © Foto: Susanne Liedtke
Rotterdam / Thomas Jentscher 10.06.2018
Die Heidenheim Heideköpfe besiegen San Marino in einer spannenden Partie mit 6:5, beenden den Champions Cup auf Rang fünf und sichern damit den deutschen Startplatz für 2019.

Den Voith Heidenheim Heideköpfen gelang beim Turnier der besten europäischen Mannschaften in Rotterdam ein sehr guter Abschluss: Durch den 6:5-Sieg über San Marino schließen die HSB-Baseballer den Champions Cup auf Rang fünf ab, ein direktes Duell um den Klassenerhalt blieb ihnen damit erspart.

Dabei sah es gegen den Vertreter des Kleinstaates, der in der italienischen Profiliga spielt, zunächst schlecht aus. Mit etwas veränderter Aufstellung und mehreren jungen Spielern auf dem Feld, zeigten die Heidenheimer zwar eine gute Abwehrleistung, auch die sich ablösenden Werfer Ricky Torres, Marcel Giraud und Julius Spann hielten sich ordentlich, gaben jedoch einige Punkte ab.

Am Schlag fanden die Heideköpfe freilich in Pitcher Alessandro Maestri ihren Meister. Erst im siebten Inning gelang Philip Schulz der erste Hit – der brachte das 1:4. Nachdem Sascha Lutz im Rückschlag mit einem sensationellen Catch einen – bei zwei Mann auf Base sonst wohl vorentscheidenden – Homerun verhindert hatte, erzwangen die Heideköpfe im folgenden Durchgang die Wende.

Wende im achten Inning

San Marino wechselte den Werfer und brachte seinen eigentlich überragenden Closer Andres Perez, der auch schon für die Stuttgart Reds aktiv war. Doch der fand nicht gleich ins Spiel und leistete sich drei Walks. Simon Gührings Schlag brachte das erste Aus, aber auch den ersten Punkt, Ludwigs Glasers Hit dann das 3:4. Anschließend war es erneut der ein starkes Turnier spielende Schulz, der mit seinem Hit ins Centerfield zwei weitere Punkte und damit die Führung erzielte. Die Heideköpfe-Trainer Mike Hartley und Klaus Eckle reagierten und gingen volles Risiko. Obwohl einige Spieler angeschlagen waren, spielten nun alle wieder auf ihren Positionen, als Werfer kam der erfahrene Peter Sykaras. Der kam mit Hilfe der Defense – Gühring warf einen Spieler am zweiten Base aus – gut durch den Rückschlag des achten Innings.

Lutz rettet und schlägt Homerun

Im Schlussdurchgang erhöhte Sascha Lutz mit einem Homerun auf 6:4 für Heidenheim, aber trotzdem wurde es nochmals spannend. Sykaras gab einen Homerun gegen Thomas de Wolf ab, verletzte sich dann am Rücken. So musste bei einem Aus und einem Spieler auf Base mit RJ Hively auch noch der fünfte Pitcher ran. Der zeigte keine Nerven. Nach einer guten Aktion der diesmal fehlerfreien Feldverteidigung beendete Hivley mit einem Strike-out standesgemäß das Spiel. Dieses Mal hatten die Heideköpfe die nötige Effektivität, siegten trotz deutlich weniger Hits.

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