Heidenheim/Rotterdam Heideköpfe beißen sich die Zähne aus

Am Einsatz lag's nicht – hier versucht Simon Gühring mit aller Kraft die dritte Base zu erreichen. Doch die Franzosen spielten nicht nur in dieser Szene eine überragende Verteidigung.
Am Einsatz lag's nicht – hier versucht Simon Gühring mit aller Kraft die dritte Base zu erreichen. Doch die Franzosen spielten nicht nur in dieser Szene eine überragende Verteidigung. © Foto: Susanne Liedtke
Heidenheim/Rotterdam / Thomas Jentscher 09.06.2018
Nach der verdienten, aber auch etwas unnötigen 2:6-Niederlage gegen den französischen Meister Rouen Huskies müssen die Heidenheimer beim Champions Cup in die Abstiegsrunde.

Sie waren dieses Jahr nah dran, aber es hat für die „Voith Heidenheim Heideköpfe“ beim Turnier der besten europäischen Vereinsmannschaften wieder nicht ganz gereicht. Einen Tag nach dem vielbeachteten 3:1-Sieg über Rimini unterlagen die HSB-Baseballer gestern bei Regen und schwierigen Bedingungen den Rouen Huskies mit 2:6, müssen nun alle Kräfte mobilisieren, um den Abstieg aus dem Champions Cup zu verhindern.

„Es ist schade, weil diesmal echt die Chance da war. Man muss aber auch anerkennen, dass Rouen heute hervorragend gespielt hat“, resümiert Trainer Klaus Eckle. Dass die Franzosen im Gegensatz zu den Vorjahren deutlich besser aufgestellt sind, deutete sich schon beim 8:1-Sieg von Rouen gegen Amsterdam an.

Auch gestern präsentierten sich die „Schlittenhunde“ auf Topniveau, an deren Werfer Yoann Vaugelade bissen sich die HSBler die Zähne aus. Allerdings fehlte erneut ein wenig die Cleverness. Immerhin gelangen ja sieben Hits und drei Freiläufe, aber immer wenn die Heideköpfe Rouens Pitcher hätten richtig unter Druck setzten können, gab man einfache Aus ab.

Gegner zeigt grandiose Spielzüge

Eckle und sein Trainerkollege Mike Hartley machten den Spielern aber keinen Vorwurf: „Wir legen bei nassem Boden drei wirklich gute Bunts und die machen jedes Mal das Aus, das waren Riesen-Plays.“ Auf der anderen Seite erwischte der Heidenheimer Werfer Logan Grigsby wieder mal einen schlechten Start, gab schon im ersten Inning drei Walks und einen Hit zum 0:1 ab. Damit waren die Heideköpfe noch gut bedient, ein von Catcher Simon Gühring eingeleitetes Aus an der 3. Base verhinderte schlimmeres. Aber auch dies gab keinen Auftrieb, in den ersten fünf Durchgängen gelang den Heidenheimern nichts, während Rouen kontinuierlich weiter punktete.

Hoffnung im sechsten Inning

Beim Stand von 0:4 kam dann im sechsten Spielabschnitt Hoffnung auf. Nach einem Double von Gühring und einem Single von Shawn Larry brachte Philip Schulz mit seinem Hit beide zum 2:4 nach Hause. Allerdings hatten die Heidenheimer schon zwei Aus durch Bunts geopfert und nach einem Fly-out war die Aufholjagd beendet.

Auf dem Mound stand mittlerweile André Hughes. Der Ex-Solinger hat seine Karriere eigentlich beendet und zeigte dafür eine ansprechende Leistung, gab aber ebenfalls zwei Punkte ab. Als dann auch noch Closer Clayton Freimuth – der im dritten Spiel bereits zum dritten Mal ran musste – kalt erwischt wurde, stand es 2:6.

Trotzdem bot sich im Schlussdurchgang tatsächlich noch einmal die Chance. Nach einem Aus landeten Schulz und Lutz Hits, Rouens Trainer wechselte den Werfer. Es kam der in der französischen Liga überragende Kender Villegas.

Er gestattete zwar Jay Pecci einen Freilauf, damit waren die Bases geladen, demonstrierte dann aber gegen Gary Owen und Mitch Nilsson seine Klasse. Ein Homerun durch einen der Heidenheimer Top-Schlagleute hätte den Ausgleich bedeutet, doch beide gingen Strike-out und damit waren die Träume der Heideköpfe beendet.

„Jetzt gilt es, das Turnier anständig zu Ende zu spielen und den deutschen Startplatz fürs nächste Jahr zu sichern“, sagt Eckle, kündigt gleichzeitig an, nun auch vermehrt die jungen Spieler einzusetzen.

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