Handball-Württembergliga Handball-Württembergliga: SHB startet gegen Gerhausen in die Rückrunde

Ran an den Ball: Die SHB um Till Klotzbücher (links) gastiert morgen beim TV Gerhausen.
Ran an den Ball: Die SHB um Till Klotzbücher (links) gastiert morgen beim TV Gerhausen. © Foto: Oliver Vogel
Edgar Deibert 12.01.2018
Zum Rückrundenstart gastiert die SHB morgen in Gerhausen.

Auch bei der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim (SHB) geht die kurze handballfreie Zeit zu Ende. Knapp zweieinhalb Wochen Winterpause hat auch Sandro Jooß dazu genutzt, mal auf andere Gedanken zu kommen. Wobei, es dürfte niemanden wirklich überraschen, dass der SHB-Trainer nicht ganz die Finger vom Handball lassen konnte. So half der 34-Jährige einem Freund bei einem Handballcamp.

Und natürlich war Jooß froh, als am 2. Januar die Vorbereitung mit seinem Team los ging. Unter anderem ging's zum auspowern ins Fitnessstudio (Spinning). Um den Weihnachtsspeck loszuwerden und auch, damit die Spieler auf andere Gedanken kommen, erklärt der SHB-Coach, der sich Anregungen auch von der deutschen Nationalmannschaft holt.

Diese weicht auch gerne aus, etwa auf das Gebiet der Sensomotorik. Beispiel: Zwei Spieler stehen sich gegenüber. Während der eine zwei Tennisbälle fallen lässt, versucht der andere, diese zu fangen. „Dabei werden beide Gehirnhälften angeregt, das Gehirn steht unter Stress“, so Jooß.

Neue Wege zu gehen sei wichtig, auch im Hinblick auf die sportlich angespannte Situation. In der Tabelle belegt die SHB momentan zwar einen Nicht-Abstiegsplatz, hat aber nur einen Pluspunkt Vorsprung auf Bad Saulgau. Und zwei Zähler Rückstand auf den morgigen Gegner, Gerhausen (20 Uhr, Dieter-Baumann-Sporthalle). Dies zeigt, wie ausgeglichen es in der unteren Tabellenhälfte zugeht. Und warum Jooß von einem klassischen „Vier-Punkte-Spiel“ spricht.

Im Hinspiel setzte sich die SHB mit 29:23 durch, dank einer überragenden ersten Halbzeit, nach der sie bereits 19:6 vorne lag. „Da waren sie sozusagen noch im Urlaub“, sagt Jooß über die Gerhausener. Zudem ist sich der SHB-Trainer sicher, dass seine Team ein besonders bissiger Gegner erwartet: „Das wird ihnen nicht noch einmal passieren. Im Gegenteil, sie werden das Hinspiel als Motivationshilfe nehmen. Sie leben zudem von ihrer Kampfstärke.“

Verzichten muss die SHB in den kommenden Monaten auf Maximilian Abele, der kürzlich am Knie operiert wurde (Meniskus). Auf der anderen Seite könnte es demnächst einen Neuzugang zu vermelden geben. Die SHB steht laut Trainer Jooß kurz vor der Verpflichtung eines Spielers, der zuletzt bei einem Oberligisten zum Einsatz kam.