Kreis Heidenheim Handball-Bezirksliga: Auftakt zur Saison der vielen Derbys

Voll besetzte Hallen dürfte es in der am Wochenende beginnenden Saison der Handball-Bezirksliga des öfteren geben – bei insgesamt 20 Derbys ist für die Fans einiges geboten.
Voll besetzte Hallen dürfte es in der am Wochenende beginnenden Saison der Handball-Bezirksliga des öfteren geben – bei insgesamt 20 Derbys ist für die Fans einiges geboten. © Foto: Rudi Weber
Kreis Heidenheim / Thomas Jentscher 15.09.2018
Erstmals tummeln sich gleich fünf Kreisvertreter in der Bezirksliga – damit kommt's fast jedes Wochenende zum direkten Aufeinandertreffen.

Wer Derbys liebt, ist in dieser Saison in der Handball-Bezirksliga gut aufgehoben: Mit dem TV Brenz, der TSG Schnaitheim, HSG Oberkochen/Königsbronn, dem Heidenheimer Sportbund und der zweiten Mannschaften der SG Herbrechtingen/Bolheim stellen die Kreisvertreter fast die halbe Liga und alles in allem stehen 20 nachbarschaftliche Duelle auf dem Programm.

Wo werden sich die Kreisvertretern am Ende in der höchsten Liga des Bezirks Stauferland einordnen? Als Favorit gilt wie immer die SG Hofen/Hüttlingen, auch Bartenbach, Treffelhausen und der HSB werden genannt.

Der TV Brenz muss als Landesliga-Absteiger damit rechnen, ebenfalls zum Kreis der Favoriten gezählt zu werden. Allerdings befindet sich die Mannschaft im Umbruch. Mit Armin Schweigardt (nach Biberach), Christian Kinzler, Michael Maier (beide nach Lauingen) und David Burger (Karriereende) haben sich vier wichtige Spieler verabschiedet.

Der neue Trainer Philipp Gyaja, der den nach Herbrechtingen abgewanderten Bernd Dunstheimer beerbt, hat die Aufgabe, die Brenzer Jugendspieler an die Herausforderungen in der Bezirksliga heran zu führen. Verstärkungen erhält er durch eigenen Nachwuchs und reaktivierte Spieler. Die Vorbereitung verlief für die Brenzer recht wechselhaft, so wäre der Trainer mit einem guten Mittelfeldplatz am Ende durchaus zufrieden.

Für den Heidenheimer Sportbund lief es vergangene Runde richtig gut, nach Jahren des nervenaufreibenden Abstiegskampfes waren die HSBler als Vierter (24:16 Zähler) nicht weit vom Vizemeister entfernt. Nun will man noch eins drauf legen, dafür wurde die Truppe von Trainer Bayram Somogyi in der Breite etwas verstärkt. Aus dem letztjährigen Kader hat nur der Linksaußen, Tim „Ujah“ Baur den HSB in Richtung seines Heimatvereins Steinheim verlassen.

Dafür gab es drei Neuzugänge. Mit Benjamin Hug ist ein alter Bekannter von der HSG Oberkochen/Königsbronn zurückgekehrt. Der Linkshänder kann sowohl auf der rechten Rückraumposition als auch auf Außen spielen. In Heidenheim spielt er nun wieder mit seinen beiden Brüdern Marcel und Christian zusammen

Dominik Krieg ist der größte Spieler im Kader und kann auf beiden Rückraumpositionen spielen. Ursprünglich kommt er aus Gummersbach und hat dort bis zur Verbandsliga gespielt. Nachdem es ihn beruflich nach Heidenheim verschlagen hatte, war er vergangene Saison in Brenz in der Landesliga am Ball, verpasste aber durch eine Verletzung fast die ganze Rückrunde. Der dritte Neue im Team ist der erst 19-jährige Leon Gaschler von der TSG Giengen. Er ist ebenfalls Linkshänder und durch seine enorme Schnelligkeit ein perfekter Außenspieler.

Einige trauen auch der TSGSchnaitheim eine gute Platzierung zu. Hier ist ebenfalls ein neuer Coach am Ruder, Jochen Ruoff war vergangenen Saison aber schon Co-Trainer von Daniel Köpf. Nach einem fünften Rang mit 20:20 Punkten wollen die Schnaitheimer auf jeden Fall etwas besser abschneiden.

Ebenfalls einen neuen Trainer hat die HSG Oberkochen/Königsbronn – Hermann Stegmaier betreute früher schon die Damen der Spielgemeinschaft. Bei den Bezirksliga-Herren wird er nun mit einem bis auf den Abgang von Hug unveränderten Kader arbeiten, will die schon in der vergangenen Runde öfters eingesetzten Jugendspieler weiter an das Aktiven-Niveau heran führen. Das Saisonziel der HSG ist ein gesicherter Mittelfeldplatz.

Das Quintett wird durch die SGHerbrechtingen/BolheimII ergänzt, die ziemlich überraschend den Aufstieg geschafft hat. Trainiert wird das Team von Michael Kling, einem Spieler der ersten Mannschaft. Er geht von einem schweren Kampf um den Klassenerhalt aus und will die Punkte vor allem in den Heimspielen holen.

Allerdings ist mit Pascal Mailänder ein wichtiger Spieler ins Württembergligateam aufgerückt. Auch andere Akteure sind über die Vorbereitung sehr dicht an den Kader der ersten Mannschaft gerückt, so dass sich immer wieder Veränderungen ergeben werden. Mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren stellt die SHB eine der jüngsten Mannschaften und will auch weiterhin den A-Jugendlichen eine Plattform bieten, um sich über die Bezirksliga an das Württembergliga-Niveau heranzutasten.

Zum Auftakt erwartet der HSB die SHB II

Ein Derby gibt's natürlich auch schon am ersten Spieltag der Handball-Bezirksliga, an dem insgesamt nur zwei Partien auf dem Programm stehen.

Der HSB erwartet am Samstag um 20 Uhr Aufsteiger SHB II in der Karl-Rau-Halle. Die Heidenheimer sind nach ihrem vierten Rang in der vergangenen Spielzeit sowie weiteren Verstärkungen klar in der Favoritenrolle.

Im anderen Spiel kommt es zum Duell der beiden Landesligaabsteiger: Der TV Brenz trifft am Samstag (20 Uhr) in der Göppinger Parkhaushalle auf den TSV Bartenbach - gleich eine Standortbestimmung für diese beiden Teams.

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