Nattheim / Thomas Grüninger Der Tabellendritte der Fußball-Bezirksliga hat am Sonntag den Spitzenreiter zu Gast.

Am vergangenen Sonntag gingen sie beide als Verlierer vom Platz. Die TSG Nattheim verlor überraschend klar mit 0:4 in Wört und fiel auf Platz drei zurück. Der SV Neresheim unterlag vor eigenem Publikum 0:1 gegen Waldhausen. Ausgerechnet im Derby am Sonntag (15 Uhr) ist also für beide Teams Wiedergutmachung angesagt.

Mit einem Heimsieg könnte Nattheim bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Neresheim heranrücken. Sollte die Truppe von Erdal Kalin die Oberhand behalten, wäre sie fürs Erste etwas enteilt. Als Tabellenzweiter hat die SG Bettringen schon vier Punkte Rückstand.

Beide zeigen Respekt

Die beiden Trainer des bevorstehenden Härtsfeld-Derbys begegnen sich mit gegenseitigem Respekt. „Neresheim ist und bleibt der Topfavorit für den Aufstieg. Da muss man nicht drumherum reden“, sagt TSG-Coach Klaus Beyrle. „Nattheim hat seit Jahren ein eingespieltes Team, das immer unter den ersten fünf Mannschaften mitspielt“, sagt SVN-Trainer Erdal Kalin.

Entsprechend ist wohl ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten. „Die Tagesform wird entscheiden“, ist Kalin überzeugt. Nach den vorausgegangenen Niederlagen müssen aber beide Kontrahenten erst wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Während TSG-Trainer Beyrle beim 0:4 in Wört eine „insgesamt schlechte Mannschaftsleistung“ seines Teams bemängelte, von einem „gebrauchten Sonntag“ und einer „absolut verdienten Niederlage“ sprach, bezeichnete Kalin das 0:1 gegen Waldhausen als „sehr, sehr unglücklich“. In der Nachspielzeit musste sich der Tabellenführer geschlagen geben, obwohl er aus Sicht des Trainers trotz 60-minütiger Unterzahl die besseren Chancen verbuchte.

Jeweils ein Spieler gesperrt

Beiden Kontrahenten ist damit auch gemeinsam, dass sie im Derby einen gesperrten Spieler ersetzen müssen. Während bei Neresheim Jens Jakobschy Gelb-Rot sah, musste bei Neresheim Markus Burr mit einer Roten Karte vom Platz. Ansonsten gibt es hüben wie drüben eine Menge an personellen Fragezeichen. Bei Nattheim hofft Beyrle unter anderem noch auf den Einsatz von Torjäger Patrick Brümmer, auf Neresheimer Seite gibt es Spieler, die möglicherweise wegen eines sonntäglichen beruflichen Schichtdienstes ausfallen.

Bleibt zu hoffen, dass bei aller Rivalität diesmal alles im gesitteten Rahmen verläuft. Nach dem Hinspiel hatte es noch eine Rangelei auf dem Spielfeld gegeben.

Heimspiele für Schnaitheim und AC Milan

Im Mittelpunkt steht an diesem Wochenende das Härtsfeld-Derby, aber auch noch zwei weitere Kreisvertreter in der Bezirksliga haben Heimrecht: Die TSG Schnaitheim erwartet den Tabellenvorletzten Heuchlingen und hat gute Chancen, ihren fünften Rang zu festigen.

Für den AC Milan geht’s weiter um Punkte zum Klassenerhalt. Mit Wört (derzeit drei Zähler weniger) haben die Heidenheimer einen direkten Konkurrenten zu Gast, der gerne mal wechselhaft spielt. Einer 0:8-Klatsche in Waldhausen ließ Wört zuletzt einen 4:0-Heimsieg über Nattheim folgen.

Auch der VfL Gerstetten steckt im Abstiegskampf, ein Erfolg bei der TSG Hofherrnweiler II würde enorm helfen (alle Spiele Sonntag, 15 Uhr). tj