Donzdorf Herbrechtinger Handballer rutschen an zwei Punkten vorbei

Mit einer starken Abwehrleistung – hier packen Dennis Wurelly (links) und Hamza Bayik zu – erkämpfte sich die SHB zum Saisonauftakt in Donzdorf einen verdienten Punkt.
Mit einer starken Abwehrleistung – hier packen Dennis Wurelly (links) und Hamza Bayik zu – erkämpfte sich die SHB zum Saisonauftakt in Donzdorf einen verdienten Punkt. © Foto: Cornelius Nickisch
Donzdorf / Jochen Gerstlauer 10.09.2018
Die SG Herbrechtingen/Bolheim erkämpft ein 17:17-Unentschieden bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf, hätte aber auch zwei Punkte mitnehmen können.

So recht wusste man im Lager der SHB nach dem Auftaktremis in Donzdorf gegen die Spielgemeinschaft WiWiDo nicht, ob man sich nun freuen oder ärgern soll. Dem Spielverlauf nach hätten die Herbrechtinger eigentlich beide Zähler mitnehmen müssen. Am Ende überwog trotzdem die Freude über einen gelungenen Auftakt in die neue Runde, zumal in den zurückliegenden Spielen nie was Zählbares aus der Lautertalhalle mitgenommen werden konnte.

Auch Trainer Bernd Dunstheimer zeigte sich nach seinem Debüt auf der SHB-Bank durchaus angetan – vor allem mit der Defensive seiner Mannschaft. Bei der Chancenverwertung fand der umsichtige Neu-Coach aber nicht nur ein Haar in der Suppe.

Ohne Janis Bauer, der noch im Urlaub weilt, ging es gleich gut los für die Blau-Weißen. Der starke Michael Kling brachte sein Team mit einem schönen Stemmwurf in Führung. Beide Abwehrreihen agierten zuerst mit einer 6:0-Variante, wobei die SHB diese Formation etwas offensiver ausrichtete.

Guter Start für die SHB

Routinier Dennis Wurelly erhöhte auf 2:0 für die SHB und Torhüter Stängle zeigte trotz leichter Magenbeschwerden gleich einige tolle Paraden. So dauerte es sechs Minuten, ehe auch die Gastgeber zum ersten Mal jubeln konnten.

Nach Wurellys Doppelschlag zur 4:1-Führung nach knapp zehn Minuten rieben sich die mitgereisten Fans etwas verwundert die Augen. Der ansonsten so heimstarken Spielgemeinschaft unterliefen sehr viele technische Fehler, die Nervosität war förmlich zu spüren.

Allerdings ging dann ein Ruck durch die Lautertäler Sieben. Nachdem Schnepf im Alleingang zum 4:4 ausgleichen konnte, musste auch noch Herbrechtingens Spielführer Zeiher mit einer Hüftprellung vom Feld – für ihn war die Begegnung beendet.

Kling durchbrach die knapp fünfminütige Torflaute seiner Mannschaft mit einem gekonnten Stemmwurf. Als Schnepf mit seinem vierten Treffer zum 5:5 ausglich, nahm Dunstheimer nach 18 Minuten die Auszeit. Zu viele Freiheiten wurden dem Rückraumschützen der, welcher aus Gerhausen gekommen war, gelassen.

Klotzbücher gelang die erneute Führung, den knappen Vorsprung verteidigte Neuzugang Mäck, der ein tolles Debüt im SHB-Dress feierte, per Siebenmeter. Doch es folgte wieder ein kleiner Bruch im Spiel der SHBler, die eine doppelte Überzahl nicht nutzten. Beim 8:7 gelang WiWiDo in der 25. Minute die erste Führung, Rugaci, Mäck und Bayik stellten wieder auf 10:8 für die SHB, ehe ein sicher verwandelten Strafwurf der Hausherren zum knappen Pausenstand führte.

Schlechte Chancenverwertung

Eine tolle Aktion von Kling, der Mäck am Kreis bediente, bescherte der SHB einen Auftakt nach Maß in die zweite Halbzeit. Nachdem Stängle erneut gut parierte und Kling zum 12:9 einwarf, durfte man im Lager der SHB verhaltenen optimistisch sein. Schnepf, der mittlerweile in Manndeckung genommen wurde, schaffte den Anschluss.

In der Folge entwickelte sich immer mehr ein Spiel „Not gegen Elend“, beide Teams zeigten eine schlechte Chancenverwertung der Gastgeber zu schlagen. Der A-Jugendliche Hannes Baur traf nervenstark zum 16:14 für die Gäste, allerdings waren noch zehn Minuten zu spielen und so langsam schwanden die Kräfte.

Die SHBler leisteten sich im Angriff Ballverluste, die Quittung war der 16:17-Rückstand knapp vier Minuten vor dem Ende. Ein Verzweiflungswurf von Bayik fand den Weg ins Gehäuse zum 17:17. Dramatisch verliefen die letzten zwei Minuten. Die Hausherren nutzten eine Doppelchance nicht und im Gegenzug nahm Dunstheimer 50 Sekunden vor dem Ende die Auszeit.

Kling spielte Mäck am Kreis frei, der allerdings am Gästekeeper scheiterte. Im Gegenzug nahm Trainer Rascher ebenfalls die Auszeit bei noch zehn Sekunden auf der Hallenuhr. Alle Mann stemmten sich gegen den Winzinger Angriff und letztlich streifte ein direkter Freiwurf von Heilig den SHB-Block und endete an Torhüter Stängles Beinen.

Der Punkt war gerettet und mehr als verdient. Ein durchaus zäher Auftakt der zwar nicht unbedingt schön anzuschauen war, aber am Ende zählt der überraschende Punkt in der Fremde.

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