Schnaitheim Frauenhandball-Landesliga: Gegen Spitzenreiter und Schlusslicht

Die TSG Schnaitheim (hier Susi Fischer beim Wurf gegen Gerhausen) braucht am Sonntag gegen Schlusslicht Lustenau dringend einen Sieg, denn danach folgen zwei schwere Partien beim Tabellenführer Ebersbach/Bünzwangen und im Derby gegen die SHB.
Die TSG Schnaitheim (hier Susi Fischer beim Wurf gegen Gerhausen) braucht am Sonntag gegen Schlusslicht Lustenau dringend einen Sieg, denn danach folgen zwei schwere Partien beim Tabellenführer Ebersbach/Bünzwangen und im Derby gegen die SHB. © Foto: Christian Thumm
Schnaitheim / Thomas Grüninger 09.11.2018
Ein Kontrastprogramm erwartet die SG Herbrechtingen/Bolheim und die TSG Schnaitheim bei ihren Heimspielen am Sonntag.

Unterschiedlicher hätten die Aufgaben für die Landesliga-Handballerinnen der SG Herbrechtingen/Bolheim und der TSG Schnaitheim bei ihren zeitgleichen Heimspielen am Sonntag (17 Uhr) nicht sein können: Während die SHB in der Bolheimer Buchfeldhalle den Spitzenreiter HSG Ebersbach/Bünzwangen empfängt, hat es die TSG in der Ballspielhalle mit Schlusslicht HC Lustenau zu tun.

Gegen eben jene Lustenauer musste die SHB am vergangenen Wochenende ihre erste Saisonniederlage beziehen. Immerhin sechs Spiele lang hatte sich der Aufsteiger nicht aufs Kreuz legen lassen, jetzt riss die Serie ausgerechnet beim bis dahin noch sieglosen Tabellenletzten.

Niederlage gegen Lustenau kein Beinbruch

„Wenn man zu viele Chancen nicht verwertet, gewinnt man kein Spiel“, fasste Trainer Peter Prinz die Eindrücke nach der 26:27-Niederlage zusammen, die gleichzeitig aber „keinen Beinbruch“ darstelle: „Es war ja klar, dass es irgendwann die erste Niederlage geben würde. Lustenau ist auch nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz aussagt.“

Am ursprünglichen Saisonziel habe sich ohnehin auch nach dem furiosen Start ins Neuland Landesliga nichts geändert. Es gehe um den Klassenerhalt – und da habe man jetzt schon zehn Punkte auf die Habenseite gebracht.Ob am Sonntag zwei weitere hinzukommen, ist allerdings fraglich. Mit der HSG Ebersbach/Bünzwangen kommt der bislang so souveräne Tabellenführer (14:0 Punkte) in die Buchfeldhalle. „Wir haben Respekt vor dieser Bilanz, aber wir brauchen keine Angst vor dem Gegner zu haben. Man muss uns zu Hause auch erst einmal schlagen“, sagt Prinz, der in bisher 30 Spielen mit der SHB als Trainer erst fünf Niederlagen hinnehmen musste. Personell gibt es für die Herbrechtinger allerdings ein großes Handicap. Leistungsträgerin Cara Sturm verletzte sich in Lustenau an der Schulter und fällt mindestens bis Weihnachten aus.

TSG ist gewarnt

Dem Umstand, dass Lustenau ausgerechnet vor dem Spiel am Sonntag in Schnaitheim sein erstes Erfolgserlebnis feiern durfte, gewinnt TSG-Trainer Thomas Feil auch eine positive Seite ab. Der Gegner werde jetzt sicher nicht mehr unterschätzt. Dennoch stehen die Zeichen der Schnaitheimerinnen vor dem Duell mit dem Landesliga-Schlusslicht aus Österreich auf Sieg. „Wir haben danach zwei schwere Spiele und müssen unbedingt gewinnen, um nicht weiter nach hinten zu rutschen“, sagt Feil.

Im bisherigen Saisonverlauf fehlte der TSG etwas die Beständigkeit, was sich nicht nur in einem Zickzackkurs von Siegen und Niederlagen ausdrückt, sondern auch innerhalb der Spiele selbst, in denen es immer wieder Schwächephasen gab. Dadurch brachte sich die TSG häufig selbst um den Lohn ihrer Bemühungen.

Man habe das in einem Gespräch analysiert, berichtete der Trainer. Wichtig sei es, sich zu verinnerlichen, dass man bis zum Schluss konzentriert sein muss. Zuletzt bei der HSG Wißgoldingen/Winzingen/Donzdorf habe man zehn Minuten vor Schluss mit 26:23 geführt, sich dann vier technische Fehler geleistet und noch knapp verloren. Schon heute (19.30 Uhr) ist die TSG im Bezirkspokal im Einsatz. Das Spiel beim TV Mögglingen (Bezirksklasse) sieht Feil auch als „willkommene Trainingseinheit“ im Blick auf den Liga-Einsatz am Sonntag. Fehlen werden voraussichtlich Torhüterin Sofia Kuch (grippaler Infekt) und Jasmin Hauke (Augenverletzung).

Das Derby steigt am 25. November

Am Sonntag, 25. November, kommt es zum ersten Derby der beiden ranghöchsten Frauen-Handballteams aus dem Kreis Heidenheim. Um 17 Uhr trifft dann in der Ballspielhalle die TSG Schnaitheim auf die SG Herbrechtingen/Bolheim. Während die SHB in der Woche vor dem Derby spielfrei ist, muss die TSG Schnaitheim am 18. November noch das schwere Auswärtsspiel bei Spitzenreiter HSG Ebersbach/Bünzwangen bestreiten

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