Heidenheim Fechter Henk Uijting: „Von vielen kenne ich die Eltern“

Henk Uijting ist 65 Jahre alt und focht beim Europacup in Heidenheim.
Henk Uijting ist 65 Jahre alt und focht beim Europacup in Heidenheim. © Foto: Sabrina Balzer
Heidenheim / Patrick Vetter 14.01.2019
Henk Uijting aus den Niederlanden begann erst als 40-Jähriger – und war nun beim Coupe d'Europe.

Beim Europacup schieden die HSB-Fechter gegen das Team aus, in dem wohl der älteste Fechter der Fechtertage aufgestellt war. 65 Jahre ist Henk Uijting alt. Er kommt aus den Niederlanden aus Arnheim und ficht für den SV Scaramouche.

Gegen die Heidenheimer stand Uijting zwar nicht auf der Planche, focht aber später noch beim Europacup. Schon seit Mittwochabend ist der Sportler in Heidenheim und unterstützt die Niederländischen Fechter. „Heidenheim ist eine schöne Stadt. Ich war schon einkaufen und habe mir eine Mütze besorgt“, erzählt er. Auf dem Weg vom Congress-Centrum durch den Wildpark zu seinem Hotel habe er sich verlaufen, doch das nimmt der Mann mit dem dauerhaften Lachen im Gesicht mit Humor.

Immer für ein Gefecht bereit

Viele der Fechter liegen zwischen den Kämpfen auf den Rängen oder neben den Pisten und ruhen sich aus, nicht so Uijting. Er forderte seine jungen Teamkollegen, aber auch zum Beispiel die Fechter aus Japan, zu Übungskämpfen auf. „Die jungen Fechter kenne ich gar nicht mehr. Aber von vielen kenne ich die Eltern“, erzählt Uijting.

Dabei kam der Fechtsenior erst mit rund 40 Jahren zu seinem Sport und besuchte jetzt das erste Mal den Heidenheimer Weltcup. Seine Hoffnungen für die beim Nationen-Cup auf Rang 25 landete niederländische Nationalmannschaft waren höher, trotzdem sei er nicht enttäuscht. „Ich bin gekommen, um viele schöne Kämpfe zu sehen. Die gab es auch“, sagt Uijting. Er selbst habe einen offensiven Stil: „Ich mag das nicht, wenn zwei Leute nur abwarten. Ich greife lieber schnell an.“

Uijting spricht sehr gut Deutsch. Das liege daran, dass seine Großmutter aus Deutschland kam. Bei ihr habe er die Sprache gelernt. „Sie hat mich einfach mit einem Einkaufszettel los geschickt. Da musste ich dann die Wörter lernen“, erinnert er sich.

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