Mountainbike Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt

Bei der Downhill-WM in Lenzerheide lief es nicht optimal für den Ochsenberger Silas Grandy.
Bei der Downhill-WM in Lenzerheide lief es nicht optimal für den Ochsenberger Silas Grandy. © Foto: Sebastian Sternemann
Lenzerheide / HZ 10.09.2018
Silas Grandy landet bei der Downhill-WM in Lenzerheide auf dem 64. Platz.

Mit gemischten Gefühlen kehrte der Ochsenberger Silas Grandy von der Downhill-Weltmeisterschaft in Lenzerheide zurück. Einerseits war er froh, dass er sich bei seiner bislang vierten WM als einer der wenigen deutschen Fahrer fürs Finale in der Elite Men Klasse qualifizieren konnte (Platz 55 von 80 qualifizierten Fahrern). Neben ihm gelang das aus deutscher Sicht nur noch Max Hartenstern.

Andererseits musste er am Ende einräumen, dass Platz 68 nicht ganz seinen Erwartungen entsprach. Vor allem nicht, weil er sich nach der Qualifikation sicher war, noch genügend Reserven zu haben, um das Quali-Resultat toppen zu können.

Die Wetterverhältnisse wurden während der Veranstaltungstage immer besser. Hatte es zu Beginn noch nasse und schwierige Bodenverhältnisse gegeben, so waren die äußeren Bedingungen am Finaltag nahezu perfekt.

Motiviert ging Grandy das Rennen an, und im ersten Drittel der dreiminütigen Abfahrt mit einer Höhendifferenz von über 400 Metern lief es auch noch richtig gut. Doch dann kamen die Fahrfehler. Durch einen Ausrutscher in einer Kurve, gefolgt von einem Road Gap (Sprung über eine Schotterstraße), verlor er wertvolle Zeit.

Nichtsdestotrotz ging es weiter, und Grandy richtete seinen Fokus auf die noch bevorstehenden Sektionen. Bei der nächsten technischen Waldsektion gelang es ihm durch zu spätes Bremsen aber nicht, die optimale Linie zu treffen, wodurch erneut wertvolle Sekunden verlorengingen.

Weiter versuchte der Ochsenberger, verlorene Zeit aufzuholen. Doch dann wiederholte sich das vorherige Szenario in dem letzten technischen Steinfeld, wodurch eine Wiedergutmachung der Fehler nicht mehr möglich war.

Am Ende landete Silas Grandy auf Platz 64. „Das entsprach nicht ganz meinen Erwartungen und hinterlässt eine leichte Enttäuschung in mir“, gab er am Ende zu: „Ich wünschte, ich hätte meine Nation bei den Weltmeisterschaften besser repräsentieren können, aber Tage wie dieser gehören nun mal zum Rennsport dazu.“

Max Hartenstern konnte zwar seinen starken 28. Platz aus der Qualifikation nicht verteidigen, fuhr aber trotzdem ein beherztes Rennen und endete auf Platz 37.

Silas Grandy will sich dennoch nicht entmutigen lassen und hofft, bei den noch ausstehenden IXS Downhill Cup Rennen in Innsbruck und Thale wieder besser zurechtzukommen und diese schwierige und durch Misserfolge geprägte Saison so gut wie möglich zu Ende zu fahren.

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