Fechten Erst im Viertelfinale war Schluss

HSB-Degenjuniorin Kristin Werner ließ sich in Heidelberg erst von ihrer ehemaligen Mannschaftskameradin Monika Sozanska stoppen.
HSB-Degenjuniorin Kristin Werner ließ sich in Heidelberg erst von ihrer ehemaligen Mannschaftskameradin Monika Sozanska stoppen.
Heidelberg / 09.12.2013
Beim 6. Rhein-Neckar-Open in Heidelberg präsentierte sich HSB-Juniorin Kristin Werner stark. Erst im Viertelfinale war Schluss - ausgerechnet gegen die ehemalige Mannschaftskameradin Monika Sozanska.

Ihr großes fechterisches Potenzial bewies Kristin Werner bei der sechsten Auflage der Rhein-Neckar-Open um den Geuder-Cup in Heidelberg, bei denen erstmalig in dieser Saison die nationale Spitze im Damendegen aufeinandertraf. Im Feld der 103 Teilnehmerinnen erreichte die 17-jährige als einzige HSB-Fechterin das Finale der besten acht Teilnehmerinnen. Kristin Werner gelang damit der Sprung auf Platz vier der deutschen Juniorenrangliste.

In der Vor- und Zwischenrunde startete die HSB-Fechterin mit fünf bzw. vier Siegen gut in das Turnier. In der ersten Direktausscheidungsrunde unterlag die SG-Schülerin zwar dann Simone Keimburg (OFC Bonn) mit 12:15, schaffte aber über den Hoffnungslauf durch den 15:4-Sieg gegen Anna Jonas (UFC Frankfurt) und den 15:9-Erfolg über Helena Lowack (TV Ingolstadt) den Einzug in das Feld der besten 32 Teilnehmerinnen am zweiten Turniertag.

HSB trifft auf HSB

Wie schon vor Wochenfrist bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Offenbach kam es zum Aufeinandertreffen mit ihrer Vereinskollegin Alexandra Ehler. Ehler behielt in diesem spannenden Gefecht mit 13:12 die Oberhand und Kristin Werner musste erneut in den Hoffnungslauf. Die Silbermedaillengewinnerin im Teamwettbewerb bei den Kadetteneuropameisterschaften 2012 in Porec zeigte sich an diesem Tage sehr präsent, bezwang zunächst Stephanie Bieber (MTV München) mit 15:9 und setzte sich dann gegen die am Fechtzentrum Heidenheim trainierende Luxemburgerin Lis Fautsch mit 15:14 durch.

Nun kam es erneut zum Aufeinandertreffen mit Alexandra Ehler und in diesem wieder ganz engen Gefecht konnte Werner diesmal das bessere Ende für sich verbuchen. Im „sudden death“ setzte sie den entscheidenden Treffer zum 15:14. Die HSB-Juniorin stand somit im Gefecht um den Einzug ins Finale der besten acht Fechterinnen und traf hier auf Jana Reimer (WMTV Solingen). Kristin zeigte erneut ihr fechterisches Potenzial und den notwendigen Siegeswillen, gewann das Duell mit 15:13 und stand damit im Viertelfinale.

Gegen die ehemalige Teamkollegin

Das Tableau bescherte ihr nun die ehemalige Vereinskameradin Monika Sozanska, die im Sommer zum FC Leipzig gewechselt war. Gegen Sozanska, die sich auf direktem Wege bis in das Finale gefochten hatte, blieb Werner beim 8:15 chancenlos, konnte aber im Endergebnis mit Rang acht bei diesem Qualifikationsturnier sehr zufrieden sein. Den Turniersieg sicherte sich die Tauberbischofsheimerin Beate Christmann, die im Finale Alexandra Ndolo deutlich mit 15:7 besiegte.

„Mir war es wichtig, einen Eindruck über den Trainingszustand meiner Top-Athletinnen zu gewinnen. Das Turnier war ein wichtiger Baustein zur Vorbereitung auf die neue Saison“, äußerte sich Bundestrainer Piotr Sozanski in seinem Fazit: „Jetzt weiß ich, woran wir in den kommenden Wochen noch zu arbeiten haben.“

Die weiteren Platzierungen der HSB-Fechterinnen: Anja Schünke 11., Alexandra Ehler 13., Vanessa Riedmüller 17., Lis Fautsch 18., Amelie Hanschke 26., Melinda Kövecs 34., Anna Hornischer 36., Johanna Tisch 40., Sigrid Horak 61. und Ricarda Multerer 69.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel