Handball-Württembergliga Erneute Niederlage für die SHB

Die Spieler der SHB, hier Pascal Mailänder, waren nach der nächsten hohen Niederlage schwer enttäuscht.
Die Spieler der SHB, hier Pascal Mailänder, waren nach der nächsten hohen Niederlage schwer enttäuscht. © Foto: Archiv/Christian Thumm
Wangen / Jochen Gerstlauer 04.02.2019
In Wangen hatte die SG Herbrechtingen/Bolheim keine Chance und verlor 17:39.

Ein Erfolgserlebnis lässt bei der SG Herbrechtingen/Bolheim weiter auf sich warten. Stattdessen haben die Handballer erneut ein Auswärtsspiel zum Vergessen hinter sich. In der sogenannten „Hölle Süd“ in Wangen verbrannte die Mannschaft von Trainer Mickel Washington mit 17:39 lichterloh.

Nach der 15. Niederlage im 18. Spiel geht die SHB spürbar auf dem Zahnfleisch und hat in der derzeitigen Verfassung nur wenige Argumente, die noch für den Klassenerhalt sprechen.

Gegen die MTG Wangen musste das Team personell gebeutelt antreten: Janis Bauer (Grippe), Robert Rugaci (verletzt) und Hamza Bayik (studienbedingt) waren nicht mit von der Partie. Mit ein Grund, warum gegen die starken Hausherren nichts zu holen war.

Entsprechend bedient war daher auch Trainer Mickel Washington, der nach zuletzt positiven Ansätzen gegen Wolfschlugen und Lauterstein einen Rückschritt mit ansehen musste. Seine Vorgabe lautete vor der Begegnung, lange Angriffe zu spielen und den Gegner zu beschäftigen. Über weite Strecken passierte dann aber genau das Gegenteil.

Auszeit nach wenigen Minuten

Vor allem im Rückraum hatte der SHB-Trainer nur wenige Alternativen gegen ausgeruhte Wangener, die ihr erstes Spiel im neuen Jahr bestritten. Das 1:0 glich Michael Kling noch aus, aber dann rollte der MTG-Express.

Beim 5:1 nach nicht einmal fünf Minuten nahm Washington schon die erste Auszeit. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 11:4, Ausnahmespieler Aaron Mayer traf nach 20 Minuten zum 16:6. Früh im Spiel war klar, dass es nur um Schadensbegrenzung ging.

Bis zur Halbzeit hatte die SHB keinen Zugriff in der Abwehr und schloss im Angriff zu schnell und überhastet ab. So machte sie es den Hausherren zu leicht und musste einsehen, dass Wangen mehr als eine Klasse besser war. Beim Stand von 25:8 war in der zweiten Halbzeit ein erneuter Fehlstart perfekt. Zu allem Überfluss musste Dennis Wurelly wegen der dritten Zeitstrafe nach 34 Minuten früh zum Duschen. Alles lief gegen die SHB, während den Gastgebern alles gelang. Wangen schaltete auch keinen Gang zurück, sondern lief ohne Gnade weiter einen Konter nach dem anderen aufs SHB-Tor.

Zweithöchste Saisonniederlage

Am Ende war die Enttäuschung über die zweithöchste Saisonniederlage groß. Denn ein solches Spiel kann man zwar verlieren, man müsste sich aber anders präsentieren. Mickel Washington hofft in den folgenden Spielen gegen Hohenems, Laupheim und Gerhausen auf Punkte. Angesichts des Rückschritts gegen Wangen scheint das kaum vorstellbar, aber aufgeben? Dieses Wort kommt weiterhin nicht im Wortschatz des SHB-Teams vor.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel