Herbrechtingen / Jochen Gerstlauer Die SHB setzte sich knapp gegen Schlusslicht HC Lustenau mit 25:23 durch. Dabei gab es 19 Zeitstrafen und 16 Strafwürfe.

Gut erholt von der Niederlage zuletzt in Winzingen zeigten sich die SHB-Handballerinnen im Länderspiel gegen den HC Lustenau in der heimischen Buchfeldhalle. Dabei sahen die knapp 120 Zuschauer ein kurioses Spiel, in dem es insgesamt 19 Zeitstrafen und 16 Strafwürfe gab. Nur sieben wurden allerdings verwandelt.

Im Hinspiel in Österreich musste die SHB zum damaligen Zeitpunkt nach fünf Spielen ohne Niederlage ein 21:22 einstecken, obwohl Lustenau zu diesem Zeitpunkt schon im Tabellenkeller steckte. Somit waren die Gastgeberinnen gewarnt.

Personell konnte der scheidende Trainer der Spielgemeinschaft, Peter Prinz, wieder auf seine Spielführerin Cara Sturm und Aufbauspielerin Lisa Friedrich jeweils nach überstandenen Verletzungen zurückgreifen. Allerdings fehlte die heimliche Abwehrchefin Steffi Renner.

In einem munteren Beginn brachten Verena Oberling und Sturm die SHB nach 80 Sekunden mit 2:0 in Führung. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeberinnen 3:1 vorne, ehe Lustenau kleine Abstimmungsprobleme in der SHB-Abwehr eiskalt ausnutzte und vier Tore in Folge erzielte.

Knappe Führung zur Pause

Bis zum 9:9 blieb es ein offener Schlagabtausch, in dem bereits reihenweise Siebenmeter vergeben wurden. Hierbei konnte sich Marielle Serwe im SHB-Gehäuse weiter zum Strafwurfschreck mausern. Nun erzielten die Gastgeberinnen ihrerseits vier Treffer in Folge. Doch auch Lustenau blieb dran und kam auf 11:13 heran. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung aus SHB-Sicht ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel bescherten Anne Schweda und Verena Oberling durch ihre Tore der SHB einen Einstand nach Maß. Doch nun ging es los mit der Flut an Zeitstrafen und Strafwürfen. Ein geregeltes Spiel fand nur noch selten statt. Die besseren Argumente hatte weiter die SHB, nach knapp 40 Minuten traf Schweda zum 21:15. Bis zum 23:17 blieb es eine relativ klare Angelegenheit für die Gastgeberinnen, aber die vielen Unterbrechungen in der Folge brachten die SHB immer mehr aus dem Tritt.

Lustenau witterte beim 24:22 knapp eine Minute vor dem Ende nochmal Morgenluft und der sicher geglaubte Sieg schien für die Spielgemeinschaft noch mal in Gefahr zu geraten. Lisa Feth machte aber dieser Hoffnung mit ihrem Treffer kurz vor dem Ende einen Strich durch die Lustenauer Rechnung. Am Ende war man im SHB-Lager froh, dieses kuriose Spiel für sich entschieden zu haben. Mit nun neun Siegen aus 18 Spielen hat die SHB weiter den vierten Platz in der Tabelle inne.