Heidenheim/Bonn DM-Finale: Fehlstart für die Heideköpfe gegen Bonn

Luke Sommer ist wieder zurück, um die Heideköpfe in der Finalserie zu unterstützen – gestern zeigte der Deutsch-Amerikaner durchaus eine gute Leistung, kassierte aber einige unglückliche Punkte.
Luke Sommer ist wieder zurück, um die Heideköpfe in der Finalserie zu unterstützen – gestern zeigte der Deutsch-Amerikaner durchaus eine gute Leistung, kassierte aber einige unglückliche Punkte. © Foto: Archiv
Heidenheim/Bonn / Thomas Jentscher 03.10.2018
Die Heidenheimer verlieren das erste Spiel der Finalserie bei den Bonn Capitals trotz eines Homeruns von Sascha Lutz und der Rückkehr von Werfer Luke Sommer etwas unglücklich mit 3:8.

War die Pause doch zu lang? Zum Auftakt der Finalserie waren die Heidenheimer Baseballer am Mittwoch vor circa 1500 Zuschauern in Bonn – darunter einer großen Heidenheimer Fangruppe – noch nicht ganz im Wettkampfmodus und kassierten eine relativ deutliche 3:8-Niederlage – da nützte auch das Comeback von Werfer Luke Sommer nichts.

Der Amerikaner mit deutschem Pass, dem die Heideköpfe so viel zu verdanken haben, kehrte nach einigen Spielen in der Punkterunde nochmals nach Deutschland zurück und startete am Mittwoch als Werfer. Sommer kam auch gut durch die ersten drei Innings und sein Team legte durch den Homerun von Sascha Lutz im dritten Durchgang eine 1:0-Führung vor.

Im Rückschlag hatte Sommer eigentlich drei Aus geschafft, doch nach einer seltsamen Entscheidung der Schiedsrichter musste er zurück auf den Platz und kassiert prompt drei Walks in Folge. Er zog zwar noch mit einem Strike-out gegen Bonns Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert den Kopf aus der Schlinge, doch im folgenden Abschnitt brach es dann über ihn herein. Zwei Doubles und zwei Singles führten zusammen mit einem Fehler der Verteidigung zum 3:1 für die Platzherren. HSB-Trainer Klaus Eckle brachte Clayton Freimuth als Werfer, der jedoch zwei weitere Punkte zum Zwischenstand von 5:1 hinnehmen musste.

Auf der anderen Seite setzte sich die in dieser Saison bisher so glänzende Heidenheimer Offensive gegen Bonns Star-Pitcher Markus Solbach nicht konsequent durch. Der 27-Jährige, der schon reichlich Erfahrung im US-Profi-Baseball sammeln konnte, wirkte zwar nicht unschlagbar, fand in schwierigen Situationen aber immer wieder die richtige Antwort.

Zwölf Hits reichten nicht

Die Heideköpfe schlugen insgesamt ordentliche zwölf Hits und damit sogar zwei mehr als die Gastgeber, aber es gelangen immer nur ein oder zwei pro Inning, zu selten eine entscheidende Serie. Zudem stand am Ende den sieben Freiläufen für Bonn kein einziger für Heidenheim gegenüber.

Trotzdem kam nochmals Hoffnung auf, als im siebten Inning nach Hits von Johannes Krumm, dem offensiv überragenden Sascha Lutz, Jay Pecci und Gary Owens die Punkte zum 3:5 nach Hause kamen. Bei einem Aus und zwei Mann auf Base hatten die Heidenheimer nun mit Mitch Nilsson und Simon Gühring zwei ihrer besten Schlagleute an der Platte. Beide trafen die kleine Lederkugel auch satt, doch beide Male fehlten ein paar Meter. Statt Ausgleich und Führung hieß es Fly-out und Ende der Aufholjagd.

Im Rückschlag erhöhte Bonn gegen den mittlerweile werfenden Logan Grigsby auf 8:3, das war dann die Vorentscheidung. Bei ihren letzten beiden Chancen brachten die Heidenheimer jeweils nur noch einen Mann auf Base.

Coach Eckle war natürlich enttäuscht, mit dem Auftritt seiner Mannschaft aber nicht unzufrieden. „Wir haben eigentlich nicht schlecht gespielt, es lief einfach unglücklich“, meinte der 50-Jährige und ärgerte sich über eine ganze Reihe von glücklichen Hits der Bonner, die durch gebrochene Schläger oder nicht richtig getroffene Bälle zustande kamen.

Solbach habe richtig gut geworfen, trotzdem gelangen einige Hits und bei weiteren satten Schlägen habe nur das Glück gefehlt. Nachdem Sommer recht früh vom Mound musste, sei es darum gegangen, die weiteren Pitcher so einzusetzen, dass sie nächstes Wochenende wieder werfen können. „Man hat schon ein bisschen gemerkt, dass uns nach der langen Pause der Rhythmus fehlt. Aber dafür ist es ja eine Serie“, fasst Eckle zusammen. Auch bei ihren bisherigen fünf Finalteilnahmen verloren die Heideköpfe jeweils das erste Spiel – und hielten am Ende doch dreimal den Meisterpokal in Händen.

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