Dettingen Dem Favoriten lange Zeit Paroli geboten

Voller Einsatz in leerer Halle. Vor 4950 leeren Plätzen in der Friedrichshafener ZF-Arena verloren die Dettinger (von rechts Stephan Kaiser, Florian Hornung, Jens Schleicher, David Wörner und Konstantin Vogel) mit 1:3 gegen den VfB II.
Voller Einsatz in leerer Halle. Vor 4950 leeren Plätzen in der Friedrichshafener ZF-Arena verloren die Dettinger (von rechts Stephan Kaiser, Florian Hornung, Jens Schleicher, David Wörner und Konstantin Vogel) mit 1:3 gegen den VfB II. © Foto: Foto: Andrea Grimm
Friedrichshafen / rolf grimm 27.01.2014
Zum Punktgewinn hat's nicht gereicht, aber "baden gegangen" sind die Dettinger Regionalliga-Volleyballer bei ihrem Gastspiel beim hohen Favoriten VfB Friedrichshafen II auch nicht. Dennoch stand am Ende eine 1:3-Niederlage.

Als Zuspieler durfte Florian Hornung aus der zweiten Mannschaft des TSV dettingen ran, zudem setzte Trainer Dennis Kunz zunächst auf den abwehrstarken Alex Kreis und David Wörner auf der Außenposition. Und das sah – im Gegensatz zum Hinspiel in Heidenheim – gleich gut aus. Dettingen ging 6:4 in Führung, konnten aber den starken Friedrichshafener Diagonalangreifer mehrmals nicht stoppen.

Daniel Schwarz und Alex Kreis sorgten nochmals für eine Führung, bevor der Faden verloren ging. Ein Aufschlag ins Aus, zwei verunglückte Annahmen, zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen – schon war der Vorteil wieder weg. Stephan Kaiser brachte sein Team wieder heran, auf Seiten der Gastgeber hielt Altmeister Burkhard Sude mit zwei cleveren Punkten dagegen. Am Ende schlug der TSV zwei Bälle ins Aus und gab den Satz etwas unnötig mit 22:25 ab.

Drei neue Spieler

Kunz brachte im zweiten Durchgang gleich drei neue Spieler: Peter Fröscher auf der Liberoposition, den jungen Adam Peller in der Mitte und Konstantin Vogel auf Außen. Bis zum 10:8 war der TSV dank Peller, Vogel und Kaiser in Front, dann brachte der erste Schiedsrichter Hektik ins Spiel. Schuld daran war eine für beide Seiten nicht nachvollziehbare Linie bei technischen Fehlern. Hornung gelang noch ein schöner Block, aber alles, was dem TSV gelang, zerrann durch Fehler in der Annahme und Schwächen im Spielaufbau wieder. Ein Schlussspurt nützte nichts mehr, der zweite Satz ging 20:25 verloren.

Im dritten Abschnitt kamen Schleicher und Wörner zurück, letzter fügte sich mit einem Lob zum 5:4 gut ein. Die Führung machte die Älbler aber nicht ruhiger, gleich fünf Bälle in Folge wurden „versiebt“. Beim Stand von 7:11 sah es nach einer glatten Niederlage aus, aber die Dettinger kamen zurück. Kunz wechselte beim 12:13 wieder Schwarz ein, dieser brachte zusammen mit Kaiser und dem effektiv aufschlagenden Vogel die Wende. Es folgte ein sehenswerter Kampf um jeden Ball, bei dem sich kein Team absetzen konnte. Das Zusammenspiel von Hornung und dem Schnellangriff wurde immer besser, mehrmals war auch der Block des TSV erfolgreich. Von 19:22 schaffte der TSV zunächst den Ausgleich, bevor es Kaiser vorbehalten war, den 25:23- Satzerfolg einzufahren.

VfB punktet auf allen Positionen

Erinnerungen das Hinspiel wurden geweckt, als der TSV nach 0:2-Rückstand noch zwei Sätze gewann und damit immerhin einen Punkt holte. Allerdings begann auch der vierte Durchgang unnötig hektisch, weil beide Teams mit den Entscheidungen des ersten Schiedsrichters nicht zufrieden sein konnten. Kaiser und Wörner hielten die Gäste bis zum 8:10 im Rennen, bevor die Gastgeber den Turbo zündeten. Die dynamischen Angreifer der „Häfler“ punkteten nun von allen Positionen, wobei der Diagonalangreifer einen tollen Lauf hatte. Bei 9:19 brachte Kunz noch einmal Kreis für Vogel, und Ralf Klein aus der zweiten Mannschaft durfte sein Debüt geben. Der TSV konnte aber nicht mehr mithalten und verlor letztendlich den Satz deutlich mit 12:25.

Dennoch zog Trainer Kunz ein positives Fazit: „Ich habe heute bewusst allen Spielern im Kader die Möglichkeit gegeben, sich noch einmal im Wettkampf zu zeigen und in dieser tollen Halle zu spielen. Ich war mit dem Spiel, insbesondere auch mit Florian Hornung sehr zufrieden."