Heidenheim Dämpfer zum Schluss: Heideköpfe unterliegen Haar

Hier hat's Gary Owens rechtzeitig ans erste Base geschafft, insgesamt fielen bei den Spielen gegen Haar die knappen Entscheidungen aber meist gegen die Heideköpfe aus.
Hier hat's Gary Owens rechtzeitig ans erste Base geschafft, insgesamt fielen bei den Spielen gegen Haar die knappen Entscheidungen aber meist gegen die Heideköpfe aus. © Foto: Fotos: Kalle Linkert
Heidenheim / HZ 01.07.2018
Die Heidenheim Heideköpfe unterliegen in den letzten beiden Spielen der Regular Season den Haar Disciples mit 5:7 und 0:1, ziehen dennoch als souveräner Tabellenführer in die Meisterrunde ein.

So langsam werden die Haar Disciples zum Angstgegner der Heidenheimer Baseballer, gegen die „Jünger“ aus dem Münchner Osten kassierten die Heideköpfe zum Abschluss der „regulären Saison“ ihre erste Doppelniederlage. Einem 5:7 am Freitagabend in Heidenheim folgte tags darauf ein 0:1 in der bayrischen Landeshauptstadt. Drei ihrer bisher fünf Niederlagen haben die HSBler damit gegen Haar kassiert.

Die wegen einer Regenunterbrechung insgesamt viereinhalb Stunden dauernde Partie am Freitag hatte kaum begonnen, da brach ein Unwetter über den Ballpark herein. Nach Ende des 20-minütigen Regenschauers schafften es die HSBler mit großem Einsatz, das Spielfeld wieder herzurichten.

Beide Teams zeigten sich in der Folge gut aufgelegt: bereits in der unteren Hälfte des ersten Innings gingen die Heideköpfe nach einem Single von Mitch Nilsson in Führung. Die Disciples antworteten mit zwei Punkten, darunter einem Solo-Homerun von William Thorp. Erneut wechselte die Führung, nachdem Sascha Lutz und Jay Pecci per Hit auf Base gelangten und Mitch Nilsson mit seinem zweiten guten Schlag in der unteren Hälfte des dritten Innings fürs 3:2 sorgte.

Die Vorentscheidung zugunsten der Münchner fiel im fünften Durchgang, als auch zwei Pitcherwechsel von Grigsby auf Ricky Torres und dann zu Clayton Freimuth eine 3-Punkte-Rallye nicht verhindern konnten.

Zwar punkteten die Heideköpfe im fünften und neunten Inning, allerdings nicht in ausreichender Höhe, fanden doch in aussichtsreicher Position immer wieder gute Schläge den Weg in einen Handschuh der Disciples-Verteidiger. Den Haaren gelangen im Schlussabschnitt noch weitere zwei Punkte gegen – auch von der Arbeit nach der Regenpause – sichtlich ermüdete Hausherren.

Haar reicht ein Punkt

In einem sehenswerten Duell der beiden ehemaligen Profi-Pitcher Michael Click für Haar und RJ Hively für Heidenheim setzten sich die Hausherren dann am Samstag glücklich mit 1:0 durch. Die Entscheidung fiel dabei erst im neunten Inning. Bei zwei Aus sorgte Ruben Manriquez mit seinem Single für grenzenlosen Jubel bei den Disciples, konnte doch dadurch sein Teamkamerad William Thorp den Winning Run erzielen.

Dass Thorp zuvor beim Versuch, das zweite Base zu stehlen, ausgeworfen, dies vom Schiedsrichter aber nicht so gesehen wurde, war aus Heidenheimer Sicht bezeichnend für diesen Tag.

RJ Hively warf trotz der Niederlage ein überragendes Spiel im Dress der Heideköpfe. Der US-Amerikaner gab über acht Innings nur sechs Hits ab (bei 7 Strike-Outs und keinem Freilauf) und musste erst im neunten Durchgang drei weitere (glückliche) Hits hinnehmen. Heidenheim blieb über den kompletten Spieltag fehlerfrei in der Defensive, schaffte es aber einfach nicht, Punkte zu erzielen, wobei manche Aktionen extrem unglücklich liefen.

Vielleicht war es für den amtierenden deutschen Meister ein Dämpfer zur rechten Zeit. Die Mannschaft wirkt nach 28 Partien in der 1. Liga Süd und vier Europapokal-Begegnungen in drei Monaten auch etwas überspielt. So kommt die jetzt anstehende Pause gerade recht, nicht zuletzt, weil einige Spieler weiterhin mehr oder weniger stark angeschlagen sind.

Verschmerzen können die Heideköpfe diese Niederlagen, mit 23:5 Siegen gehen sie dennoch als Erster in die Meisterrunde der vier besten Teams der 1. Liga Süd. Diese beginnt am 28. Juli voraussichtlich mit Heimspielen gegen die Mainz Athletics, die mit zwei Siegen in Mannheim auf den letzten Drücker an den Tornados vorbeizogen und nur noch einen Sieg aus den beiden Nachholspielen gegen den Tabellenvorletzten Saarlouis benötigen. Heideköpfe: Lutz (LF; 2 Hits aus 6 Schlagversuchen, 3 Freiläufe), Pecci (3B; 2/7), Owens (CF; 2/9), Nilsson (1B/2B; 4/8), Gühring (C; 2/8), Larry (RF; 1/7), Glaser (DH/1B; 1/7), Hurler (DH; 0/1), Schulz (SS; 1/6), Liedtke (2B; 0/3), Tsopatalo (1B; 0/1), Krumm (DH; 0/3), Karpf (PR) – Pitcher: Grigsby (4 Innings, 4 Runs, 4 Earned Runs, 3 Strike-Outs), Torres (0.2 I, 1 R, 1 ER, 1 SO), Freimuth (4,1 I, 2 R, 2 ER, 10 SO), Hively (8.1 I, 1 R, 1 ER, 7 SO)

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