Heidenheim / Thomas Jentscher Bei den Haar Disciples erwartet die Heidenheim Heideköpfe am Samstag ein heißer Tanz.

Nach dem schwierigen Auftakt gegen die Stuttgart Reds (5:4 und 2:9) wird’s für die Heidenheimer Baseballer nicht einfacher: Am Samstag (12 und 15.30 Uhr) gastieren die Heideköpfe zu zwei Spielen bei den München-Haar Disciples.

Justin Erasmus kehrt zurück

Erfreulich für die Heidenheimer: Bald ist Verstärkung in Sicht. Denn wenn Andrew Campbell und Philip Schulz nächste Woche aus Australien zurückkommen, bringen sie auch noch einen weiteren Werfer mit. Es ist der noch gut bekannte Justin Erasmus, der mit den Heideköpfen 2017 die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte. Der 29-jährige, in Südafrika geborene Australier stand von 2009 bis 2012 in den Diensten der Boston Red Sox und wird in Heidenheim auch wieder die Stelle des Pitching-Coaches einnehmen.

Am Samstag müssen die Heideköpfe aber noch ohne diese drei bei den Haar Disciples antreten. Die „Jünger“ sind mit eindrucksvollen 17:1- und 11:1-Auswärtssiegen bei den Saarlouis Hornets gestartet. Allerdings dürfen diese Erfolge nicht überbewertet werden, denn die Saarländer sind in dieser Saison wohl ziemlich schwach besetzt und Abstiegskandidat Nr.  1.

Trotzdem hat Haar eine Truppe, die mit Sicherheit wieder in die Play-offs einziehen kann. Der Stamm der Truppe mit einigen deutschen Nationalspielern blieb zusammen, die Ausländer wurden gehalten oder adäquat ersetzt.

Haars starke Werfer

Gerade bei den Werfern sind die Bayern mit dem tschechischen Nationalspieler Tomas Ondra, dem Amerikaner Louis Cohen sowie dem deutschen Nationalspieler Lukas Steinlein gut besetzt. Dazu haben die vom erfahrenen Paco Garcia trainierten Disciples schon immer eine starke Offensive, in der Catcher William Thorp (Kanada), Outfielder Nate Thomas (Großbritannien), Shortstop Miguel Pineiro (Spanien) und Christoph Ziegler zu den Leistungsträgern zählen.

Es wartet also eine große Herausforderung auf die Heideköpfe, bei denen immerhin Ludwig Glaser zurückkehrt. Damit haben die HSBler wieder mehr Alternativen in der Feldverteidigung und vor allem einen starken Schlagmann mehr.

Das Ziel der Heidenheimer ist es, wenigstens einen Sieg mit nach Hause zu nehmen. Als Werfer werden sich wohl wieder Enorbel Marquez, Mike Bolsenbroek und Logan Grigsby die Aufgabe teilen, weitere Alternativen sind Simon Liedtke, Gary Owens und Patrick Seyfried. Will man in München nicht leer ausgehen, muss aber auch die Defense sicher stehen.