Heidenheim. Baseball: Philipp Howards Karriere nach der Karriere

Manager der Haar Disciples: Philipp Howard.
Manager der Haar Disciples: Philipp Howard. © Foto: af
Heidenheim. / Edgar Deibert 12.08.2018
In Heidenheim beendete der heute 30-Jährige seine aktive Laufbahn. Nun trainiert er in der Baseball-Bundesliga die Haar Disciples.

Philipp Howard war Leistungsträger beim deutschen Serienmeister Regensburg und bei drei Welt- und fünf Europameisterschaften dabei. Der Second Baseman und Shortstop beendete aufgrund einer Schulterverletzung seine große Karriere 2016 bei den Heidenheim Heideköpfen.

Inzwischen ist der 30-Jährige Manager des Heideköpfe-Gegners Haar und Assistenztrainer der deutschen Nationalmannschaft.

Herr Howard, was haben Sie nach Ihrem Karriereende gemacht?

Howard: Ich habe erst einmal nichts gemacht und mein Privatleben genossen. Im Januar 2017 haben die Haar Disciples, bei denen meine Bruder Chris schon Sportdirektor war, angefragt, ob ich ihr Wintertraining übernehmen könnte. Sie hatten zwar Don Freeman (zuvor bei Mainz) verpflichtet, der konnte aber erst ab März.

Nur wenige Monate später wurden Sie wieder von Haar verpflichtet . . .

Ja, um Pfingsten herum bekam ich den Anruf. Don Freeman hatte den Verein während der Saison verlassen und ich wurde erneut Interimstrainer. Nach der Saison wollten wir sehen, wie es weitergeht.

Die vergangenen Saison lief ja nicht schlecht für Haar?

Sie ist gut gelaufen. Ich habe die Mannschaft übernommen, als sie Fünfter war, wir sind dann als Zweiter in die Play offs eingezogen.

Fast wäre es sogar im Finale zu einem sportlichen Wiedersehen mit den Heideköpfen gekommen?

Wir haben das entscheidende fünfte Halbfinalspiel gegen Bonn verloren. Es wäre schön gewesen, im Finale gegen Heidenheim zu spielen. Aber es sollte nicht sein.

Haben Sie als Manager genausoviel Spaß wie damals als Spieler?

Nein, auf dem Platz zu stehen und zu gewinnen macht mehr Spaß.

Gegen die Heideköpfe hat Haar ja eine sehr gute Bilanz . . .

Ja, wir haben in bislang vier Spielen drei gewonnen. Wobei das vierte Spiel auch anders hätte ausgehen können (Haar gewann 1:0 dank eines Punktes im zehnten Inning). Ich habe damit aber eher weniger zu tun, sondern meine Spieler.

Einen wichtigen Spielen hat Haar mit Michael Click verloren . . .

Er ist spielerisch einer der besten in Deutschland, darüber müssen wir nicht groß diskutieren. Nun müssen wir das beste daraus machen. Ich freue mich aber auf Heidenheim. Es ist immer schön dahin zurückzukommen, wo man willkommen ist.

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