Heidenheim Heideköpfe spielen gegen langjährigen Rivalen

Zwei spannende Spiele sind am Wochenende zwischen Heidenheim – hier gelingt Shortstop Philip Schulz ein Aus beim Steal-Versuch des Gegners – und Regensburg zu erwarten. Am Samstag (14 Uhr) treffen die Teams im Heideköpfe-Ballpark aufeinander.
Zwei spannende Spiele sind am Wochenende zwischen Heidenheim – hier gelingt Shortstop Philip Schulz ein Aus beim Steal-Versuch des Gegners – und Regensburg zu erwarten. Am Samstag (14 Uhr) treffen die Teams im Heideköpfe-Ballpark aufeinander. © Foto: Kalle Linkert
Heidenheim / Thomas Jentscher 02.08.2018
Die Baseballer der Heidenheim Heideköpfe messen sich am Wochenende mit ihrem langjährigen Rivalen und derzeit härtesten Verfolger, den Legionären aus Regensburg.

Der zweite Spieltag der Play-off-Runde bringt ein Spitzenspiel mit sich, Tabellenführer Heidenheim (25:5 Siege) trifft auf Verfolger Regensburg (21:9). Gespielt wird am Samstag im Heideköpfe-Ballpark, tags darauf (Beginn jeweils um 14 Uhr) dann in der Armin-Wolf-Arena der Legionäre.

Klaus Eckle zeigt großen Respekt vor der in diesem Jahr wieder bärenstarken Mannschaft aus der Oberpfalz. „Mike Bolsenbroek ist wahrscheinlich immer noch der beste Pitcher der Liga und kann an einem guten Tag jedes Team in Deutschland dominieren. Ihn gilt es zu schlagen“, meint der Heideköpfe-Trainer, der diesmal auch mit einer Punkteteilung leben könnte.

Gefühlt haben sich die Baseballer vom Schlossberg und aus der Donaustadt seit dem Aufstieg des HSB in die 1. Liga im Jahr 2000 schon unzählige Duelle geliefert. Darunter viele nervenaufreibende Schlachten wie die DM-Endspiele 2010 und 2015. Hatten in den früheren Jahren fast immer die Regensburger die Nase vorn, so kippte das Pendel in jüngerer Vergangenheit in Richtung Heideköpfe.

Vergangene Saison mussten extrem verjüngte Legionäre sogar in die Abstiegsrunde, jetzt haben sie sich – wieder mit einigen Routiniers im Team – aber zurück gemeldet und sind aktuell der schärfste Verfolger der Mannschaft von Trainer Klaus Eckle. Und wohl der einzige, denn München-Haar scheint nach dem Abgang des überragenden Werfers Michael Click etwas aus dem Rhythmus zu sein und Mainz hat mittlerweile einen viel zu großen Rückstand.

Gäste mit starken Werfern

Die Regensburger können sich vor allem auf ihre Starter auf dem Pitcher's Mound verlassen: den niederländischen Nationalspieler Mike Bolsenbroek und den Amerikaner William Greenfield (mittlerweile Nationalspieler für Irland). Die beiden geben so gut wie keine Freiläufe ab und werfen mit die meisten Strike-outs.

Und sie haben eine ausgezeichnete Defense hinter sich. Die bestens ausgebildete junge Truppe, die im Regensburger Internat täglich zusammen trainiert, hat klar die beste Quote bei den Abwehraktionen, spielt die meisten Double-Plays. Am Schlag sind die Ostbayern ausgeglichen gut, aber auch nicht überragend.

Wie ist dieser Mannschaft nun beizukommen? Bisher gelang dies den Heideköpfen gut, mit 3:2, 4:3, 15:0 und 12:6 entschieden sie alle vier bisherigen Partien gegen die Regensburger für sich.

Allerdings hätten die ersten beiden Spiele auch andersherum ausgehen können und selbst bei den hohen Siegen brachte immer erst ein Schlussspurt der Heideköpfe gegen eingewechselte Werfer die Entscheidung. So wird es auch am Wochenende darum gehen, Bolsenbroek und Greenfield zu vielen Würfen zu zwingen, die weiteren Werfer der Oberpfälzer haben lange nicht diese Qualität.

Die Regensburger sind heiß auf den ersten Sieg gegen die Heideköpfe in diesem Jahr. Sie sind in Bestbesetzung und haben mit USA-Rückkehrer Pascal Amon zudem einen weiteren starken Schlagmann in ihren Reihen.

„Er macht schon noch einen Unterschied“, meint Eckle, der seinerseits am Samstag auf den beruflich verhinderten Johannes Krumm verzichten muss, ansonsten aber alle Spieler zur Verfügung hat.

Heideköpfe fast in Bestbesetzung

Als Werfer kommen Logan Grigsby, RJ Hively, Clayton Freimuth, Ricky Torres, Marcel Giraud, Patrick Seyfried, Julius Spann und Elian Gentner in Frage – hier haben die Heidenheimer etwas mehr Möglichkeiten als der Gegner. In der Partie am Sonntag wird Eckle aber einige junge Spieler für die zweite Mannschaft abstellen.

Es ist nicht zu erwarten, dass die Serie gegen Regensburg so weiter geht, aber wenn die Heideköpfe noch ein Spiel für sich entscheiden, hätten sie bereits den direkten Vergleich gewonnen, der Verfolger müsste dann fünf Siege aufholen.

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