Reiten Auf Umwegen zum großen Reitturnier

Zwei Mitarbeiter der Städtischen Betriebe waren gestern Nachmittag damit beschäftigt, die Umleitungsschilder zum großen Reitturnier auf der Anlage in der Römerstraße anzubringen. Sie ist heuer wegen einer Baustelle nur auf Umwegen erreichbar.
Zwei Mitarbeiter der Städtischen Betriebe waren gestern Nachmittag damit beschäftigt, die Umleitungsschilder zum großen Reitturnier auf der Anlage in der Römerstraße anzubringen. Sie ist heuer wegen einer Baustelle nur auf Umwegen erreichbar. © Foto: Markus Brandhuber
Reiten / Elena Kretschmer 07.06.2018
Weil in der Römerstraße momentan gebaut wird, müssen die Reiter heuer eine etwas andere Anfahrt als sonst in Kauf nehmen. Doch der Reiterverein Heidenheim und die Stadt haben vorgesorgt.

Ein gewisses Maß an Geschicklichkeit ist beim diesjährigen Heidenheimer Reitturnier nicht nur von den Reitern gefragt, sondern auch von den Fahrern. Sie können nämlich nicht wie üblich ganz komfortabel über die Römerstraße anreisen, weil die momentan wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Stattdessen gibt es eine Umleitung.

Turnier-Organisatorin Barbara Maier erklärt: „Ich habe mich da gleich mit der Stadt in Verbindung gesetzt und die haben mir zugesichert, dass die Städtischen Betriebe Schilder anbringen.“ Schließlich wolle man ein Verkehrschaos verhindern. Das taten sie dann gestern Nachmittag auch: Wer also von der B 19 kommt, biegt beim Penny-Markt in die Seestraße ein und folgt dieser bis sie mit einem Linksknick in die Schülestraße übergeht. Anschließend geht es sofort wieder rechts in die Nattheimer Steige, an deren Ende man nach rechts in die Germanenstraße abbiegt. An deren Ende wiederum fährt man erneut rechts auf die Alemannenstraße, wo es an der Buswendeplatte links in Richtung Reiter-Parkplatz geht.

Gelassenheit ist Trumpf

Laut Maier dürfte dieser kleine Umweg zu keinerlei Problemen führen. Auch die relativ enge Kurve von der Schülestraße in die Steige, sieht sie nicht als Hindernis: „Man muss halt ein bisschen ausholen und dann kommt man da schon rum. Es kommt ja kein Gegenverkehr.“ Zwar sei die Anfahrt nicht ganz so einfach wie sonst, „aber irgendwie muss man's ja machen“, sagt Maier gelassen.

Am Sonntag kommt erschwerend noch der Stadtlauf hinzu. Wer von Westen anreist, muss mindestens 20 Minuten mehr Anfahrtszeit einplanen, schätzt Maier. Von der B 466 geht es hoch zur Aquarena, anschließend über den Mittelrain und Schnaitheim wieder auf die B 19 und von dort aus wie oben beschrieben – und ausgeschildert. Für die Organisatorin eigentlich ein No-Go: „Ich hab' mich schon mit den Leuten vom Stadtlauf abgesprochen, dass wir das nächstes Jahr nicht mehr zusammenlegen dürfen.“ Erstens wegen des noch ausufernderen Umwegs als ohnehin schon und zweitens, „weil ich auch selber wieder gern mitgelaufen wäre, aber das ist mir zu stressig“.

Das Turnier, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Karlheinz Maier organisiert, verspricht von heute bis Sonntag wieder Höhepunkte in Dressur und Springen mit insgesamt 37 Prüfungen, 400 Reitern und 1100 Pferden.