Barcelona/Heidenheim Anna Hornischer hat Chancen auf EM-Teilnahme gesteigert

Anna Hornischer (links) musste sich der ukrainischen Weltranglisten-Siebten Olena Kryvytska erst im Sudden death geschlagen geben. Am Ende landete die Heidenheimerin auf Platz 59.
Anna Hornischer (links) musste sich der ukrainischen Weltranglisten-Siebten Olena Kryvytska erst im Sudden death geschlagen geben. Am Ende landete die Heidenheimerin auf Platz 59. © Foto: Eva Pavia
Barcelona/Heidenheim / hz 13.02.2018
Anna Hornischer vom HSB schafft es beim Weltcupturnier im spanischen Barcelona unter die besten 64 Teilnehmerinnen und muss sich dann im Sudden death geschlagen geben

Eine Woche nach ihrem Achtelfinal-Erfolg beim Satelliten-Weltcup in Bratislava (Slowakei) zeigte Anna Hornischer bei den Aktiven erneut eine starke Leistung. Bei dem mit 247 Teilnehmerinnen aus 45 Nationen stark besetzten Weltcup-Turnier in Barcelona erzielte sie mit dem Einzug unter die besten 64 Fechterinnen das beste Ergebnis aus Sicht des Heidenheimer Sportbundes. Mit ihrem 59. Platz sicherte sich Hornischer nicht nur wichtige Punkte auf der deutschen Rangliste der Aktiven, sondern steigerte auch die Chancen auf eine Teilnahme an den U-23-Europameisterschaften in Jerewan (Armenien).

Mit jeweils drei Siegen und drei Niederlagen in der Vorrunde startete Hornischer zunächst eher verhalten in das Turnier. Nach einem Freilos in der ersten Direktausscheidungsrunde traf die Heidenheimerin auf die Britin Julie Henson. Souverän setzte sie sich hier mit 15:11 durch und konnte im nächsten Gefecht gegen Yuexin Shi (China) mit dem gleichen Ergebnis einen Sieg einfahren. Somit hatte sich die Jurastudentin für den zweiten Wettkampftag und für die Hauptrunde der besten 64 Fechterinnen qualifiziert.

Auch Vanessa Riedmüller und Sophia Weitbrecht konnten in ihren Vorrunden je drei Siege und drei Niederlagen einfahren. In der ersten Direktausscheidung zeigten beide Nervenstärke und siegten gegen ihre Gegnerinnen Jennifer McGeever (Irland) und Haruna Baba (Japan) mit jeweils 15:14.

Weitbrecht traf bereits im 128er-K.o. auf ihre luxemburgische Vereinskameradin Lis Rottler-Fautsch. Diese hatte sich nach einer starken Vorrunde mit fünf Siegen und nur einer Niederlage sicher für die Direktausscheidung qualifiziert und somit im ersten K.o. ein Freilos.

Nach einem lange sehr ausgeglichenen Gefecht konnte Weitbrecht im letzten Drittel das Duell zu ihren Gunsten drehen und entschied es schlussendlich mit 15:12 für sich.

An gleicher Stelle musste sich auch Vanessa Riedmüller geschlagen geben. Auch sie traf mit ihrer deutschen Kontrahentin Beate Christmann auf eine bekannte Gegnerin und unterlag der Tauberbischofsheimerin mit 8:10 denkbar knapp. Am Ende stand Rang 139 im Endklassement.

Kampfgeist nicht belohnt

Sophia Weitbrecht traf um den Einzug in die Hauptrunde auf die erfahrene Italienerin Marta Ferrari und musste hier mit 10:15 den Kürzeren ziehen. Somit belegten die HSB-Fechterinnen Weitbrecht und Rottler-Fautsch die Plätze 94 und 98.

Mit Anna Hornischer schaffte es lediglich eine HSBlerin in die Hauptrunde der besten 64 Fechterinnen. Hier traf die Studentin auf die Weltranglisten-Siebte Olena Kryvytska (Ukraine). Nach einem langen Drei-Treffer-Rückstand gelang es Hornischer, im letzten Drittel Treffer für Treffer aufzuholen. Beim Gleichstand von 12:12 lief auch die reguläre Gefechtszeit ab, somit würde der letzte Treffer im Sudden Death entscheiden. Trotz ihres Kampfgeistes wurde Anna Hornischer aber nicht belohnt. Im entscheidenden Moment siegte die langjährige Erfahrung der späteren Drittplatzierten. Nichtsdestotrotz zeigte Anna Hornischer mit ihrem 59. Rang eine gelungene Vorstellung und hält nicht umsonst den dritten Platz auf der europäischen U-23-Rangliste inne.

Den Gesamtsieg in Barcelona sicherte sich die Chinesin Mingye Zhu, die im abschließenden Finale Tatyana Andryushina (Russland) mit 15:7 besiegte.

Im Nationenwettbewerb landete die deutsche Equipe ohne Beteiligung des HSB auf dem neunten Rang. Den Weltcupsieg sicherte sich Russland, das im Finale Italien mit 35:25 schlug.