Heidenheim / Lis Fautsch Nachdem die 14-jährige HSBlerin deutsche Meisterin bei den Junioren wurde, holte sie sich bei der deutschen Meisterschaft der A-Jugend in Leverkusen den Vize-Titel.

Alexandra Zittel bestätigte auch bei der deutschen Meisterschaft der A-Jugend in Leverkusen ihre gute Form und holte sich den Vize-Titel. Das Kuriose: Die 14-Jährige schnitt bei der deutschen Juniorenmeisterschaft vor zwei Wochen mit einer Goldmedaille im Einzel sogar besser ab, als nun in ihrer eigenen Altersklasse.

Mit einer makellosen Vorrunde stieg Zittel als Nummer drei gesetzt ins K. o. der A-Jugend-Meisterschaft ein und konnte nach einem Freilos im 128er-Tableau einen 11:5-Sieg gegen Laura Marshall vom TV Augsburg einfahren. Es folgten Siege gegen Klara Wirth zur Osten aus Warendorf mit 15:7 und Jara Sophie Peterson von der Einheit Altenburg mit 15:10. Nach dem 15:12-Sieg gegen Anna Zens vom TV Hochwald Wadern war ein Platz auf dem Treppchen schon sicher.

Finalgegnerin zu stark

Im Halbfinale stieß die HSBlerin auf Annika Eitner aus Wuppertal. Zittel ging schnell in Führung und setzte sich durch Konterangriffe mit 15:9 durch. Im Finale wartete Lina Zerrweck aus Tauberbischofsheim, Nummer eins der deutschen Rangliste und Gewinnerin des Ranglistenturniers in Bonn. Zerrweck präsentierte sich auch an diesem Tag zu stark für Zittel und sicherte sich den Titel mit 15:8.

Insgesamt kann Zittel aber nun einen versöhnlichen Abschluss in ihrer Altersklasse hinnehmen. „Nachdem ich die ganze Saison über nicht gut bei den A-Jugendlichen gefochten habe, bin ich nun mit der Silbermedaille äußerst zufrieden. Jetzt freue ich mich auf die Pause, um dann im September mit neuem Elan in die Saison zu starten“, so das Fazit der jungen Fechterin. Ihre Vereinskolleginnen Giulia Albrecht belegte Platz 9 und Anna Karsten Platz 13 von 97 Teilnehmern.

Ein starker Auftritt gegen Leverkusen

In der Mannschaft konnte sich der HSB im Viertelfinale souverän gegen Hochwald Wadern mit 35:16 durchsetzen und im Halbfinale einen starken Auftritt gegen den Mitfavorit auf den Titel Bayer Leverkusen mit 45:37 hinlegen. Allerdings zeigte sich im Finale Tauberbischofsheim wieder als zu stark und das Quartett Alexandra Zittel, Anna Karsten, Giulia Albrecht und Carolina Alves de Lima musste sich mit 45:38 geschlagen geben. „Diese Ausbeute war für uns nicht zufriedenstellend. Alexandra Zittel zeigte sich wieder in Topform, aber von den anderen Mädels muss man mehr erwarten und vor allem in der Mannschaft muss der Titel an die Brenz gehen“, so Damendegentrainer Hans-Jürgen Hauch.

Im Herrendegen teilten sich mit Vince Vogel und Max Eberhardt gleich zwei Fechter den dritten Platz. Eberhardt startete mit fünf Siegen und einer Niederlage ins Turnier, gewann nach einem Freilos gegen Darius Siewert aus Heidelberg mit 15:9 und ebnete sich den Weg ins Finale mit Siegen gegen Benjamin Dithmar aus Berlin mit 15:9 und gegen Nikolo Wanking vom Fechterring Hochwald mit 15:10.

Im Kampf um die Medaille wartete Eberhardts Teamkollege Cedric Reiser. Eberhardt setzte sich in einem spannenden Gefecht mit 15:13 durch. Im Halbfinale musste er aber dann eine deutliche 9:15-Niederlage gegen Tristan Matsulevits vom FC Grünewald hinnehmen. „Ich bin sehr zufrieden mit Max und seinen Gefechten heute. Er hat ein sehr souveränes Auftreten gehabt, hätte sogar das Halbfinale noch gewinnen können, aber da war er zu schnell unterwegs“, so Trainer Wilhelm Ewert.

Beim Halbfinale war Schluss

Auch Vince Vogel zeigte einen beherzten Wettkampf. Nach einer 5:1-Vorrunde, einem Sieg gegen Robert Brandts aus Lüdenscheid mit 15:12, schlug er Vereinskamerad Jannik Ritz mit 14:12. Das war wie ein Befreiungsschlag für Vogel, sodass er sich auch gegen Michael Trebis aus Mannheim mit 15:13 und gegen den zweitgesetzten Valentin Rosenmayer aus Ditzingen 15:13 durchsetzte. Im Halbfinale gegen Keanu Nagel aus Leverkusen, Dritter der deutschen Rangliste, war aber Schluss. Dennoch konnte sich Vogel über seinen größten Erfolg bei einer deutschen Meisterschaft freuen.

Das Quartett Cedric Reiser, Max Eberhardt, Vince Vogel und Matthew Bülau konnte für keine Medaille sorgen. Nach einem klaren 45:34-Sieg gegen Hochwald Wadern im Achtelfinale, und einem 45:27-Sieg gegen den TV Augsburg im Viertelfinale, mussten sich die Sportler im Halbfinale gegen die starke Mannschaft aus Leverkusen mit 37:45 geschlagen geben. Nach diesem Gefecht war der Kampfgeist gebrochen und im Kampf um Bronze gegen Tauberbischofsheim zog man mit 39:45 den Kürzeren.

Die HSBler überzeugen bei den deutschen Meisterschaften der Degenfechter.

Alexandra Zittel: Erfolgreiche Junioren-Fechterin

Die 14-jährige HSB-Fechterin Alexandra Zittel ficht im ersten Jahr in der A-Jugend, in der die Sportler bis zum Alter von 16 Jahren bleiben. Somit startet Zittel noch zwei volle Jahre in dieser Altersklasse.

A-Jugend-Fechter sind auch bei den Junioren startberechtigt. Zittel ist dabei sehr erfolgreich. Derzeit nimmt sie den zweiten Platz der deutschen Juniorenrangliste hinter ihrer Vereinskollegin Lea Mayer ein. Zudem konnte sie bei der Junioren-EM im Februar das beste deutsche Ergebnis einholen. Auch bei der deutschen Junioren-Meisterschaft Anfang Mai erreichte sie den ersten Platz.

Zittels Trainer Philipp Stein zeigt sich nicht enttäuscht von der Silbermedaille in der niedrigeren Altersklasse bei der Jugend-Meisterschaft. Sie habe trotz hohen Drucks gut gefochten.

Das Ziel der jungen Fechterin: sich in der kommenden Saison auch in der eigenen Altersklasse für die EM und WM qualifizieren und dort Titel abräumen.