Hammerwurf Alexander Ziegler hat seine Karriere beendet

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr: In Erfurt wurde Alexander Ziegler zum dritten Mal in Folge deutscher Meister.
Ein Bild aus dem vergangenen Jahr: In Erfurt wurde Alexander Ziegler zum dritten Mal in Folge deutscher Meister. © Foto: Iris Hensel
Dischingen/Kentucky / Edgar Deibert 31.07.2018
Der Dischinger, dreimalige deutsche Meister im Hammerwurf, setzt andere Prioritäten.

Alexander Ziegler stand nie gerne im Rampenlicht, auch wenn ihm stets bewusst war, dass sein Talent Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bei Presseterminen ruhig und zurückhaltend, im Ring dafür umso dynamischer und explosiver: Von 2015 bis 2017 wurde der Dischinger dreimal in Folge deutscher Meister im Hammerwurf.

Bei den 118. deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Nürnberg verzichtete Ziegler allerdings darauf, seinen Titel erneut zu verteidigen. Und dies aus einem einfachen Grund: Der 31-Jährige hat seine aktive Laufbahn beendet.

Und dies bereits im September 2017, wie Ziegler auf HZ-Anfrage erklärte. Im Juli 2017 wollte er bereits keine großen sportlichen Ziele ausgeben, weil er beruflich stark eingebunden war. Vorsichtig ließ Ziegler damals aber anklingen, dass er gerne den vierten DM-Titel holen würde. Auch mit einer Teilnahme an den Europameisterschaften liebäugelte er.

„Es war eine bewusste und ruhige Entscheidung“, so Ziegler zu seinem Entschluss, den 7,26 Kilogramm schweren Hammer nun doch an den Nagel zu hängen. Er sei auch kein großer Fan von großen Artikeln über ein Karriereende, weswegen ihm die Anfrage der HZ auch spürbar unangenehm war. Vielmehr sollen seine ehemaligen Vereinskollegen vom SV Dischingen die Anerkennung bekommen, die sie verdienten, fügte Ziegler an.

Doktorarbeit im Vordergrund

Im Prinzip sei es ein „ganz normaler Verlauf“ gewesen, er setze nun andere Prioritäten. So schreibt Ziegler in seiner Wahlheimat USA am Gatton College of Business and Economics der Universität of Kentucky an seiner Doktorarbeit (Marketing- und Verbraucher-Psychologie). Im kommenden Jahr werde es sich entscheiden, ob er in den USA bleibe oder nach Deutschland zurückkehre.

Die deutschen Meisterschaften verfolgte Ziegler interessiert am Computer. Im Hammerwurf siegte dabei Johannes Bichler (LG München), im vergangenen Jahr noch Dritter. Und zwar mit einer Weite von 71,67 m. Das war ein Zentimeter mehr als Zieglers weitester Versuch im Vorjahr. Zweiter wurde Tristan Schwandke (TV Hindelang) mit 70,88 m.

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