Fechten A-Juniorinnen kämpfen in Heidenheim um den Hartmann-Cup

Die Damendegen-Kadettinnen, die beim Hartmann-Cup für die HSB-Fechtabteilung an den Start gehen (von links): Carolin Teuber, Franziska Mayr, Trainer Hans-Jürgen Hauch, Lilia Carducci und Lea Mayer.
Die Damendegen-Kadettinnen, die beim Hartmann-Cup für die HSB-Fechtabteilung an den Start gehen (von links): Carolin Teuber, Franziska Mayr, Trainer Hans-Jürgen Hauch, Lilia Carducci und Lea Mayer.
12.11.2015
Einen Traditionswettbewerb im europäischen Fechtsport stellt der Hartmann-Cup dar, der am Wochenende zum 28. Mal die kontinentale Degen-Elite der A-Juniorinnen im Paul-Gnaier-Fechtzentrum zusammenführt. Neu ist neben dem Einzelwettbewerb (Samstag) auch ein Nationenwettbewerb (Sonntag).

„Die Europäische Fechtkonfederation (EFC) will damit schon die jüngeren Fechter auf internationaler Ebene an die Besonderheiten der Mannschaftsgefechte heranführen“, kommentierte HSB-Fechtabteilungsleiter Jochen Kassel die erstmalige Ausrichtung eines Nationenwettbewerbs – und freut sich: „Dadurch haben wir gleich zwei hochkarätige Veranstaltungen.“

Im Fechtzentrum Heidenheim zeigt man sich ebenso erfreut über die lange Serie dieses hochkarätigen Nachwuchsturniers. Damendegentrainer Hans-Jürgen Hauch verhehlt nicht, dass das Heidenheimer Turnier mit dazu beigetragen hat, dass die Europäische Fechtkonföderation mit diesem „Cadet Circuit“ inzwischen eine äußerst erfolgreiche Wettbewerbsreihe am Laufen hat: „Ein Damendegenturnier, das A-Jugendliche aus ganz Europa in regelmäßigen Abständen zusammenführt, garantiert nicht nur hochkarätiges Niveau, sondern ist schlichtweg grundsätzlich etwas Besonderes in dieser Altersklasse.“

Dieser Meinung ist auch Max Geuter, der Generalsekretär der EFC mit Sitz in München: „Heidenheim hat sich als Veranstaltungsort bewährt. Die hohen Anmeldezahlen sind der beste Beweis für die Beliebtheit des Turniers. Neben Zrenjanin, Genf, Klagenfurt, Grenoble, Kopenhagen, Krakau, Bratislava und Helsinki leistet damit auch die Fechterhochburg Heidenheim einen essenziellen Beitrag zum erstklassigen Renommee dieser europäischen Wettbewerbskategorie für die Kadettinnen.“

In diesem Jahr haben sich 228 Fechterinnen aus 21 Nationen für den Hartmann-Cup angemeldet. Die größten Teilnehmerkontingente neben Deutschland (64) entsenden Italien, Frankreich, Russland, Tschechien, Großbritannien, Schweiz und Polen. Aber auch kleinere Fechtnationen wie Schweden, Finnland, Österreich, Luxemburg, Niederlande, Spanien und die Türkei sind in Heidenheim am Start, was Turnierorganisator Hans Jürgen Hauch auf die in den letzten Jahren gut gewachsenen Kontakte zurückführt.

Erstmalig dabei in diesem Jahr ist zum Beispiel Brasilien, das eine Fechterin entsendet. „Mit dieser Teilnehmerzahl stoßen wir natürlich an die Grenzen“, so Hauch. „Unser Fechtzentrum ist primär als Trainingsstätte und nicht als Veranstaltungshalle für Wettkämpfe dieser Größenordnung gebaut worden“.

Besonders gespannt ist man aus HSB-Sicht auf Lea Mayer (2014 kam sie auf den 15. Platz), die bei den letzten Kadetten-Europameisterschaften in Maribor sensationell die Bronzemedaille erfochten hatte. Ihre Zielsetzung für dieses Jahr ist das Erreichen des Finals der besten acht Fechterinnen.

Zu den Top-Favoriten gehören wie fast immer die Fechterinnen aus Italien und Russland. Auf jeden Fall wird es eine neue Titelträgerin geben, denn die beiden italienischen Finalistinnen des vergangenen Jahres – Beatrice Cagnin und Frederica Isola – sind nicht mehr am Start. Cagnin gewann vor Jahresfrist das Finale gegen ihre Landsfrau Isola mit 11:10 Treffern.

Natürlich erhoffen sich auch die Verantwortlichen der HSB-Fechtabteilung ein starkes Auftreten ihrer insgesamt vier Degenkadettinnen. Das Ergebnis des letzten CC-Turniers in Klagenfurt (sechster Platz für Lea Mayer) hat gezeigt, was möglich ist.

Gefochten wird im Fechtzentrum Heidenheim auf dem Galgenberg am Samstag ab 9 Uhr. Die Finalgefechte im Einzelwettbewerb am Samstag beginnen um 19 Uhr. Das Finale des Nationenwettbewerbs am Sonntag findet um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist jeweils frei.