„Leistung gut, Platzierung schlecht“

edgar deibert 08.07.2012
Eine Woche nach seinem zweiten Platz beim Kriterium in Nufringen hatte sich Ralf Bantel vom Team Voba RSV 06 Nattheim fürs Heimrennen (Eliteklasse) einiges vorgenommen. Dabei setzte der 39-Jährige jedoch auf die falsche Taktik und wurde doch ein wenig enttäuschend 18.

Zum zweiten Mal richtete der RSV 06 Nattheim am vergangenen Samstag im Rahmen des Breamahock Straßenrennen in Nattheim aus. Dabei lockten die Organisatoren ein attraktives Starterfeld an. So gingen beim Rennen der Senioren 2/3/4 drei Fahrer der deutschen Masters-Nationalmannschaft an den Start – und wurden ihrer Favoritenrolle absolut gerecht. Die drei kontrollierten das Fahrerfeld, sodass Stefan Steiner) am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen stand. Vorjahressieger Ralf Fischer vom RSV 06 Nattheim wurde Vierter.

Auch für den Höhepunkt des Tages, das Rennen der Eliteklasse A bis C Amateure, hatte sich ein starkes Fahrerfeld angemeldet, mit Alexander Grad etwa der Führende der U-23-Radbundesliga (am Ende Dritter). Doch auch die Racing Students und der RSC Kempten reisten mit nicht zu unterschätzenden Teams an.

Um die Spannung auch für die Zuschauer möglichst hoch zu halten, werden Radrennen innerhalb eines Ortskerns als Kriterium gefahren, d. h. alle fünf Runden (50 je 1,3 Kilometer) werden Punkte vergeben (fünf, drei, zwei und einer), erklärt Thomas Lehner, einer der Organisatoren. Sieger ist, wer am Ende die meisten Punkte geholt hat. „Da ist sehr viel Taktik dabei und die Rennen kurzweiliger.“

Die falsche Taktik hatte jedoch Ralf Bantel vom gastgebenden Radteam RSV 06 Nattheim gewählt. Vor dem Start hat der 39-Jährige (Vorjahres-Siebter) mit einem einstelligen Platz geliebäugelt, am Ende kam Bantel als bester Fahrer des Teams Voba auf Platz 18, erreichte dabei aber eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 km/h.

„Ich habe immer darauf spekuliert, dass eine Gruppe ausreist. Und da wollte ich dabei sein“, so der Gerstetter. „15 Runden vor Schluss war es dann auch soweit, ich bin dann aber nicht um die Punkte mitgefahren, das war ein Fehler“, erklärte Bantel weiter. „Wenige Runden später wurden wir wieder vom Hauptfeld geschluckt.“

Mit seiner eigenen Leistung zeigte sich Ralf Bantel dennoch zufrieden. „Die war gut, die Platzierung jedoch schlecht. Ich habe noch nie so viel investiert und am Ende ist so wenig dabei herausgekommen.“ Er lerne immer noch bei jedem Rennen dazu, und dass, obwohl er schon seit zehn Jahren dabei sei, betonte Bantel weiter.

„Das Fahrerfeld war heute sehr stark besetzt und ich denke auch, dass ich nach meinem zweiten Platz in Nufringen vor einer Woche bei einigen meiner Konkurrenten unter stärkerer Beobachtung stand. Zudem war es ein Heimrennen für mich, da wollten sie wohl nichts zulassen“, vermutete Bantel.

Bantels Teamkollegen Markus Westhäuser, Stephan Schiele und Michael Vogel belegten die Plätze 19 bis 21.